(openPR) Leipzig, den 17.12.2009 - Institution: Akademiengruppe Altern in Deutschland
Altern in Deutschland – Alterndes Deutschland: Wir werden immer älter und im Alter immer mehr. Schon im Jahr 2030 werden mehr Menschen über 65 Jahre alt sein als darunter. Ein in 2050 geborenes Mädchen wird durchschnittlich 100 Jahre alt werden. Was bedeutet das?
Entgegen gängiger Vorurteile sind ältere Menschen bei entsprechender Arbeitsorganisation nicht weniger produktiv als jüngere, sie sind lernfähig und neuer Technik aufgeschlossen. 60-Jährige Menschen sind heute biologisch rund fünf Jahre jünger als es die Generation vor ihnen war. Alle Befunde über das Altern des Menschen zeigen: Lebensweise und Leistung heutiger Älterer haben nichts mehr mit dem Altsein um 1950 gemein.
Um die im letzten Jahrhundert dazu gewonnenen 30 Lebensjahre jedoch voll ausschöpfen zu können und sie nicht nur als ein unerwünschtes Anhängsel am Ende des Lebens zu betrachten, muss sich jedoch einiges ändern, allem voran unsere Vorstellung vom Alter. Viele der historisch überlieferten und
gegenwärtig noch wirksamen Altersbilder werden der Wirklichkeit nicht mehr gerecht. Aber auch die auf das Leitbild Freizeit und Konsum ausgerichteten Bilder sind zu einengend. Sie ignorieren den Zugewinn an
Lebenserwartung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit auch im fortgeschrittenen Alter. Sie übersehen die zunehmende Varianz unter Gleichaltrigen, je älter diese werden. Sie drücken nicht aus, dass Altsein jetzt und in Zukunft das ist, was wir - ein Leben lang - daraus machen.
Dreißig hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Medizin, Ökonomie, Betriebswirtschaft, Psychologie, Sportwissenschaft, Soziologie, Informatik und weitere Disziplinen repräsentieren, haben die Frage gestellt, was die Alterung für die Wirtschaftskraft, für das Zusammenleben der Generationen und für jeden Einzelnen bedeutet. Sie geben darauf die Antwort: es sind gewonnene Jahre.
Wir suchen neue Bilder vom Altern, die sich mit diesen gewonnenen Jahren und den neuen Lebensentwürfen, ihren Bedingungen und Folgen auseinandersetzen.
Welche Umstände und Möglichkeiten wünschen wir uns im Alter? Haben wir Vorbilder aus heutiger Sicht? Wie stellen wir uns unser Leben ab 65 vor? Wie kann das Potential der „Alten“ in der Gesellschaft sinnvoll
eingebracht werden? Die eingereichten Fotos sollten sich mit gesellschaftlichen oder persönlichen Vorstellungen und Ideen vom Altern auseinandersetzen. Es sind altersunabhängig professionelle Fotografen,
Künstler, Studenten, Schüler und Hobbyfotografen zur Teilnahme herzlich eingeladen!
Ausstellungen / Katalog
Eine Jury aus der Akademiengruppe „Altern in Deutschland“ und Fachleuten aus dem Fotografie- und Kunstbereich wird die auszustellenden Fotos auswählen. Die besten Fotos werden auf der Projektwebseite veröffentlicht und an unterschiedlichen Orten in Deutschland ausgestellt. Die konkreten Orte der Ausstellungen werden auf der Webseite angekündigt. Es entsteht ein Katalog zum Projekt.
Jury, Preise, Anmeldung und Anmeldeformular:
www.altern-in-deutschland.de und www.artae.de
Einsendeschluss: Freitag, 12. März 2010
Koordination:
Sabine Aichele-Elsner
Gohliser Straße 3, 04105 Leipzig
Tel.: 0341 - 355 20 466
Email:













