(openPR) Düsseldorf, Januar 2010 - 2009 stand ganz im Zeichen des neuen PUR Albums „Wünsche“, das bereits im September veröffentlicht wurde und der Hallentournee im November/ Dezember ihren Namen gab. In 12 Großhallen mit einer Kapazität von 10.000 – 20.000 Plätzen präsentieren PUR Frontmann Hartmut Engler und seine Band neue Songs aus dem aktuellen Album und ein klassisches Repertoire aus der Historie der Band mit Titeln wie „Abenteuerland, Funkelperlenaugen und Irgendwo in dieser Welt“. Technischer Veranstaltungsdienstleister für Rigging, Ton und Licht war SIRIUS Showequipment aus Niederdorfelden, das Projektmanagement vor Ort verantwortete PA- und Systemtechniker Frank Müller. Für das perfekte Zusammenspiel von FOH- und Monitor Mix an zwei DiGiCo SD7 sorgten Patrick Eckerlin und Dirk Happel.
PUR sind seit über 25 Jahren bekannt für ihre Live Performance und vertrauen auf das bewährte Zusammenspiel mit SIRIUS. Der bekannte Eventdienstleister konzipiert seit vielen Jahren für PUR die professionelle Produktionstechnik für die jeweiligen Spielorte, stellt die Techniker Crew zusammen und supportet den Auf- und Abbau. Nachdem die Schwaben circa ein Jahr an ihrem „Wünsche“- Album gearbeitet haben, konnten Frontmann Hartmut Engler, Ingo Reidl (Keyboarder), Roland Bless (Sänger und Gitarrist), Joe Crawford (Bassist), Rudi Buttas (Gitarrist) und Martin Ansel (Gitarrist und Produzent) den ersten Teil ihrer Tour erfolgreich abschließen – unterstützt von Martin „Stöcki“ Stoeck (Schlagzeuger) und Cherry Gehring (Keyboarder und Sänger).
Für die PUR Konzerte wurde extra ein hochmodernes Bühnenkonzept mit einer quadratischen Mittelbühne ausgearbeitet, dessen Seitenstege der Band mehr Nähe zu den Fans ermöglichten. Lichtdesigner Günter Jäckle entwickelte ein optisches Feuerwerk, angefangen mit einem LED Bühnenboden, der zugleich als integrierte Leinwand diente und gleichzeitig originelle Beleuchtung für die Band war, bis hin zu einer Pyro-Show mit Überraschungen bei den Gigs. Vier bewegliche Screens oberhalb der Bühne spiegelten mit dem Boden spektakuläre Light-Show-Effekte oder überdimensionale Live-Bilder von PUR während ihrer Show.
Rechts und links im Rigging befand sich das von den PA- und Systemtechnikern Frank Müller und Klaus „Bob“ Bolender traubenförmig angeordnete PA System mit einer 360° Beschallung, um hörtechnisch ein möglichst breites Coverage für die Zuschauer zu erzielen, ohne deren Sicht einzuschränken. Auf der Bühne kamen mit einer Kombination von LE 12 und LE 2100 Boxen die Monitorlautsprecher von Martin Audio zum Einsatz.
Frank Müller, SIRIUS Projektmanager, plant schon das nächste gemeinsame Projekt: „Im Sommer 2010 gehen PUR erneut auf Tour und krönen ihr „Wünsche“-Jahr mit der Bespielung von Locations unterschiedlicher Größenordnung. Dann sind auch Orte eingeplant, in denen die Band schon seit längerer Zeit nicht mehr zu Gast war. Den Abschluss dieser Konzertreise bildet ein Auftritt am 4. September 2010 „auf Schalke“ mit einem spannenden Update des legendären „PUR & Friends“ Auftrittes. Wir erarbeiten jetzt schon die technische Umsetzung für das Rigging, Licht- und Soundequipment der Open Air Veranstaltungen und setzen dann wieder auf die bewährte „Mischkultur“ der DiGiCo SD7.“
Für die gerade frisch beendete Tour wurde ein geschlossenes System aus zwei DiGiCo SD7 sowohl im FOH als auch im Monitoring verwendet. Frank Müller hat zusammen mit Patrick Eckerlin, dem Mann bei PUR am FOH, und Sound Engineer Dirk Happel, zuständig für den Monitoring Mix, das Beschallungskonzept für die Tour entwickelt.
Patrick Eckerlin arbeitet mit der SD7, seitdem sie in den Markt gelauncht worden ist und reflektiert seine Arbeit mit der High End Konsole: „Die SD7 war Dreh- und Angelpunkt für alles, was im Audiobereich bei PUR entscheidend war. Dirk und ich haben 2 Stage Racks, die jeweils mit 56 Inputs bestückt waren, eingesetzt. Alle relevanten Inputs von der Band waren auf das 1. Stage Rack gepatched. Mit Concert Online haben wir jede PUR Show mitgeschnitten, so dass ich immer einen Madistream aus allen wichtigen Bühnensignalen sowie den von mir erstellten trockenen und Effekt-Summensignalen von meiner SD7 Konsole an den Ü-Wagen geschickt habe. Dieser Mitschnitt ging direkt nach der Show als USB Stick in den Verkauf. Zusätzliche Kanäle wie Klicks, Talkback, Zuspieler von der Pyrotechnik, etc. wurden dann über das 2. Stage Rack gepatched. Weitere Zuspielgeräte, wie meinen Mac, CD-Player oder AV habe ich direkt über die internen In- und Outputs der SD7 verkabelt. Insgesamt konnte ich über circa 80 Inputkanäle auf meiner SD7 verfügen.“
Dirk Happel wirft ein: „Die Entscheidung von DiGiCo für MADI finde ich sehr gut, es gibt wirklich viele Geräte, die mit diesem Standard arbeiten, bis hin zu Intercom Systemen, die man so einfach einbinden kann.“
Eckerlin fährt fort: „Für PUR habe ich speziell die E-Gitarren und die Backing Vocals noch einmal doppelt aufgelegt, um das Klangbild noch besser ausfüllen zu können. Das Ergebnis waren insgesamt 9 anstelle von "nur" 3 Backing Vocal-Kanälen!!! Diese waren dann im Panorama in einem sehr breiten Stereobild angelegt. Die 4fach aufgelegten Gitarrenkanäle habe ich für die Soloparts genutzt, zumal ich die doppelt gepatchten Kanäle auch mit dem Input Delay noch leicht verzögert konnte. Bei einigen Kanälen (Gitarren, Bass, Orgel, etc.) habe ich die Röhrensimulation verwendet, was es in der Form bei Digitalpulten noch nicht gab. Intern habe ich 12 Effektmaschinen der SD7 eingesetzt, die von 4 Maschinen des Lexicon 960L erweitert wurden. Den 960er habe ich über die AESEBU Schnittstelle digital in die Konsole integriert. Da in den Arrangements von PUR sehr viele Delays auf diversen Pianoparts vorkommen, konnte ich alle Effekte dafür über die SD7 programmieren und diese über die interne Kommunikation, Stichwort „MADI“, zu Dirk schicken.“
Dirk Happel vervollständigt: „Ich habe Patricks Delays, so wie er sie gefahren hat, in das InEar der Musiker eingespeist, damit auch der Künstler auf der Bühne mit den programmierten Effekten spielen konnte. Eine Option, die für das Spielgefühl von Ingo Reidl, dem Keyboarder und Komponist von PUR, einen enormen Vorteil brachte, da er den Luxus hatte, auch auf der Bühne im Monitorsound die Delays zu hören und mit ihnen zu spielen.“
„Am Ende kam ich auf insgesamt ca. 110 Inputkanäle, die es auf der SD7 zu verwalten galt. Die Funktion "assign" bzw. "unassign" Fader sind für die Verwaltung und Anordnung so vieler Kanäle ein Feature, das ich nicht mehr missen möchte. Eines meiner Lieblingsfunktionen!!!“, begeistert sich Patrick Eckerlin.
Dirk Happel schildert seine DiGiCo Perspektive aus der Monitoring Position. Der Mix auf der SD7 ist dank des intuitiven Bedienkonzeptes für ihn eine einfache Angelegenheit: „Man kann sich Kanäle so auf die Oberfläche legen, wie man sie zum Arbeiten braucht und zwar alle, Eingänge, Ausgänge, Effekte, DCA, was auch immer. Einmal angelegte Kanäle bleiben erhalten, auch wenn man diese aus der Bedienoberfläche entfernt, einfach phantastisch!!! Ein weiterer Pluspunkt ist der hervorragende Klang der Konsole. Unweigerlich drängt sich der Vergleich mit analogen Konsolen eines anderen englischen Herstellers auf…
Wichtige Besonderheiten in der SD7 sind für mich die Multibandkompressoren, die dynamischen EQ's und die Röhrensimulation in jedem Kanal, rein wie raus, die zusammen mit den 31Band EQ's externe Geräte überflüssig machen. Sehr gut gefällt mir die Option, sogenannte Makros zu erstellen. Hiermit kann man praktisch jede Funktion des Pultes oder Kombinationen von Funktionen mit einem einfachen Tastendruck auslösen oder verändern. Eine hilfreiche Besonderheit im Monitoring war für mich die Möglichkeit, auf die Masterfader auch Eingangskanäle zu legen. Diese bleiben in der Kanalebene, auch wenn man den Rest des Pultes in eine AUX-Ebene umschaltet. Praktischer Nutzen: Ich konnte Atmo-Mikrofone in Mixen fahren, ohne diese Mixe aufrufen zu müssen oder zwangsläufig in die Kanalebene zu wechseln.“
Dirk Happel war mit seiner SD7 Konsole Master über Gain, Phantomspeisung und im Full Controll Modus, was die beiden Stage Racks angeht. FOH und Monitorkonsole waren in einem optischen Glasfaserring verbunden. Patrick Eckerlins SD7 war per MADI mit einem Mini-Rack für die lokale Ausspielung verknüpft, über das er die 6 Outputs für die Beschallungsmatrix ausspielte und den verschiedenen Produktionsbereichen diverse In- und Outputs für Summen jeglicher Art zur Verfügung stellen konnte: Mono- und Stereo-Summen für EB und TV Teams, Recording Summen für die Videoabteilung, Mono-Summen als Abhörmöglichkeiten diverser Endabnahmen, z.B. Licht, Pyro-Technik, etc. Im Mini-Rack waren auch die 8 Kanäle AESEBU für den 960er drin. Als weiteres Special hat Eckerlin über einen definierten AUX Weg das Signal an die LED Abteilung gesendet, die diesen Input als Triggersignal für den LED Boden verwenden konnte. So wurden entsprechende Grafiken auf dem LED Boden z.B. exakt zu einem Bass Drum oder zu einzelnen Snare Schlägen genutzt.











