(openPR) Der Horror für jeden Holzfußbodenbesitzer sind klaffende Fugen und Rillen im Boden. Wenn man einen Massivholzboden kauft, sollte man wissen, wo dieser produziert wird. Qualitätssicherung bis zur Verlegung beim Kunden erfordern ein ausgezeichnetes Produktions-Know-how und jahrzehntelange Erfahrung beim Kunden. Nur Massivholzböden, die mit höchster Präzision in der Holzfeuchte sortiert und anschließend in den Profilanlagen getrimmt werden, können in höchster Passgenauigkeit und ohne Fugenbildungen verlegt werden. Schief geschnittene Dielen, die sogenannten „Bananen“, findet man öfter im Holzdielenbereich als bei Parkettböden, denn bei den langen, massiven Dielen ist ein sauberer, exakter Schnitt schwieriger zu bewerkstelligen, als bei kürzeren Parkett-Stücken.
Ein wesentlicher Grund, warum Massivdielen unerwünschte Krümmungen aufweisen, ist deren Verarbeitung, genauer die Profilierungsmaschine. Normale Schiffböden z.B. werden meist gehobelt und durch die Profiliermaschine geschoben. Das Geheimnis schnurgerader, exakt geschnittener Dielen liegt darin, die Bretter durch den gesamten Profilierungsprozess zu ziehen, dadurch kann die Fase der Dielen maximal klein ausfallen. „Bei der Profilierung muss man darauf achten, dass die Vorschubgeschwindigkeit gering ist. Seitlich sollten sämtliche Kanten vorgesägt und die Profile dann gefräst werden, das erhöht die Bearbeitungsqualität enorm“ erklärt Manfred Golob, Betriebsleiter der Leitinger feel wood GmbH in Wernersdorf. „Diese Art der Bearbeitung können nur speziell angepasste Parkettmaschinen leisten. Normale Hobelautomaten sind dafür nicht geeignet.“ Dass sich die Investition in Technologie und modernste Maschinen schlussendlich bezahlt macht, davon ist feel wood-Geschäftsführer Ing. Christian Dornbusch überzeugt.
„Sitzt, passt, wackelt nicht und hat keine Luft“
„Dielenböden bzw. Schiffböden hatten leider einen nicht allzu guten Ruf. Einerseits durch die Probleme nach der Verlegung, da die Schiffböden mit einer Holzfeuchte von durchschnittlich 12% ausgeliefert werden, und dadurch eine gewisse Lebendigkeit nach dem Einbau unvermeidlich ist, und andererseits durch die unsaubere Schnittlinie. Fugen waren da vorprogrammiert“, so Dornbusch. Dass das nicht immer so sein muss, weiß er selbst am besten. Als Geschäftsführer der im August gestarteten Leitinger feel wood GmbH, die aus der ehemaligen Holzindustrie Leitinger entstanden ist, ist er darauf bedacht, dass seine Massivholzdielen perfekt in Form sind. „Der bekannte Heimwerkerspruch „Passt, sitzt, wackelt und hat Luft“ müsste durch „wackelt nicht“ und hat „keine Luft“ korrigiert werden“, betont Dornbusch mit einem Lächeln. „Dielenboden ist nicht gleich Dielenboden. Unsere Massivholzdielen sind dem Parkett, was Präzision und Qualität angeht, sehr ähnlich und haben mit dem normalen Schiffboden nichts mehr gemein.“ Jedes Brett wird vor der Profilierung über die ganze Länge hinsichtlich der Holzfeuchte zu 100% vermessen, und nur das Brett, das die übliche Zielfeuchte von 9% mit 1% Toleranz auch über die gesamte Länge einhält, wird auch in die Produktion zugelassen. Der Rest wird ausgestoßen. Auch was die Verlegung angeht, unterscheiden sich FeelWood Böden zu Schiffböden. Denn letztere müssen mit einer Balkenlage vernagelt werden. Bei feel wood können die Dielen mit Nut und Feder neben der klassischen Verlegetechnik wie Nageln, Verschrauben oder Verkleben auch auf Klammern („schwimmend“) verlegt werden – mit einem perfekten, fugenlosen Ergebnis. Einige Holzarten eignen sich auch sehr gut für die Verlegung auf Fussbodenheizungen.













