(openPR) Zum ersten Mal stellt die Berliner Malerin Antje Neppach neue Werke in der EMERSON Gallery Berlin aus. Die Einzelausstellung trägt den vielschichtigen Titel „Ecce homo“ (wörtliche Übersetzung aus dem griechischen Urtext: „Siehe, der Mensch“).
Ihr Thema ist der Umgang der Gesellschaft mit Menschen, die Gewalt erfahren haben, mit ihrer Andersartigkeit und Anomalien, die sowohl in offensichtlicher als auch maskierter Form auftreten können. Die Folge, gänzlich unabhängig von den Ursachen, sind zumeist Ausgrenzung, Außenseitertum und Diskriminierung.
Antje Neppach malt Torsi oder Köpfe von Menschen, deren seelische Wunden, Stigmata und Verletzungen deutlich hervortreten.
Aus dem christlichen Kontext stammend (vor allem in Bezug auf Darstellungen von Christus als Schmerzensmann), wurde das Ecce-homo-Motiv im 19. und 20. Jahrhundert in seiner Bedeutung erweitert als Bild für das Leiden und die Entwürdigung des Menschen durch Gewalt und Krieg.
Antje Neppach geht es um menschliches Leiden an sich. Einfühlsam und mit großer Eindringlichkeit gelingt es der Malerin, dem Leiden psychisch oder physisch versehrter Menschen Ausdruck zu verleihen, ohne sie wie in einer Kuriositätenschau vorzuführen.
Vernissage: Freitag, 9. April 2010 von 19 - 22 Uhr
Dauer der Ausstellung: 10. April bis 22. Mai 2010
Öffnungszeiten: Dienstag Freitag 14-19 Uhr, Samstag 12-16 Uhr und nach Vereinbarung
Emerson Gallery Berlin
Gartenstr. 1
10115 Berlin
Tel: (030) 2404 7295
Fax: (030) 24047296
www.emerson-gallery.de (zurzeit im Umbau!)
Über das Unternehmen
Mit der EMERSON Gallery Berlin (EGB) eröffnete im Herbst 2003 ein neuer Schauraum im vitalen und weiterhin expandierenden Galerienviertel „MitteNord“, zwischen Torstraße und Invalidenstraße. Die EMERSON Gallery Berlin präsentiert zeitgenössische Kunst und stellt insbesondere gesellschaftsbezogene Positionen zur Diskussion, ohne medienspezifisch ausgerichtet zu sein.
Das Profil der Galerie des aus New York stammenden Inhabers Russell Radzinski richtet den Fokus auf Standpunkte zur Gesellschaft, die im Werk der vertretenen Künstler – neben einer starken künstlerischen Sprache - in unterschiedlichem Maße zu erkennen sind.
Einen wichtigen Standpunkt zur Gesellschaft stellt das Editionskonzept dar. Begleitend zu den regulären Ausstellungen entsteht jeweils eine Edition mit einer Auflage von bis zu 50 Exemplaren mit einem Preis von max. 400 Euro. Dadurch bieten wir auch neuen oder jungen Sammlern die Möglichkeit, anspruchsvolle Kunst zu einem moderaten Preis zu erwerben und die Auseinandersetzung mit Kunst im eigenen Umfeld zu fördern. Ferner bietet die Galerie mit den kürzeren Intermezzo-Ausstellungen (7 bis 14-tägig) jungen und bisher unbekannten Künstlern mitunter erstmalig ein öffentliches Forum. Diese Präsentationen finden bis zu vier Mal im Jahr zwischen den regulären Ausstellungen statt und werden in Katalogheften publiziert.
Das kulturelle Rahmen- und Veranstaltungsprogramm vertieft den Dialog mit dem Publikum und dient der Erörterung von Fragen, die durch die präsentierte Kunst aufgeworfen werden. Durch Podiumsgespräche, Performances oder Lesungen beispielsweise regen wir Gespräche zwischen Künstlern, Kunstliebhabern, Wissenschaftlern, Geschäftsleuten und Politikern an. Diesem Zweck dient auch das jährlich stattfindende Sommerfest internationaler Kunst mit wechselndem Länderschwerpunkt. Es ermöglicht einen intensiveren Einblick in das aktuelle internationale Kunstgeschehen, auch in den Bereichen Darstellende Kunst oder Musik.
Nicht zuletzt: Als Exklusivanbieter des Corporate Supporters Program (CSP) spricht EGB die Wirtschaft an und ermöglicht eine fruchtbare Zusammenarbeit und Wechsel-beziehung zwischen Wirtschaft und Kultur.
Die Galerie ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien e. V.
Künstler der Galerie
Steingrimur Eyfjörd, Thomas Gentner, Rolf Giegold, Ingrid Göttlicher, John Haney, Jaroslaw Kozlowski, Inge Mahn, Leonard Nimoy, Ann Noël, Benjamin Patterson, Pawel Polus, Frank Tornow, Emmett Williams