(openPR) Voice-Over Übersetzungen ist eine audiovisuelle Übersetzungstechnik, bei der die Synchronisation über das Originalband aufgezeichnet wird, das im Hintergrund zu hören ist.
Diese Übersetzungsmethode wird besonders bei Dokumentationen und Nachrichtensendungen angewendet, in denen während Interviews von der Auslandssprache in die eigene Sprache übersetzt werden muss. In einigen Ländern, besonders aber in Osteuropa, wird sie häufig genutzt, um alle Arten von Filmen zu
Voice-Over Übersetzung von Filmen
Eine typische Voice-Over-Übersetzung wird in der Regel durch eine männliche Künstlerstimme vorgenommen. Das Originalband kann größtenteils mitgehört werden, was es dem Bearbeiter erlaubt, die Emotionen in den Stimmen der Schauspieler zu erfassen, sowie die musikalischen Auftritte mitzubekommen, falls im Film gesungen wird. In der Regel enthält die Synchronfassung nur ein Hauch von Emotion, weil viele Dolmetscher erklären, dass sie auf dem schmalen Grat zwischen klingend monoton und “überanstrengt" wandeln. Ein wesentlicher Nachteil einer solchen Synchronisation ist die Mehrdeutigkeit, welcher Charakter spricht zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Dolmetscher ändert gewöhnlich nur wenig seine Intonation, um zwischen den verschiedenen Teilnehmern eines Gesprächs unterscheiden zu können. Somit ist jeder Text, der auf dem Bildschirm erscheint, eine Auslegung des Interpreten.
Aufgrund der Ungenauigkeiten bei Simultanübersetzungen sowie wegen der Schwierigkeiten, die Fremdsprache, den Slang, die Idiome und die kulturellen Eigenarten zu verstehen, sind Übersetzungen mittels voice-over oft mit vielen Fehlern gespickt. Sehr deutlich wurde Dmitriy Putschkow in der Sache, wonach auf Simultanübersetzung für eine exakte Übersetzung verzichtet werden sollte. Im fieberhaften Bemühen um die Suche nach russischen Äquivalenten im Falle lexikalischer Lücken traten allerdings eine Vielzahl von Fehltritten durch die Dolmetscher auf, einschließlich solch erfahrener wie Mikhalev. Andere wiederum haben gemeint, dass durch Kreativität eines guten Interpreten der Film aufgepeppt werden kann, wenngleich es auch von der ursprünglichen Intention des Filmemachers abweicht.
In Russland
Auch bezeichnet als Gavrilov-Übersetzung oder einstimmige Übersetzung geht diese Technik auf Andrej Gavrilov zurück, einem der bekanntesten Künstler hier. Doch der Name bezog sich im Allgemeinen auf Ein-Stimmen-Synchronisation, die jedoch nicht unbedingt von Gavrilov selbst vorgenommen wurde. Im russischen Sprachraum ist diese Synchronisationsmethode allgegenwärtig, um Filme über Kabel-TV zu zeigen und Videos zu verkaufen. Besonders Raubkopien werden mitunter als zusätzliche Audio-Tracks auf DVDs angeboten, in Verbindung mit vielstimmigen Synchronisationen.
In den ersten Jahren der Breshnew-Ära war der Zugang zu ausländischen Filmen stark eingeschränkt. Goskino, das Staatliche Komitee für Kinematographie der UdSSR, ließ zahlreiche Westfilme lediglich hinter verschlossenen Türen aufführen, sie öffneten sich nur den Mitarbeitern der Filmindustrie, Politikern und anderen Mitgliedern der Elite. Diese Vorführungen wurden von Dolmetschern begleitet. Die Filme, in denen Humor, Idiome und sonstige sprachliche Feinheiten richtig zum Tragen kommen sollten, erforderten eine ganz spezielle Interpretation. Einige der produktivsten "Gavrilov Übersetzer" begannen ihre Karriere bei solchen Vorführungen, darunter Andrej Gavrilov selbst, aber auch Alexej Mikhalev und Leonid Volodarskiy. Ihre Dienste auch auf Filmfestivals, auf denen westliche Filme eine breitere Öffentlichkeit fanden, fanden zusätzliche Anerkennung
Mit dem Aufkommen von Videorekordern in den 1970er Jahren und dem darauf folgendem Boom beim Verkauf illegaler Kassetten als einzige Möglichkeit, an Westfilme heranzukommen, begannen jene Dolmetscher, ihre Stimme auch solchen Bändern zu leihen. Viele dieser Stimmen klangen ausgesprochen nasal, am meisten vorgeführt durch Volodarskiy. Was eine Legende aufkommen ließ. So hätten sich die Interpreten eine Nasenklemme aufgesetzt, um die Behörden irrezuführen. Sie hätten somit nicht an der Stimme erkannt und nicht verhaftet werden können. Doch Interviews mit vielen der Dolmetscher ergaben, dass dies nicht der Wahrheit entsprach, so dass die Behörden, meist auf einem Auge blind, ihr Interesse nun auf die Händler dieser Bänder richtete. Dies geschah in Ermangelung eines besonderen Gesetzes, das die Tätigkeit der Dolmetscher verbot und so konnten sie wegen ihrer illegalen Arbeit nur unter relativ geringfügigen Delikten belangt werden.
Die drei oben genannten Interpreten Gavrilov, Mikhalev und Volodarskiy waren die führenden Vertreter in der Film-Synchronisation in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Die Anzahl der Synchronisationen eines jeden von ihnen ging in die Tausende. Aus Zeitgründen und wegen des Wettbewerbsdrucks bei den Händlern, immer mehr neue Filme loszuwerden, wurde viele dieser Arbeiten als Simultanübersetzungen angeboten. Wann immer möglich bevorzugt es jedoch der Dolmetscher, die Filme zunächst ein paarmal anzuschauen, sich Notizen zu den schwierigsten Stellen und nur, wenn eine Synchronisation aufgenommen wird, welche es erlaubt, solche übersetzten Filme abzulehnen, die er nicht mag. Während jeder der Interpreten ein breites Spektrum von Filmen synchronisiert und ebenso viele Filmversionen aufgrund verschiedener Interpreten entstehen, sind die großen Namen in der Regel bereits in spezifische Filmgenres, dass sie außerordentlich bekannt sind.
Gavrilov zum Beispiel war in der Regel in Action-Filmen, darunter „Total Recall "und „Die Hard“ zu hören; Mikhalev spezialisierte sich auf Comedy und Drama, so bei „A Streetcar Named Desire“ und „The Silence of the Lambs“, während Volodarskiy, den man noch ehesten mit seiner nasalen Timbre in Verbindung bringen konnte, als mit einem bestimmten Genre, ist vor allem durch seine Vertonung von „Star Wars“ in Erinnerung [6].Unklar ist, warum der Begriff "Gavrilov-Übersetzung" auf Gavrilov zurückgeführt wird, ist doch Mikhalev der meistbeschäftigte dieser Dolmetscher gewesen. Erklären lässt sich dies nur damit, dass Gavrilov besonders populäre Filme synchronisiert hat. Weitere bedeutende Namen jener Zeit sind Vasiliy Gortschakow, Michail Iwanow, Grigoriy Libergal und Yuriy Zhivov.
Nach der Perestroika und dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Beschränkungen für westliche Filme aufgehoben. Für Kinofilme, Fernsehbeiträge und nicht zuletzt DVD-Veröffentlichungen wurden nun mehrstimmige Synchronisationen durch Berufsschauspieler produziert. Jedoch schürten Kabel-TV und die aufblühende Video-Piraterie die Nachfrage nach Synchronisationen à la Gavrilov. Diese Zeit ist gekennzeichnet durch einen deutlichen Rückgang in der Qualität der Synchronisationen, ebenso durch harten Wettbewerb unter den zahlreichen Piraterie-Unternehmen und durch den Mangel an akzeptablen Mitteln, die durch laienhafte Synchronisationen daheim im Hinterstübchen ersetzt wurden. [3]. Durch den Tod Mikhalevs 1994 und durch letzte Aufnahmen von einigen anderen erfahrenen Veteranen der Zunft, die alternative Wege gesucht hatten, wurde dieser Prozess verschärft. An ihrer Stelle traten inzwischen anerkannte Neulinge wie Alexey Medvedev, Petr Glants, Petr Kartsev, Pavel Sanayev, Sergey Vizgunov und der besonders berühmte Dmitry "Goblin" Putschkow. Letzterer ist besonders berüchtigt für seine unmittelbare Übersetzung von vulgären Ausdrücken als auch für seine alternativen "Funny-Übersetzungen" von Hollywood-Blockbuster.
Derzeit ist die Nutzung der (spöttisch genannt) Russischen Variante bei der Synchronisation umstritten. Während in zahlreichen Piraterieaufnahmen nicht gescheut wird, selbst Flüche wortwörtlich widerzugeben, haben Gavrilov, Mikhalev und Volodarskiy stets betont, dass eine russische Version mehr von Gefühlen geprägt ist, und nur ein geringer Teil akzeptiert die englischen Obszönitäten und in der Synchronfassung auch nur, wenn es für die Aussage des Films unbedingt notwendig ist.
In Polen
In Polen ist Voice-Over eine übliche Übersetzungsmethode. Obwohl es im Kino nach und nach von Untertiteln ersetz wurde, ist es im Fernsehen und bei DVDs allgegenwärtig (mit Ausnahme bei Produktionen für Kinder und besonders bei Animationen, die oft vollständig synchronisiert sind). Der Begriff Lektor („Leser") wird verwendet, um auf die Stimme des Künstlers und dessen Technik zu verweisen.
Unter den Polen ist voice-over ist die bevorzugte Form der Synchronisation. Die Einführung einer kompletten Synchronisation im polnischen Fernsehen führte zur Ablehnung und wurde letztlich nicht weiter verfolgt. [8] Bevorzugt werden Untertitel; einer Umfrage zufolge, die 2008 durchgeführt wurde besage, dass 19% der Polen die Umstellung auf die Untertitelung im Fernsehen befürwortet.
In Bulgarien
In Bulgarien ist Voice-Over Übersetzung üblich, aber jeder Film (oder Episode) wird in der Regel von mindestens vier Interpreten zum Ausdruck gebracht. Dessen Stimmen versuchen, sich der Originalstimme anzupassen und deren Intonation beizubehalten. Grund für diese Art der Übersetzung ist, dass im Gegensatz zu schnell übersetzten Passagen es keinen Grund gab, die Synchronisation der Stimmen mittels Lippenbewegungen des Darstellers, vom Original her nicht auszugleichen. Wenn im Film eine Weile lang nicht gesprochen wird, ist der ursprüngliche Ton zu hören. In jüngster Zeit sind weit mehr Filme in Bulgarien mit separaten Sprach-und Geräusch-und Musik-Tracks sowie einige Voice-Over-Übersetzungen auf den Markt gekommen, erstellt aber nicht zum Nachteil anderen Geräusche.
Ein Schauspieler liest immer die Übersetzung Besatzung Namen über Abspann der Sendung (außer, wenn es Dialoge über die Leistungspunkte).
Falls Sie Interesse haben oder eine Voice-Over Übersetzung benötigen, dann melden Sie sich bei Frau Doktor Nardina Alongi www.globale-kommunikation.net. Ihr Team ist gern bereit Ihre Wünsche zu verwirklichen.
Kontakt: Tel.: +49 (089) 72609739, Fax: +49 (089) 9982906876
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