(openPR) Die meisten Ratgeber für Bewerber empfehlen eine offene, authentische Kommunikation. Die Ratgeberliteratur für Personalchefs rät jedoch meist zu Misstrauen und Kontrollstrategien. Dieses Paradox analysierte Privatdozent Dr. Stephan Voswinkel (Universität Frankfurt M.) in einer Studie.
"Der Vergleich zwischen Bewerber- und Einsteller- Ratgeber ist aufschlussreich. Denn während alle Bewerber-Ratgeber in irgendeiner Weise die Bewerbung als ´ideale Kommunikationssituation´ fingieren, um Authentizität und Verkauf zu harmonisieren, sprechen die Einstellungsratgeber eine klare Sprache: Ihnen geht es um um Authentifizierung der Bewerber, denen grundsätzlich erwünschtes Antwortverhalten und Verkaufsstrategie unterstellt werden, so dass ein Einsteller vor allem ´Fassadetechniken´ begegnen muss."
Der Soziologe warnt Bewerber vor der Illusion, durch die einschlägige und inflationäre Ratgeberliteratur gut auf das Einstellungsgespräch vorbereitet zu sein.
Stephan Voswinkel: "Bewerbungsratgeber - funktionale Authentizität und Verkauf der Arbeitskraft"
in: Petia Genkova (Hrsg.) "Erfolg durch Schlüsselqualifikationen?"
Pabst, Lengerich/Berlin, 332 Seiten, ISBN 978-3-89967-453-8











