(openPR) Es klingt ein wenig dramatisch, ist es aber nicht. Jugendstaatsanwalt Dr. Emmerich Plach, ein über die Grenzen Kärntens hinweg anerkannter Experte in Sachen Jugendstrafrecht, war am 20. November 2009 zu Gast bei der Pfadfindergruppe Klagenfurt 6.
Diese Veranstaltung war die erste in einer mehrteiligen Vortragsreihe "Gewalt unter Jugendlichen - Agieren statt Reagieren", die K6 als Arbeitsschwerpunkt für dieses Pfadfinderjahr gewählt haben. "Uns ist es wichtig, dass wir ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, dass wir diesem unerwünschten gesellschaftlichen Trend etwas entgegensetzen", erklärt Susanne Dengg, Gruppenleiterin der Pfadfindergruppe Klagenfurt 6 die Intention dieser Vortragsreihe.
Die Kriminalität unter Jugendlichen nimmt immer mehr zu. Viele junge Leute reagieren auf Stress und Probleme mit Gewalt. Zudem herrschen viele Vorurteile! Wir sehen uns hier als PfadfinderInnen gefordert, den die Friedenserziehung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Programms. Aus diesem Grund haben wir uns als Schwerpunkt für das heurige Arbeitsjahr den Punkt "Gewalt unter Jugendlichen - Agieren statt Reagieren" gesetzt.
"Strafrechtliche Konsequenzen von Jugendkriminalität" - so lautet das Thema des Vortrags von Dr. Plach. Der Vortrag war mehr ein Dialog mit den anwesenden Jugendlichen und Eltern, was didaktisch mit Sicherheit der richtige Weg ist. Dr. Plach skizzierte seine Vorstellung und Erfahrung vom Jugendstrafrecht mit den zahlreichen Auswegen sehr anschaulich. Er präsentierte den Zuhörern sieben Auswege für den "Fall des Falles", bevor es zu einer Gerichtsverhandlung kommen muss.
"Was auch immer passiert, bleibt bei der Wahrheit und erfindet keine Geschichten" war der Kernsatz, den er den Kindern und Jugendlichen mitgeben wollte. Wenn jemand eine strafbare Handlung begeht, ob nun absichtlich oder unabsichtlich, dann soll er dazu stehen und die Wahrheit sagen. Dann geht es in den meisten Fällen, insbesondere für Jugendliche gut aus.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht, der Raum war mit jungen und alten Pfadfindern, aber auch mit Geschwistern, Eltern und Gästen voll gefüllt. "Das zeigt wie interessant und relevant dieser Themenschwerpunkt ist", meint Susanne Dengg in ihrer Zusammenfassung zur Veranstaltung.













