(openPR) Im Industrie- und Logistikzentrum Rothensee (ILC) will die Kletke Advanced Composites AG eine Produktionsstätte für Hightech-Werkstoffe entstehen lassen. Material für Bremsscheiben bis hin zu Raumschiffteilen kann hier künftig entstehen.
Geplant ist die Errichtung eines Werks für faserverstärkte Kohlenstoffe. Diese Verbundwerkstoffe aus Kohlenstoff sind mit besonderen Eigenschaften ausgestattet, darunter extreme Hitzebeständigkeit bis 3.000 Grad Celsius, und geringe Wärmeausdehnung. "Die mögliche Produktpalette aus diesem Grundmaterial umfasst einen sehr großen Bereich - von der Medizintechnik, über die Automobilindustrie, vom Rennsport bis zu Raumfahrtbauteilen", erläutert der Vorstandsvorsitzende Axel Kletke die Anwendungsbereiche. "Der Phantasie sind im Grunde keine Grenzen gesetzt."
Das Basiskonzept der Technologie stammt aus dem sowjetischen Rüstungsprogramm und wurde aus einem früheren Staatswerk vom ehemaligen leitenden Mitarbeiterund jetzigem Kletke-Vorstandsmitglied Leonid Bilenko mit an die Elbe gebracht. Sein Know-How soll nun in den künftigen Produktionsprozess einfließen.
Das es Axel Kletke bei seiner Ansiedlung nach Magdeburg zieht ist kein Zufall. "Der Standort ist europaweit sehr gut erreichbar und von der Infrastruktur gut aufgestellt", so Kletke. Außerdem sei die Nähe zu Universitäten und Hochschulen für den Aufbau in der Region wichtig. Neben der Fertigungsanlage soll nämlich innerhalb des Komplexes auch geforscht werden. "Grundsätzlich werden wir einen forschenden und produzierenden Betrieb aufbauen, d. h. ein Technologiezentrum ist integriert", erläutert er das Vorhaben. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Erforschung von Nanokohlenstoffstrukturen.
Mit weiteren Partnern will der 33-jährige Ingenieur rund 50 Millionen Euro in das Projekt investieren. Nach der Fertigstellung sollen am Standort 76 Mitarbeiter für die Kletke Advanced Composites AG tätig sein.














