(openPR) Seit 2003 veranstaltet die Volksbank im Frühjahr ihre drei Vertretergespräche. Hierzu werden alle Mitgliedervertreter der Volksbank persönlich eingeladen (je 75 Mitglieder ein Vertreter). Reichhaltig machten die Geladenen von ihrem Recht gebrauch und nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen an die Vorstände Josef Paul und Klaus Weber zu richten.
Zuerst berichteten die Vorstände über das abgelaufene Jahr 2009.
Herr Paul erläuterte sehr ausführlich die Entwicklung des VR-Mitgliederbonus im Hause. Die Zahlen konnten sich sehen lassen: Seit Einführung des Bonusprogramms konnten 1.935 neue Mitglieder bei der Volksbank begrüßt werden. Die Ausschüttung (Dividende inkl. Bonus) konnte um 28% gesteigert werden. Herr Paul wies auch auf die Veränderungen im Bonussystem seit 1.1.2010 hin. Aufgrund der steuerlichen Rahmenbedingungen wurde der Treuebonus gestrichen, dafür werden die regelmäßigen Geldeingänge doppelt bepunktet. Für jeden regelmäßigen Geldeingang werden nun 2 Punkte = 2 Euro gutgeschrieben. "Dies führt dazu, dass sich alle Mitglieder mit regelmäßigen Geldeingängen besser stellenâ" berichtete Herr Paul. Zum aktuellen Stand der Fusion mit der Volksbank Mainspitze eG konnte Herr Paul informieren, dass diese zum 1.1.2011 vorgesehen ist. Das neue Institut soll dann Volksbank Mainspitze eG heißen, der Sitz wird in Rüsselsheim sein. Die übernehmende Bank ist die Rüsselsheimer Volksbank eG. Der Vorstand und Aufsichtsrat wird aus den bisherigen Vorständen bzw. Aufsichtsräten beider Häuser bestehen.
Herr Weber berichtete zur Geschäftsentwicklung der Bank. In der Bilanzsumme gab es kaum eine Veränderung. Herr Weber erläuterte anschaulich die Ursprünge der Finanzmarktkrise am Beispiel Deutschlands. Aus seiner Sicht stellt die Entwicklung des Geldvermögens versus des Bruttoinlandsproduktes (BIP) eine Herausforderung dar. Das Geldvermögen ist deutlich stärker gewachsen als das BIP. Daraus lässt sich schließen, dass deutlich mehr Geld Anlage sucht als die Wirtschaft aufnehmen kann.
Es herrscht sozusagen Anlagenotstand. Dieses führt dazu, dass die Gelder, die Ertrag bringen müssen, in risikoreichere Anlagen investiert werden. Dadurch kann es zu den bekannten Auswüchsen kommen, die bei Platzen der Blase zu einem crashähnlichem Szenario führen können. Dieses konnte der Volksbank nicht wirklich etwas anhaben. Trotz der Finanzmarktkrise konnte die Rüsselsheimer Volksbank ein auf 6.999 T€ gestiegenes glänzendes Betriebsergebnis realisieren. "Das Geschäftsmodell der
Volks- und Raiffeisenbanken funktioniert", konstatierte Klaus Weber. Im Anschluss traten die Vorstände in den Dialog mit den anwesenden Vertretern. Diese interessierten sich noch für Details zu der anstehenden Fusion. Ein großes Thema stellte auch die Entwicklung der Innenstadt in Rüsselsheim dar. Man macht sich große Sorgen, ob das Opel-Forum umgesetzt wird oder nicht. Auch gab man den Hinweis, dass das bestehende Filialnetz auf alle Fälle bestehen bleiben solle. Der Vorstand entgegnete, dass derzeit keine Planungen für Filialschließungen bestünden.
Im Rahmen der Fusion würden nur die Stellen in Bauschheim, die unmittelbar nebeneinander liegen, zusammengelegt. Herr Weber betonte, dass der Service für unsere Kunden ganz besonders im Fokus stehe und sogar noch verbessert werden soll. Im Anschluss an die Diskussion lud die Volksbank noch zu einem kleinen Imbiss ein, bei welchem noch ausgiebig Gedanken ausgetauscht wurden







