(openPR) Im Herbst des vergangenen Jahres haben ANIGMA und 2be_die markenmacher mit gutem Erfolg eine neue Veranstaltungsreihe begonnen. Unter dem Slogan „Besser informiert entscheiden“ werden interessante Vorträge angeboten, die das Thema aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten. Ende letzten Jahres war es der Schwerpunkt Gefühle und Fakten. Dieses Frühjahr möchten wir die Frage nach der notwendigen Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt stellen.
Grundlage von Entscheidungen waren früher Wissen und Erfahrung. Heutzutage werden Daten und Informationen gesammelt, mit deren Hilfe entschieden werden soll. Der Entscheider als Jäger und Sammler von Daten. Doch die Datenmenge wird mittlerweile unüberschaubar. Die daraus gewonnenen Informationen werden immer mehr und damit die Entscheidungen immer schwieriger.
Überall werden Daten gesammelt. Wie bekannt, vergisst das Internet nichts. Nichts geht mehr verloren: Kein Blog, kein Tweed, keine Anfrage bei Google. Alles wird in gigantischen Datenbanken gespeichert. Damit wird es schwer für den Menschen, den Computer weiterhin zu beherrschen.
Trotzdem leben wir ständig in dem Gefühl, etwas zu verpassen, zu versäumen oder gar zu vergessen. Und da hilft uns kein Risikomanagement. Früher galt die höchste Dringlichkeitsstufe, wenn bei einem Arzt der Pager piepte. Heute hört man solch ein Signal ständig, man ist daran gewöhnt, gar verpufft es wirkungslos. Häufig haben wir überhaupt nicht mehr die Zeit allem nachzugehen, unsere Aufmerksamkeit ist einfach biologisch begrenzt. Das Gefühl etwas zu verpassen verstärkt sich und wird zur Teufelsspirale, wenn immer mehr Informationen zur Desinformation führen anstatt zu mehr Wissen.
Was bleibt ist der Mangel an Aufmerksamkeit bei jedem, der sich diesem Kreislauf nicht zu entziehen vermag. Und wenn der Trend zu Informationen in Echtzeit aus Twitter, Facebook, Google und all die anderen Netzwerken so exponentiell weiterwächst, wird die Vielfalt an Signalen und angeblichen Informationen zu einem ernstzunehmenden Problem. Der Wettstreit um die Aufmerksamkeit wird also zum zentralen Erfolgsfaktor unserer modernen Informationsgesellschaft.
Die Folge des Aufmerksamkeitsdefizits ist das Fehlen der Unterscheidung zwischen Wichtigem und Unwichtigem. Wir nehmen die wichtigen Signale und Informationen nicht mehr wahr, verarbeiten sie deshalb nicht mehr und können daraus kein Wissen generieren. Es wäre aber zu einfach sich zurückzulehnen und auf den Computer zu verweisen. Der Mensch darf sich nicht nur auf ihn verlassen, bzw. auf dessen richtige Programmierung.
Das hat uns die jüngste Vergangenheit gelehrt. Das lernt auch jeder, der seinem Navigationssystem blind vertraut. Schon mancher Fahrer ist in einem Acker gelandet….
Der Kampf um die knappe Ressource erhält eine neue, bisher völlig unterschätzte Dimension: Unsere Aufmerksamkeit.
Dieses Thema wird am 27.04.2010 ab 16:30 Uhr in den Räumen der ANIGMA GmbH & Co. KG in mehreren Vorträgen von unterschiedlichen Seiten dargestellt.
Den Flyer mit der Einladung und dem Anmeldeformular finden Sie zum Download unter http://www.anigma.de/unternehmen/veranstaltungen/aufmerksamkeit.html
Oder unter www.besser-informiert-entscheiden.de


















