(openPR) Am 11. März 2010 um 19.00 Uhr wird der Schriftsteller Peter Fischer in den Courräumen des Köthener Schlosses aus Anlass der zwanzigjährigen Wiederkehr der Öffnung der innerdeutschen Grenze aus seinem Roman "Der Schein" lesen, der auch das Thema der Abendveranstaltung "Eine Jugend im geteilten Deutschland" variiert. Veranstalter ist die traditionsreiche, bereits 1617 gegründete "Fruchtbringende Gesellschaft", die sich in besonderer Weise der Pflege der deutschen Sprache annimmt. Ehrenmitglied ist u.a. der Dichter Reiner Kunze ("Die wunderbaren Jahre").
Über Peter Fischers Roman "Der Schein" (Ludwigsfelder Verlagshaus) schrieb ein Kritiker, dass "in der Flut der Neuerscheinungen Bücher" erschienen, die man nicht übersehen dürfe, auch "wenn sie nicht die Rückendeckung großer Verlage" besässen. Um so verdienstvoller, wenn sich die Gremien der "Fruchtbringenden Gesellschaft" für Fischers Roman entschieden. Im Roman wird die Jugend des Michael Sahlok in einer thüringischen Stadt beschrieben, der kurz vor Kriegsende seinen Vater verliert. Er fällt in Frankfurt/Main. Der Lebensgang der Hauptfigur wird dadurch inbesonderer Weise geprägt. Sie bringt ihn abseits und macht ihn zugleich scharfsichtiger für die ihn umgebende Welt. Er gerät dadurch fast zwangsläufig in das Räderwerk der Stasi, versucht zu fliehen, wird inhaftiert und freigekauft, um, Ende des ersten Bandes der Trilogie, an der Fischer noch arbeitet, in Frankfurt das Grab seines Vaters zu stehn.
Peter Fischer,(www.literaturhaus-bremen.de/site/literaturschaffende/detail.html?writer=3314) 1943 in Suhl geboren, Redakteur, Lyriker("Ananke"), geriet selbst in das Räderwerk der Stasi, wurde 1975 freigekauft und lebt zunächst im Westteil Berlins, später in Hambug und jetzt in Achim bei Bremen. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller (VS) und des Bremer Literaturhauses.
Dr. Eberhard Grünert











