(openPR) An einem Freitagabend um 22:00 Uhr beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Die Autobahn A3 wird auf der Strecke Köln Mühlheim und dem Kreuz Leverkusen für 70 Stunden komplett gesperrt. Eine Eisenbahnbrücke aus den 30er Jahren wird erneuert. Jetzt muss jeder Handgriff passen. Alle Gewerke perfekt in einander greifen.
150.000 Fahrzeuge passieren den Verkehrsknotenpunkt täglich. Im Zuge der Erweiterung des Kölner Autobahnrings soll die Fahrbahn hier künftig um zwei Fahrstreifen verbreitert werden. Eine von insgesamt sieben Brücken auf der Strecke wird an diesem Wochenende ersetzt. Ein Projekt von intensiver Vorplanung und minutiösem Fahrplan während der einzelnen Bauphasen.
Auch das Dienstleistungsunternehmen eps gmbh gehört mit zum Team. Im Auftrag für die Schäfer-Bauten GmbH aus Ibbenbüren, liefert und verlegt eps insgesamt 3.000 m² mobile Fahrstrassen. Zum einen Box Panel, ein Schwerlastboden System aus Aluminium, zum anderen Stahlplatten.
Der Brückentausch erfolgt in zwei Teilabschnitten. Zunächst wird die alte Brücke zersägt und entfernt. Im Anschluss die neue installiert. Sie wurde vorab in zweimonatiger Arbeit direkt an der Autobahn zusammengeschweißt. Viele Tonnen Stahl, Schotter und Erdreich werden an diesem Wochenende bewegt. Ohne schweres Gerät nicht zu schaffen. Die neue Brücke ist 80 Meter lang und etwa 10 Meter breit. Der Koloss von 750 Tonnen muss über eine Strecke von 20 Metern an ihre endgültige Position transportiert werden. Der Höhenunterschied zwischen den Fahrbahnen erschwert das Projekt. Teile der Fahrbahn werden aufgeschüttet. Zusätzlich gilt es eine Steigung von 3% zu bewältigen. Die temporären Fahrstraßen von eps ebnen und befestigen den Weg für die Baufahrzeuge. Der eingesetzte Carmax der Firma Sarens s.a., bewegt sich zentimeterweise in Richtung Endposition. Die Panels von eps halten dem Gewicht des riesigen 12-Achsers mit samt seiner Ladung problemlos Stand. Die Schwerlastplatten sorgen für eine sichere Traktion und schonen gleichzeitig den Fahrbahnbelag der Autobahn.
Alles läuft nach Plan. Pünktlich zur Rush-Hour am Montagmorgen heißt es schließlich: Freie Fahrt für alle! Die neue Brücke ist für ICE & Co. befahrbar und die morgendliche Blechlawine passiert ungehindert die ehemalige Baustelle.













