(openPR) LASYS 2010: Neueste Lasersysteme sorgen für technologischen Fortschritt und steigern die Qualität in der Medizintechnik
16.03.2010 Hersteller moderner, medizinischer Instrumente und Implantate müssen enorme Herausforderungen meistern. Denn bei immer kleiner werdenden Strukturen sollen die Produkte höchsten Qualitäts- und Präzisionsansprüchen gerecht werden. Dazu zählen: einwandfreie Oberflächen, höchste Gratfreiheit, keine Materialrückstände. „Die besten Voraussetzungen bietet hier die Lasermikrobearbeitung, da sie berührungslos Material abträgt. Zudem verhindern beste Strahlqualität und exakte Dosierbarkeit der Energiezufuhr, dass sich wärmebeeinflusste Zonen ausdehnen oder Materialschäden entstehen ", sagt Mandy Gebhardt, Leiterin der Marketingabteilung der 3D-Micromac AG.
Auf der LASYS 2010, die vom 8. bis 10. Juni auf dem hochmodernen Stuttgarter Messegelände stattfinden wird, können sich Experten und alle, die sich für Lasertechnologien und -Anwendungen interessieren, von den Vorteilen des Lasers beim Einsatz in der Medizintechnik überzeugen. Doch das ist nur eines von zahlreichen Anwendungsgebieten, das die internationale Fachmesse für Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung aufgreift. Die LASYS setzt eigene Maßstäbe und versteht sich als material- und branchenübergreifende Fachmesse. Dadurch grenzt sie sich von der bestehenden Messelandschaft ab. Sie wird heuer zum zweiten Mal ausgerichtet. Das Präsentationsspektrum umfasst vor allem Laseranwendungen und Produktlösungen, Laser-Fertigungssysteme für die Mikro-und Makromaterialbearbeitung und für die Feinwerktechnik sowie zugehörige Komponenten.
Der Laser feiert dieses Jahr seinen 50ten Geburtstag. „Seine Anwendungsvielfalt und seine besonderen Fähigkeiten beim Schneiden, Schweißen und Beschriften, machen ihn zum unverzichtbaren Werkzeug für die Herstellung von medizintechnischen Produkten. Denn er arbeitet schnell und zuverlässig in konstant reproduzierbarer Qualität", erläutert Alexander Knitsch, Applikationsexperte für Laser in der Medizintechnik bei der TRUMPF GmbH und Co. KG. Weder Riefen, Rillen, Grate oder Furchen beeinträchtigten die Hygiene. „Lasergeschweißte Nähte, etwa an Endoskoprohren, haben eine porenfreie, glatte Oberfläche und die gleiche Biokompatibilität wie der Grundwerkstoff", berichtet Knitsch weiter. Und was Laserbeschriftungen an Instrumenten angehe, könnten ihnen, so der Experte, selbst hoch alkalische Desinfektionen und Hochtemperatur-Sterilisation nichts anhaben.
Das Laserschweißen wird in der Medizintechnik, insbesondere auch in der Dentaltechnik, schon seit mehreren Jahren genutzt. „Durch den Einsatz von Laserschweißgeräten lassen sich viele Schweißverbindungen mit Spezialmaterialien wie Neusilber oder Titan einfacher ausführen", hat Thomas Miczek, Verkaufsleiter vom DSI Laser-Service, dem Vertrieb für Laserschweißgeräte der AlphaLaser GmbH, erfahren. Auf der LASYS 2010 wird die AlphaLaser GmbH die neuste innovative Laser-Schweißgeneration ALS 100 als Handarbeitsplatz vorstellen, die sich durch eine optionale, spezielle Strahloptimierung auszeichnet und Laserstrahlendurchmesser von 0,02 mm bis 0,2 mm zulässt. Dadurch sind dünnwandige Materialien mit einer Wandung von 0,05 mm schweißbar und das Schmelzbad kann extrem dünn gehalten werden. „Außerdem erreichen wir durch schnelle Impulsfolgen von mehr als 20 Hz eine bessere Überlappung bei Schweißnähten, wodurch Schweißnahtfehler verringert werden. Durch die kürzeren Pausezeiten kühlt das Schmelzbad weniger ab und es ergibt sich eine durchgängigere Schweißnaht, die an der Oberfläche an die eines Continius-Wave-Lasers herankommt", erklärt Miczek weiter.
Gebhardt sieht weitere wichtige Anwendungsgebiete des Lasers im Bereich des Mikrobohrens etwa von Kanülen, Implantaten oder Filtersystemen, des Feinschneidens von Kathetern oder Klingen für die minimal-invasive oder Augen-Chirurgie oder auch des Mikrostrukturierens von Implantaten sowie des Mikrogravierens. Eines der Produkt-Highlights, das die 3D-Micromac AG auf der LASYS 2010 präsentieren wird, ist das Lasermarkiersystem microCODE, das speziell für die Innenmarkierung von transparenten Materialien gedacht ist. Die Kennzeichnung wird statt auf das Material, in das Material hineingeschrieben – zwei- oder dreidimensional. Dabei spielen Form und Gestalt der Symbole keine Rolle. Ebenso ist eine große Vielfalt an Materialien wählbar. Sowohl mineralische als auch organische Gläser können mit einer Innenglasbeschriftung versehen werden, ohne Partikel freizusetzen. Diese lässt sich sehr kontrastreich oder für das menschliche Auge unsichtbar gestalten. „Da die Beschriftung im Inneren liegt, ist sie vor sämtlichen Umwelteinflüssen geschützt. Es treten keine Abnutzungserscheinungen auf und die Information bleibt über die gesamte Lebensdauer des Produkts erhalten", meint Gebhardt.
TRUMPF wird auf der LASYS 2010 für zahlreiche Anwendungen in der medizintechnischen Fertigung die passende Strahlquelle präsentieren. Neben den gepulsten Lasern der TruPulse Serie zum Schweißen und der TruMark Serie zum Markieren, setzt nach Aussagen des Applikationsexperten die Medizinproduktebranche auch auf die Faserlaser der TruFiber Serie zum Schneiden filigraner Bauteile. „Möchten Anwender Mikrolöcher bohren, Stents schneiden oder strukturieren oder die Osteointegration von Implantaten verbessern", so Knitsch, „sind die Kurzpuls- und UItrakurzpuls-Laser der TruMicro Serie das Werkzeug der Wahl. Ihre energiereichen Pulse, die kürzer als 10 Pikosekunden sein können, ermöglichen eine besonders feine Bearbeitung von Materialien wie Metallen, Polymeren, Keramik oder Glas."
Nach Aussagen der Experten wird die Bedeutung des Lasers als Produktionswerkzeug in der Medizintechnik weiter zunehmen. Zu erwarten sind unter anderem: neue und noch schnellere Bearbeitungsverfahren etwa durch höhere Pulsrepetierraten, bessere Preisbildung bei gesteigerter Leistung, feinste Strahldurchmesser, weniger Nachbearbeitung an Bauteilen. Weitere zukunftsweisende Themen sowie neueste Innovationen und Systemlösungen rund um den Laser in der Materialbearbeitung wird die LASYS 2010 auf zirka 15.000 Bruttoquadratmetern in den Hallen der Neuen Messe Stuttgart präsentieren. Rund 200 Aussteller werden erwartet. Ein hochkarätiges Rahmenprogramm, das unter anderem durch die renommierten Stuttgarter Lasertage (SLT) sowie das 11. Internationale Symposium on Laser Precision Microfabrication (LPM) bereichert wird, sorgt für den wertvollen Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie. Die Erstveranstaltung der LASYS in 2008 zog bereits Besucher aus 30 unterschiedlichen Branchen an, was den branchenübergreifenden Charakter der internationalen Laserfachmesse kräftig unterstreicht.











