openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Lizenzierte Spielerberater fordern mehr Rechte ein

14.01.201018:27 UhrSport
Bild: Lizenzierte Spielerberater fordern mehr Rechte ein
Warnt seit zwei Jahren vor den Konsequenzen des aktuellen FIFA-Spielervermittlerreglements: Rechtsanwalt und Spielerberater Dr. Thomas Steeger (Foto: Rolf Köppen).
Warnt seit zwei Jahren vor den Konsequenzen des aktuellen FIFA-Spielervermittlerreglements: Rechtsanwalt und Spielerberater Dr. Thomas Steeger (Foto: Rolf Köppen).

(openPR) Verschärfung der Lizenzvergabe oder völliger Verzicht auf Lizenzen – beim Thema Spielervermittler fährt der Fußballweltverband FIFA einen Zickzackkurs. Bleibt man bei dem Anfang 2008 in Kraft getretenen neuen Reglement, so wird selbst seriösen Beratern schon bald die Berufsausübung erschwert. Seit neuestem erwägt man in Zürich jedoch auch eine komplette Deregulierung des Marktes. Für den Duisburger Sportrechtler Dr. Thomas Steeger trägt beides nicht dazu bei, den seriösen Kern der Beraterbranche künftig besser vom Gros windiger Geschäftemacher abzugrenzen. Klar indes ist: Angesichts des jüngsten Fußball-Wettskandals sind wirkungsvolle Regeln heute wichtiger denn je.



Duisburg/NRW – Nur wenige Zeitgenossen dürften sich in den vergangenen zwei Jahren eingehender mit dem neuen Spielervermittlerregelement der FIFA beschäftigt haben als Dr. Thomas Steeger. Als lizenzierter Spielerberater ist der in Duisburg niedergelassene Doktor der Rechte aber auch unmittelbar davon betroffen. Beziehungsweise bedroht. Denn nach jetzigem Stand wären Steeger und ein Großteil der rund 250 anderen derzeit in Deutschland zugelassenen Spielerberater und -vermittler im Jahr 2013 auf einen Schlag ihre Lizenzen los. Mit entsprechenden Konsequenzen für alle Beteiligten. Denn das neue und vom DFB bis dato auch genau so übernommene Regelwerk des Fußballweltverbandes sieht vor, dass alle Spielervermittlerlizenzen nach fünfjähriger Laufzeit verfallen und per Prüfung neu erworben werden müssen – bei einer Durchfallquote von bis zu 90 Prozent will das aber erst einmal geschafft sein. Und damit fängt das ganze Dilemma überhaupt erst an.

SCHWACHSTELLEN IM NEUEN REGLEMENT

„Meldet man sich nicht zur erneuten Prüfung an oder besteht diese nicht, unterliegt man einem mindestens sechsmonatigen Berufsverbot, welches unter anderem gegen das Verfassungsrecht verstößt“, erläutert Steeger, der den DFB bereits seit dem Frühjahr 2008 wiederholt auf diese und weitere rechtliche Schwachstellen im neuen Reglement hingewiesen hat. Wenn es darum geht, vor den weitreichenden Folgen der Novelle zu warnen, zählt der 43-jährige Sportrechtler hierzulande zu den treibenden Kräften.

„Durch einen derartigen Kahlschlag verlieren viele Spieler, Trainer und Vereine von jetzt auf gleich ihre langjährigen Ansprechpartner und diese andersrum ihre Existenzgrundlage – oder aber die Zusammenarbeit wird illegal fortgesetzt“, führt Steeger weiter aus. „Beides kann und darf nicht im Sinne der Verantwortlichen sein.“ Zumal der Fußballsport heute ein hochkomplexer Wirtschaftszweig sei, der auf die Qualität und Kontinuität seriöser Beratung angewiesen ist. Hintergrund: Bereits jetzt sind weitaus mehr illegale als legale Spielervermittler am Milliardengeschäft Fußball beteiligt und sorgen immer wieder für negative Schlagzeilen. Und wie anfällig die Branche ist, zeigt der jüngste Fußball-Wettskandal, in welchen offenbar auch unseriöse Spielerberater verwickelt sind.

DFB UND FIFA SCHEINEN EINZULENKEN

Die Bedenken des „Reglementexperten wider Willen“ gegen die neuen Bestimmungen sind juristisch wohl nicht von der Hand zu weisen: Im Juni 2009 hat DFB-Justiziar Dr. Jörg Englisch seinem Duisburger Anwaltskollegen sowohl telefonisch als auch schriftlich grundsätzlich zugestimmt, dass die Neuregelung der Lizenzvergabe in der Tat problematisch sei. Derzeit suche man nach einer vom aktuellen FIFA-Spielervermittlerreglement „abweichenden Regelung im Bereich des DFB“, heißt es in Englischs Schreiben an Steeger. Und auf eine weitere Anfrage erhielt Steeger Anfang November 2009 aus Frankfurt die Auskunft, dass nun auch die FIFA eine Neufassung des Reglements prüfe.

„So erfreulich diese Entwicklung auch sein mag – bislang handelt es sich bei all dem aber lediglich um Absichtserklärungen“, resümiert der seit 1995 zugelassene Rechtsanwalt, der unter anderem den Freiburger Top-Torhüter Simon Pouplin und Trainerveteran Horst Köppel betreut. „Fakt ist, dass unterdessen rund zwei Jahre ins Land gezogen sind, ohne dass sich was Essentielles getan hätte. Langsam aber sicher läuft meinen Kollegen und mir die Zeit davon. Denn wenn sich nichts ändert, sind wir nach wie vor in drei Jahren erst mal unsere Lizenzen quitt.“ Seriösen Spielerberatern würde damit die Berufsausübung erheblich erschwert, meint Steeger kopfschüttelnd – und unseriösen Geschäftemachern noch mehr Spielraum überlassen. Besonders brisant daran: Das Lizenzierungsverfahren sollte ursprünglich für eine klare Trennlinie zwischen legalen und illegalen Spielervermittlern sorgen.

PROTESTE GEGEN FREIES SPIEL DER KRÄFTE

Und diese könnte künftig sogar ganz wegfallen. Denn neuerdings erwägt die FIFA sogar eine völlige Deregulierung des Spielervermittlermarktes. Ein betreffendes DFB-Schreiben liegt Steeger und den anderen in Deutschland zugelassenen Spielerberatern seit wenigen Wochen vor. „Sollte die FIFA ganz auf die Lizenzierung von Beratern und Vermittlern verzichten, so käme das einer Kapitulation vor einem – zugegebenermaßen – schweren Marktumfeld gleich“, betont Steeger. In Anbetracht der ohnehin schon großen Grauzone und immer dreisteren Machenschaften sei dies die denkbar schlechteste Lösung. Entsprechend eindringlich sind denn auch die Proteste renommierter Spielervermittlervereinigungen gegen das angedachte „freie Spiel der Kräfte“.

„Als größter Nationalverband hat der DFB eine internationale Vorbildfunktion“, schließt Steeger. Und wie jeder andere Nationalverband habe auch der DFB die Möglichkeit, ein eigenes, von der FIFA unabhängiges Lizenzierungssystem für Spielervermittler zu installieren, welches weiterhin sowohl die Interessen der Berater als auch die der betreuten Sportler und Vereine schützt. „Ich erwarte also, dass der DFB im Frühjahr 2010 eine vernünftige und für alle Beteiligten befriedigende Lösung vorstellt. Als lizenzierte Spielerberater haben wir jede Menge Verpflichtungen – nun aber ist es höchste Zeit, dass endlich auch unsere Rechte gestärkt werden. Auch im Sinne unserer Mandanten. Nur höchst ungern würde ich den unbefristeten Erhalt meiner Lizenz vor Gericht erstreiten müssen.“

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 387258
 2827

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Lizenzierte Spielerberater fordern mehr Rechte ein“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Dr. Steeger Sportmanagement

Bild: 50+1: Sportrechtler legt juristische Schwachstellen offenBild: 50+1: Sportrechtler legt juristische Schwachstellen offen
50+1: Sportrechtler legt juristische Schwachstellen offen
Die Bundesliga ist beileibe kein Armenhaus – und doch sind nach der WM 2010 wieder viele junge Topstars in vergleichsweise finanzkräftigere Ligen abgewandert. Ein Qualitätsverlust, der durch Altstars wie Raúl oder Ruud van Nistelrooy nur bedingt kompensiert werden kann. Um ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, erhoffen sich einige deutsche Vereine daher eine Abschaffung der hierzulande geltenden „50+1-Regel“. Diese sichert ihnen zwar eine Stimmenmehrheit gegenüber Kapitalanlegern zu, verhindert nach Ansicht des S…
20.04.2011
Bild: Spielervermittler weiterhin Feindbild Nr. 1Bild: Spielervermittler weiterhin Feindbild Nr. 1
Spielervermittler weiterhin Feindbild Nr. 1
Die FIFA kommt einfach nicht zur Ruhe. Erst geraten zwei Mitglieder des FIFA- Exekutivekomitees in Verdacht, im Zuge der WM-Vergabe 2022 ihre Stimmen gegen Bares angeboten zu haben, und dann deckt das Kicker-Sportmagazin Ende Oktober 2010 auch noch einen handfesten Skandal rund um die DFB-Spielervermittlerprüfung auf: So sollen Lizenzanwärter die Antworten vorab über einen Mittelsmann aus der Spielerberaterbranche „kaufen“ können. Die undichte Stelle ist aber möglicherweise ganz woanders zu suchen … Als lizenzierter Spielerberater ärgert sich…
18.11.2010

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: "Tanis Spielervermittlung“ legt Schwerpunkt auf kulturelle KommunikationBild: "Tanis Spielervermittlung“ legt Schwerpunkt auf kulturelle Kommunikation
"Tanis Spielervermittlung“ legt Schwerpunkt auf kulturelle Kommunikation
Seit April 2007 führt Necdet Tanis in Moers eine offizielle, vom DFB lizenzierte Spielervermittlung. Dabei greift der Spielerberater auf ein internationales Netzwerk aus fachkundigen Scoutern und ausgewiesenen Fußballexperten zu, die die Vereine, Spieler und Begebenheiten vor Ort sehr gut kennen. “Die Basis meiner Vermittlertätigkeit besteht in der Kommunikation“, …
Bild: EIN BÄRENDIENST FÜR DIE BRANCHEBild: EIN BÄRENDIENST FÜR DIE BRANCHE
EIN BÄRENDIENST FÜR DIE BRANCHE
… juristisch höchst bedenklich ist und zudem negative Folgen für Spieler und Vereine hat. Bereits seit mehr als einem Jahr hat der FIFA- und DFB-lizenzierte Spielerberater den DFB wiederholt auf diese Problematik hingewiesen. Offenbar mit Erfolg. Denn allmählich scheinen Zwanziger & Co. einzulenken. >>> Duisburg/NRW – „Ich kann bis heute nicht …
Bild: Neues RE/MAX Franchise Recht in DarmstadtBild: Neues RE/MAX Franchise Recht in Darmstadt
Neues RE/MAX Franchise Recht in Darmstadt
… Consultant in der Vergabe weiterer Franchise Rechte unterstützen. Bei RE/MAX sind die Makler selbstständig – und doch nicht allein – tätig, das bedeutet: Der lizenzierte Immobilienmakler schließt sich einem bestehenden RE/MAX-Büro an. Die Broker/Owner nehmen ihm notwendige Backoffice-Leistungen ab und stellen ihm für einen Kosten-Beitrag ein professionelles …
Bild: 50+1: Sportrechtler legt juristische Schwachstellen offenBild: 50+1: Sportrechtler legt juristische Schwachstellen offen
50+1: Sportrechtler legt juristische Schwachstellen offen
… wirtschaftlich florierende Bundesligavereine wie der FC Bayern München könnten da auf Dauer nicht mithalten, befürchtet der 45-jährige Doktor der Rechte, Steuerberater und DFB-lizenzierte Spielerberater, dessen Agentur Dr. Steeger Sportmanagement neben Spielern und Trainern auch diverse Vereine betreut. „Nostalgikern mag das nicht gefallen, aber der Fußball ist …
Neues Portal für das Sportstudium – studium-fuer-sportler.de
Neues Portal für das Sportstudium – studium-fuer-sportler.de
… Seite ab. So können hier zum Beispiel weiterführende Informationen zu der Sporteignungsprüfung für das Sportstudium gefunden werden oder auch Informationen rund um den DFB-Spielerberater und der dazu nötigen Lizenz. Auch eine Übersicht mit renommierten Universitäten, Fachhochschulen und Akademien wird gegeben. Hier ist des Weiteren auch das jeweilige …
Bild: JENSEITS DER GRAUZONEBild: JENSEITS DER GRAUZONE
JENSEITS DER GRAUZONE
Der DFB- und FIFA-lizensierte Spielerberater Dr. Thomas Steeger aus Duisburg setzt sich erfolgreich für die Interessen von Fußballspielern und Trainern ein. Als Rechtsanwalt und Steuerberater steht bei ihm die seriöse, unabhängige Betreuung im Vordergrund. Und dies hebt ihn von den vielen Schwarzen Schafen der Branche ab. Duisburg/NRW – „Etwa jeder dritte …
Bild: Spielervermittler weiterhin Feindbild Nr. 1Bild: Spielervermittler weiterhin Feindbild Nr. 1
Spielervermittler weiterhin Feindbild Nr. 1
… Oktober 2010 auch noch einen handfesten Skandal rund um die DFB-Spielervermittlerprüfung auf: So sollen Lizenzanwärter die Antworten vorab über einen Mittelsmann aus der Spielerberaterbranche „kaufen“ können. Die undichte Stelle ist aber möglicherweise ganz woanders zu suchen … Als lizenzierter Spielerberater ärgert sich der Duisburger Rechtsanwalt und …
Bild: Ditzinger Start-up sorgt für mehr Transparenz in der Spielerberater-BrancheBild: Ditzinger Start-up sorgt für mehr Transparenz in der Spielerberater-Branche
Ditzinger Start-up sorgt für mehr Transparenz in der Spielerberater-Branche
Das Start-up Unternehmen Blue Arena UG aus Ditzingen möchte mit der Spielerberater-Plattform myplayeragent.com mehr Transparenz in die teilweise verrufene Branche der Spielerberater bringen und damit Nachwuchs- und Profisportlern helfen. Ditzingen, 19.10.2019 – In den Medien werden Spielerberater oft als unseriös und gierig gezeigt. Dies wird durch intransparente …
Bild: Mehr Transparenz in der SpielerberaterbrancheBild: Mehr Transparenz in der Spielerberaterbranche
Mehr Transparenz in der Spielerberaterbranche
Der DFB-lizenzierte Spielerberater, Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Thomas Steeger hat im Frühjahr 2010 den Internetauftritt seiner Duisburger Agentur Dr. Steeger Sportmanagement relauncht und dabei weiter ausgebaut. So verfolgte die Rundumerneuerung der Webpräsenz gleich zwei zentrale Ziele: Um den zunehmenden internationalen Aktivitäten Steegers …
Bild: Sündenfall im eigenen HausBild: Sündenfall im eigenen Haus
Sündenfall im eigenen Haus
Die gescheiterten Vertragsverhandlungen zwischen der Entourage um Bundestrainer Joachim Löw und dem DFB bergen aus Sicht des Duisburger Spielerberaters, Rechtsanwalts und Steuerberaters Dr. Thomas Steeger zusätzlichen Sprengstoff. Denn der Zwist mit Teammanager Oliver Bierhoff hat die Verantwortlichen in Frankfurt in ein neues, öffentlich bislang kaum …
Sie lesen gerade: Lizenzierte Spielerberater fordern mehr Rechte ein