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Schweineleichen in der Fußgängerzone

07.02.200509:44 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Schweineleichen in der Fußgängerzone
Passanten wurden mit ihren Opfern konfrontiert, hier zwei Schweinen aus einer
Passanten wurden mit ihren Opfern konfrontiert, hier zwei Schweinen aus einer "Qualitätsferkelzucht"

(openPR) Aktivisten der Initiative "Maqi - für Tierrechte, gegen Speziesismus" legten am Freitag die Leichen von vier Säuglingen, die in einer "Qualitätsferkelzucht" - einige unmittelbar nach der Geburt - gestorben waren, in der Offenbacher Fußgängerzone aus.


Die Passanten wurden so mit der Realität konfrontiert, dem Tod, den sie mit ihrem Konsumverhalten verursachen: Weltweit leben in diesem Augenblick fast eine Milliarde Schweine in Gefangenschaft, um spätestens in ein paar Monaten umgebracht zu werden, damit aus ihren Körperteilen "Schnitzel", "Schinken", "Braten", "Wurst", aus Knochen und Füßen "Gelatine" für Gummibärchen, Tortenguß oder Filmmaterial, aus den Überresten Nahrung für Hunde und Katzen, für "Pelztiere" wie Nerze sowie Dünger produziert werden können. Warten in der Todeszelle auf ihre Hinrichtung für das "Verbrechen", keine Menschen zu sein.

"Wie immer bei solchen Aktionen waren die Reaktionen der Passanten unterschiedlich. Viele waren betroffen, einige werden sicherlich ihr Verhalten überdenken", so Tanja Mueller von Maqi. "Manchen, vor allem Kindern, entfuhr beim Anblick der Tiere ein 'süß' - bis sie aufgeklärt wurden, daß diese ihretwegen gestorben sind." In nur einem Jahr konsumiert in Deutschland jeder Mensch durchschnittlich mehr als achtzig Kilogramm "Fleisch", wie die Leichen und Leichenteile schönfärberisch genannt werden. Auf die gesamte Lebensdauer hochgerechnet sind das 22 Schweine, außerdem sieben Rinder, zwanzig Schafe, sechshundert Hühner, dazu kommen unzählige Fische (deren Zahl nicht zu bestimmen ist, da die Opfer so wenig als Individuen gesehen werden, daß sie nur in Tonnen angegeben werden) und viele andere Tiere.

Bilder von der Aktion selbst, aus dieser und anderen Anlagen und Schlachthöfen und den Leichen in der Mülltonne sowie das Flugblatt zur Aktion: "Schweine - Opfer der Leichenfresser" sind im Internet unter www.maqi.de zu finden.

Ein gewöhnliches Schweineleben beginnt mit der - meist künstlichen - Besamung. Nach einer drei bis vier Monate dauernden Schwangerschaft werden etwa zehn bis zwölf Ferkel geboren. Sie verbringen noch sechs bis sieben Wochen bei der Mutter, die währenddessen so eingepfercht ist, daß sie nur aufstehen oder sich hinlegen kann, sich nicht von der Stelle rühren, geschweige denn umdrehen. Dann werden sie von der Mutter getrennt. Sie sind qualgezüchtet, so daß sie möglichst schnell zunehmen, ihnen wurden zusätzliche Rippen angezüchtet, um mehr "Koteletts" zu erhalten. Wenn sie im Alter von acht bis neun Monaten ihr "Schlachtgewicht" von etwa 112 kg erreicht haben, werden sie, falls sie so lange überlebt haben, umgebracht. Dies bedeutet weltweit eineinviertel Milliarden Tote pro Jahr. Die Mutter wird nach acht bis zwölf Schwangerschaften (jährlich zwei) und mit einem Gewicht von etwa einer viertel Tonne ebenfalls "geschlachtet". Die normale Lebenserwartung eines Schweins liegt dagegen bei 15 Jahren.

Entsprechendes gilt für viele Milliarden andere Tiere wie Hühner, Schafe, Rinder, Fische, Kamele, Enten und Gänse. Auch deren Gefangenschaft dient überwiegend dazu, ihre Leichen, Drüsensekrete, Eier zu verzehren, aus ihrer Haut Kleidung oder andere Gebrauchsgegenstände herzustellen und vielen anderen Zwecken.

"So wie es ethisch nicht vertretbar ist, elementare Rechte wie das auf Leben und Freiheit nur Menschen einer bestimmten ethnischen Gruppe, eines bestimmten Geschlechts oder Alters zuzugestehen, ist es ebenfalls inakzeptabel, solche Rechte nur auf Angehörige einer bestimmten Spezies zu beschränken", so das Fazit von Achim Stößer von Maqi. "Daher lebt, wer für all das nicht mitverantwortlich sein möchte, vegan".

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