(openPR) Ausstellungseröffnung: Freitag, den 12. März ab 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 13. März bis 3. Mai 2010
Kristoffer Ardeña, geboren 1976 in den Philippinen, thematisiert in den letzten Jahren seiner künstlerischen Tätigkeit die Zusammenhänge zwischen menschlichem Verhalten und den kulturellen Traditionen in einer globalisierten Welt. Der Künstler greift gewöhnliche Situationen auf oder manipuliert Gegenstände aus dem alltäglichen Leben, die er wieder neu in Szene setzt. In der Ausstellung “In Place of Absence” sind verschiedene Gegenstände aus der deutschen Geschichte in das Zentrum seiner Aufmerksamkeit gerückt. Zu sehen sind transformierte Objekte, wie ein geschliffenes Stück der Berliner Mauer, eine Polizeiuniform kurz nach dem 2. Weltkrieg oder eine Deutsche Mark aus dem Jahr 1968, verformt durch die Straßenbahn der Torstrasse, ebenso die fotografischen Dokumente aufgenommen vor ihrer Manipulation. Ardeña setzt sich in seiner ersten Berliner Ausstellung mit dem Thema der Kulturvergänglichkeit und der Kulturbewahrung auseinander. Als Tourist besuchte er die Hauptstadt, nach der Wiedervereinigung im Jahr 1992, und verinnerlichte bei seiner Entdeckungsreise die damals vorherrschenden Umstände. Jetzt 18 Jahre später, zurück in Berlin, bemerkt Ardeña den gravierenden Wandel, welchen diese Stadt vollzogen hat. Obwohl am gleichem Ort, ergreift ihn ein Gefühl von Orientierungslosigkeit - für Ardeña kein neues Gefühl, denn als junger Mensch verließ er die Philippinen, um in Amerika, Luxemburg, Deutschland und Spanien zu studieren und zu leben. Bei seinem Besuch am Ende des letzten Jahres oberservierte er die geschichtsträchtigen Orte, wie Checkpoint Charlie oder das Stasi-Museum. Als Zeitzeuge der ersten Stunden reagiert Ardeña in der Ausstellung “In Place of Absence” nicht auf den Wandel der Stadt, sondern vielmehr auf die alltäglichen Güter und Produkte, den Überbleibseln damaliger Geschichte, die nun als Souvenirs an Touristen verkauft werden. Er wirft subtile Fragen auf, welche sich mit dem Gegensatz von Kulturvermarktung, Konservierung und Kulturrezeption auseinandersetzen.













