(openPR) Hamburg, im November 2009 - Das Fachmagazin Healthcare Marketing publiziert einen Autorenbeitrag „ Auf 0,018 Quadratmetern erfolgreich verkaufen “ von Felix Stöckle, Managing Director von Landor Associates, Hamburg.
Die Verpackung in der Pharmaindustrie muss auf kleinstem Raum eine Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen erfüllen. Das Packaging gilt gerade unter den neuen Marktbedingungen als eines der wesentlichen Marketinginstrumente Tendenz steigend.
Die drastischen und nachhaltigen Veränderungen im Gesundheitswesen rücken die Relevanz des Packaging in den Fokus bei den Marketing-Verantwortlichen in der Healthcare-Industrie. Dafür gibt es drei Treiber:
Generika und OTC gewinnen weiter an Bedeutung.
Apotheken haben sich zu ‚Einzelhandelsunternehmen rund um das Thema Gesundheit und Wohlbefinden’ entwickelt. Der Patient entscheidet als autarker Kunde, mit welchem Produkt er seine Erkrankung therapieren möchte. OTC-Produkte und rezeptfreie Generika werden somit zusehends zu ‚Consumer Goods’, die den selben Kauf- und Entscheidungsprozessen unterliegen wie andere Konsumgüter in der Drogerie oder im Supermarkt. Die Verpackung wird deshalb zum entscheidenden
Marketing-Instrument.
Sicherheit höchste Priorität
Verwechselungen, Fehldosierung und gefälschte Arzneimittel haben bereits zu zahlreichen Todesfällen geführt. Entsprechend bedeutsam ist bei lebenswichtigen oder lebensentscheidenden Medikamenten eine verständliche Deklaration. Die Verpackung spielt hier eine wesentliche Rolle. Elemente wie eine anwendungsorientierte graphische Kodierung, sprich die klare Zuordnung von Farben und Formen zu Dosierungen und Darreichungsformen, sind elementar wichtig.
Aber die Verpackung muss nicht nur die Verwendungssicherheit sicherstellen, sondern auch die erkennbare Echtheit von Hersteller, Produkt und Inhalt. Je stärker sich die Vertriebsstrukturen in den Internet- und Versandhandel verschieben, desto höher die Bedeutung der Verpackungselemente, die auch einen direkten Einfluss auf den Preis des Packaging haben.
Auswirkungen auf das Pre-Marketing
Produktmarken verlieren tendenziell an Bedeutung, die Relevanz der Unternehmensmarke wächst. Pharmahersteller entwickeln sich aufgrund leerer Neuproduktpipelines immer mehr zu diversifizierten Healthcare Companies, die OTC- und RX-Produkte mit Generika unter einem Dach anbieten. Hier wird das Packaging zum Kristallisationspunkt der übergeordneten Markenstrategie.
Unter dem Strich muss die Verpackung in der Pharmaindustrie also auf durchschnittlich 0,018 Quadratmetern eine Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen erfüllen. Ihre Bedeutung als eines der wesentlichen Marketinginstrumente wird dabei aber in jedem Fall steigen. Dem Pharmaunternehmen, das dies als erstes erkennt und auch konsequent umsetzt, winken somit echte Pioniergewinne im Markt.








