(openPR) Vernetzung der stationären kardiologischen Versorgung in der „Gesundheitsregion Rosenheim – Chiemgau“ – Arzt-Patienten-Forum
Beim diesjährigen Chiemgau-Rosenheimer Arzt-Patienten-Forum in der Klinik St. Irmingard in Prien zeigte sich in beeindruckender Weise die sehr gute Vernetzung der konservativen und chirurgischen stationären Therapie und Rehabilitation von Herzkreislauferkrankungen in der Region. Das Arzt Patienten Forum findet jährlich im Wechsel in der Stadthalle Rosenheim und in der Klinik St. Irmingard in Prien unter Leitung von Dr. Ulrich Hildebrandt, Chefarzt Kardiologie der Klinik St. Irmingard, statt.
Prof. Wolfgang Krawietz, Chefarzt der Kardiologie, RoMed-Klinikum Rosenheim, zeigte, wie durch optimale Kombination unterschiedlicher Therapieformen bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) die Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich verbessert werden kann. Neben einer guten Anpassung der neueren Medikamente mit weniger Nebenwirkungen in Verbindung mit einer eventuellen Dilatation (Aufdehnung) von verengten Herzkranzgefäßen mit einem
Ballonkatheter und Stabilisierung mit einem Stent (Gefäßstütze), kann im fortgeschrittenen Stadium durch einen synchronisierenden Schrittmacher die Pumpleistung deutlich verbessert werden.
Wie diese Effekte nachhaltig gesteigert werden und eine Herzerkrankung zu einem großen Teil verhindert werden kann, belegte Dr. Ulrich Hildebrandt, Chefarzt Kardiologie der Klinik St. Irmingard. Durch ein tägliches „ordentliches Durchspülen der Herzkranzgefäße“ von 30 Minuten mit einem Ausdauertraining, unter Einsatz möglichst vieler Muskelgruppen, kann bei vielen Patienten das Risiko in der Regel mehr als halbiert und die Lebensqualität deutlich verbessert werden. Beispielsweise beim Schwimmen, Berggehen oder Skilanglaufen.
Als besonderen Abschluss zeigte Prof. Albert Schütz, Chefarzt der Herzchirurgie, Behandlungszentrum Vogtareuth, dass die herzchirurgischen Ergebnisse hier deutlich besser liegen als im Bundesdurchschnitt. Insbesondere konnte er damit beeindrucken, dass viele Klappenpatienten in der Region dank neu entwickelter rekonstruktiver operativer Technik ihre eigene Klappe behalten und keinen Klappenersatz benötigen.
Im Rahmenprogramm zeigte Dr. Philipp Jander, Oberarzt in der Kardiologie, Klinik St. Irmingard, an der Puppe Anna, dass die Empfehlungen für die Herzlungenwiederbelebung deutlich vereinfacht wurden und sich auf eine konsequente Herzdruckmassage von 100 pro Minute konzentrieren, das heißt, das Brustbein wird 100 mal nach unten gedrückt. Außerdem wurden Ergebnisse des erstmaligen Kardiotrekkings vorgestellt: 35 ehemalige Herzpatienten der Klinik St. Irmingard sind in diesem Herbst mit Bergführern und Ärzten in sieben Tagen mit 180.000 Schritten vom Chiemsee zum Königssee gewandert.
Weitere Empfehlungen zu den Themen erhalten Sie unter der Internetseite der Herzstiftung www.herzstiftung.de oder unter www.herzwochen.de. Infos über die Klinik St. Irmingard erhalten Sie auf www.st-irmingard.de.
Autor: Dr. Ulrich Hildebrandt










