(openPR) Dr. Hermann Hinsch, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bergwerks Asse, widerspricht im Blog des Debattenmagazins NovoArgumente der Forderung, den radioaktiven Abfall für viele Milliarden Euro aus dem Stollen herauszuholen. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) sollte der Kette fataler Fehlentscheidungen ein Ende bereiten, statt sich von Atomkraftgegnern einspannen zu lassen.
In der aktuellen Diskussion über den Umgang mit dem Atommüll im Versuchsendlager Asse werden drei Varianten diskutiert: Vollfüllung, Umlagerung und Rückholung. Obwohl vonseiten des Helmholtz-Zentrums München und der Entsorgungs- und Strahlenschutzkommission des Umweltministeriums Zweifel am Modell der Rückholung geäußert wurden, hält Umweltminister Röttgen diese bis zu 3,7 Milliarden Euro teure Variante zurzeit für die „beste Lösung“. Als Betreiber der Asse plädiert auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit ihrem Präsidenten Wolfram König für diese Option.
Der Physiker Hermann Hinsch äußert auf www.novo-argumente.com grundlegende Zweifel an dieser international beispiellosen Problemlösung. Der Autor des Buches Das Märchen von der Asse stellt infrage, dass von den Nuklearabfällen im Versuchsendlager eine große Gefahr ausgeht. Nicht nur, dass sich dort kein hochaktiver Abfall befinde, auch sei die natürliche Umgebungsradioaktivität vielfach höher als die Radioaktivität des eingelagerten Atommülls. Selbst wenn nach einer Schließung der Grube Wasser an die Oberfläche gelangen sollte, wäre dies „kein Grund zur Beunruhigung“.
Für den vorherrschenden „Strahlenaberglauben“ spiele dies allerdings offenbar keine Rolle. Hinter der Diskussion um die Asse stehe im Wesentlichen eine „Angstkampagne“ der Gegner der Endlagerung, argumentiert Hinsch in seinem Blogbeitrag „Atommülllager Asse: schließen statt räumen!“ (http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000276). Ein Blick nach Frankreich zeigt die Überreiztheit der deutschen Debatte: Dort werden vergleichbare Abfälle oberflächennah gelagert und kommen langfristig auch mit Wasser in Kontakt.
Mehr zum Thema Asse und Atomenergie im Dossier „Atomkraft“ auf www.novo-argumente.com.











