openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Beitrag zur internationalen Krebsbekämpfung

15.04.201018:12 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Projektziele in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht

Bonn (db) – In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature* berichtet ein 200-köpfiges Autorenteam über die Ziele und Rahmenbedingungen des „International Cancer Genome Consortium“ (ICGC). Den deutschen Anteil am weltweit größten Forschungsprojekt zur Klärung der molekularen Ursachen von Krebserkrankungen finanzieren das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Krebshilfe e.V. gemeinsam mit rund 15 Millionen Euro.



Das „International Cancer Genome Consortium“ (ICGC) ist ein biomedizinisches Großprojekt, zu dem sich führende Krebsforscher weltweit zusammengeschlossen haben. Ziel ist es, die genetischen Veränderungen in den wichtigsten Tumorformen zu analysieren, um neue und verbesserte Ansätze zur Prävention, Diagnose und Therapie zu finden. In der aktuellen Ausgabe von Nature* stellen die Wissenschaftler die geplanten Arbeiten vor. Schwerpunkt des Artikels sind die einzelnen Projektschritte sowie die ethischen Rahmenbedingungen, das Studiendesign und die formalen Vorgaben für alle beteiligten Forschergruppen. Insgesamt soll die Erbinformation von mehr als 25.000 Tumoren analysiert werden. Darüber hinaus wird thematisiert, wie die Ergebnisse den Krebsforschern weltweit schnell und zuverlässig in Form einer Datenbank zur Verfügung gestellt werden können.

Jede Krebserkrankung ist auf genetische Veränderungen zurückzuführen, die eine normale Körperzelle zur Krebszelle werden lassen. Bekannt ist, dass diese Genveränderungen je nach Tumorart stark variieren. Nur durch eine umfassende Analyse der genetischen Ausstattung einer bösartig veränderten Zelle können die komplexen Vorgänge der molekularen Krebsentstehung verstanden werden. Das BMBF und die Deutsche Krebshilfe ermöglichen gemeinsam, dass sich ein deutsches Forschungskonsortiums am „International Cancer Genome Consortium“ beteiligen kann. Beide Partner stellen zusammen rund 15 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung. Die Mittel der beiden deutschen Förderer fließen in einen Forschungsverbund zum Thema Hirntumoren bei Kindern. Diese Krebserkrankungen haben bei Kindern die höchste Sterblichkeitsrate. „Ziel ist es, die Erbinformation in den Tumorzellen von je 300 Patienten mit so genannten Medulloblastomen und Astrozytomen vollständig zu entschlüsseln“, so Professor Dr. Peter Lichter vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Lichter ist Sprecher des deutschen Verbundes. Die Ergebnisse sollen ein besseres Verständnis der biologischen und medizinischen Eigenschaften von kindlichen Hirntumoren ermöglichen, um neue und gezielte Therapien zu entwickeln.

Mit der Finanzierung des Projekts ergänzt das BMBF seine im Rahmen des Programms der medizinischen Genomforschung (Nationales Genomforschungsnetz, NGFN) laufenden Aktivitäten und baut diese international aus. Die Deutsche Krebshilfe fördert seit 35 Jahren wissenschaftliche Forschungsaktivitäten zum Thema Krebs. „Als private Organisation hatte die Deutsche Krebshilfe schon immer das Ziel, gemeinsam mit öffentlichen Trägern grundlegende und umfangreiche Projekte zu verwirklichen und somit Synergien zu schaffen. Das Gemeinschaftsprojekt ist ein hervorragendes, zukunftsweisendes Beispiel einer solchen Partnerschaft“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

Das deutsche Verbundprojekt ist am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg, an den Universitäten Heidelberg und Düsseldorf sowie am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin angesiedelt. „Die Wissenschaftler und Ärzte binden die Ergebnisse der Forschungsaktivitäten im Rahmen des ICGC in laufende klinische Studien ein, damit Krebs-Patienten möglichst rasch davon profitieren können“, sagt Nettekoven.

*) The International Genome Consortium (Hudson et al.): International network of cancer genome projects. Nature Vol 464, published online 15. April 2010; doi: 10.1038/nature08987

Projektnr.: 109252

Interviewpartner auf Anfrage!

Bonn, 15. April 2010

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 418689
 1410

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Beitrag zur internationalen Krebsbekämpfung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Krebshilfe e.V.

Stiftungsprofessur: Selbsthilfe im Fokus
Stiftungsprofessur: Selbsthilfe im Fokus
Neuer Lehrstuhl in Freiburg erforscht Arbeit der Krebs-Selbsthilfe Bonn/Freiburg (mas) – Besuche am Krankenbett und Gespräche mit Gleichbetroffenen, Onlineberatung, Gremienarbeit: Die Krebs-Selbsthilfe hat sich seit ihrem Bestehen in den letzten vier Jahrzehnten sehr stark entwickelt. Nicht nur in der Rolle des individuellen Beraters für Betroffene und Angehörige, auch in der Gesundheitspolitik ist sie ein wichtiger Akteur. Allerdings blieb die Erforschung der Selbsthilfearbeit bisher auf der Strecke: Wie wirken die Angebote der Selbsthilfe …
3,2 Millionen Euro für krebskranke Menschen
3,2 Millionen Euro für krebskranke Menschen
Zehn Jahre „Willkommen bei Carmen Nebel“ zugunsten der Deutschen Krebshilfe Berlin/Bonn (hg) – Bereits zum zehnten Mal präsentierte Carmen Nebel am vergangenen Samstag, dem 29. September, die ZDF-Spendengala „Willkommen bei Carmen Nebel“ live aus dem Velodrom Berlin. Mit großem Erfolg bat die Moderatorin bei ihren über 3,6 Millionen Zuschauern um Spenden für die Deutsche Krebshilfe. Unterstützt wurde sie dabei von zahlreichen prominenten Gästen. „Es ist wichtig, dass wir die Eltern auffangen. Sie brauchen den Austausch mit anderen Eltern, d…
01.10.2018

Das könnte Sie auch interessieren:

Alles Wichtige zum Thema Krebserkrankung – Aktuelle Informationen auf Optikur
Alles Wichtige zum Thema Krebserkrankung – Aktuelle Informationen auf Optikur
… besonders hohe Quote ist. Alles Wissenswerte rund den Krebs ist auf den informativen Seiten von Optikur kostenfrei abrufbar. Auch wenn es mittlerweile zahlreiche Ansätze zur Krebsbekämpfung gibt, sind diese mit vielen unangenehmen Nebenwirkungen verbunden. Dazu zählen die Chemo- und Strahlentherapie. Mit ihrer Anwendung wird zwar der Tumor bekämpft, aber …
Weltkindertag 2017: Einsatz für krebskranke Kinder
Weltkindertag 2017: Einsatz für krebskranke Kinder
… erklärt Grünewald. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt mit 671.000 Euro. „Die Forschung ist eines der wichtigsten Instrumente, um in der Krebsbekämpfung weiter voranzukommen. Nur über Forschungsarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse sind weitere Verbesserungen in der Therapie für krebskranke Kinder möglich“, betont Nettekoven. Hintergrundinformation: …
Bild: 40 Jahre Deutsche Krebshilfe - 40 Jahre am BallBild: 40 Jahre Deutsche Krebshilfe - 40 Jahre am Ball
40 Jahre Deutsche Krebshilfe - 40 Jahre am Ball
… Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Dabei machen wir aber auch deutlich, dass wir trotz aller Fortschritte auch in Zukunft vor vielen Herausforderungen in der Krebsbekämpfung stehen also weiter am Ball bleiben müssen.“ „Die Deutsche Krebshilfe wird sich auch in Zukunft auf allen Gebieten der Krebsbekämpfung für die Belange von …
Bild: Komplementärmedizin-Unternehmen Oncotherm erreicht 2010 bisher bestes GeschäftsjahrBild: Komplementärmedizin-Unternehmen Oncotherm erreicht 2010 bisher bestes Geschäftsjahr
Komplementärmedizin-Unternehmen Oncotherm erreicht 2010 bisher bestes Geschäftsjahr
… verweist Vertriebsleiterin Constanze Feißkohl auf die steigende Akzeptanz oncothermischer Verfahren in Europa und Übersee. Dabei schätzen Kliniken und Ärzte, die komplementärmedizinische Konzepte zur Krebsbekämpfung anwenden, Systeme und Vor-Ort-Know How der "Väter“ des Erfolges: Seit Januar 2011 hielten Prof. Dr. András Szász und Dr. Olivér Szász Vorträge …
Wiener Apeiron Biologics und Columbia University, USA, vereinbaren exklusiven Lizenzvertrag
Wiener Apeiron Biologics und Columbia University, USA, vereinbaren exklusiven Lizenzvertrag
… Columbia University in den USA, bekannt. Grundlage des Abkommens ist eine patentierte Technologie, die eine Hemmung von Cbl-b in T-Zellen zum Zweck der Krebsbekämpfung ermöglicht. Mit dem Abkommen erhält Apeiron die weltweit exklusiven Nutzungsrechte an dieser Technologie zur Entwicklung und Kommerzialisierung aktiver zellulärer Immuntherapien und baut …
Bild: Unbedingt missverständlich - sportkomplott.de begleitet die Tour de FranceBild: Unbedingt missverständlich - sportkomplott.de begleitet die Tour de France
Unbedingt missverständlich - sportkomplott.de begleitet die Tour de France
… 30.06.2009 - Die Tour de France, das drittgrößte Sportereignis der Welt, steht in diesem Jahr dem siebenmaligen Gewinner Lance Armstrong zu Ehren unter dem Motto der Krebsbekämpfung. Einem so hehren Vorhaben schließt sich das Sportportal sportkomplott.de gern an. Dass man dabei nicht alles so ernst nehmen muss, wie es durch den Ticker kommt, versteht …
Weltkindertag 2017: Einsatz für krebskranke Kinder
Weltkindertag 2017: Einsatz für krebskranke Kinder
… erklärt Grünewald. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt mit 671.000 Euro. „Die Forschung ist eines der wichtigsten Instrumente, um in der Krebsbekämpfung weiter voranzukommen. Nur über Forschungsarbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse sind weitere Verbesserungen in der Therapie für krebskranke Kinder möglich“, betont Nettekoven. Hintergrundinformation: …
Gemeinsam golfen – Gemeinsam helfen!
Gemeinsam golfen – Gemeinsam helfen!
… ein fester Bestandteil der deutschen Golfsportlandschaft ist, bietet den Teilnehmenden und den ausrichtenden Golfclubs die Möglichkeit, mit ihren Startgeldern und Spenden aktiv zur Krebsbekämpfung beizutragen. Im vergangenen Jahr wurde durch die Turnierserie eine Spendensumme von 340.000 Euro erspielt. Diese Unterstützung trägt mit dazu bei, dass die …
50 Jahre Deutsche Krebshilfe: Golfen gegen den Krebs!
50 Jahre Deutsche Krebshilfe: Golfen gegen den Krebs!
… Benefiz-Golfturnierserie anmelden.Die Deutsche Krebshilfe wird seit ihrer Gründung vor 50 Jahren vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger getragen. Alle bisherigen Aktivitäten zur Krebsbekämpfung konnten nur durch Spenden und freiwillige Zuwendungen der Bevölkerung realisiert werden. So konnte die Organisation auf vielen Gebieten der Krebsbekämpfung wichtige …
Bild: Ein halbes Jahrhundert gegen den KrebsBild: Ein halbes Jahrhundert gegen den Krebs
Ein halbes Jahrhundert gegen den Krebs
… Todesursache in Deutschland. 500.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu daran. Die Deutsche Krebshilfe wird sich auch weiterhin den dringenden Fragen in der Krebsbekämpfung annehmen“, sagte Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, bei der Jubiläumspressekonferenz der Organisation.Heute können die Hälfte aller erwachsenen Patienten und 4 …
Sie lesen gerade: Beitrag zur internationalen Krebsbekämpfung