(openPR) Bergisch Gladbach, 30. November 2009 - Optimaler Weingenuss hängt entscheidend von der Trinktemperatur ab: Als Faustregel gelten 8-12°C bei Weißweinen und 14-18°C bei Rotweinen. Um diese Temperaturen zu erreichen, lagert der kundige Weinmensch seine Schätze in Weinschränken. Diese gibt es in zwei Varianten: Weinklimaschränke eignen sich zur längerfristigen Lagerung von Wein, während sich in Weintemperierschränken mehrere Temperaturzonen einstellen lassen, um verschiedenartige Weine optimal zu kühlen. Beide Varianten hatten in Deutschland bislang eher den Status eines Nischenproduktes, doch dass Potential da ist, zeigt eine Studie von Macrom Marketingresearch & Consult.
Haupt-Zielgruppe der Weinschränke sind private Endverbraucher – auf sie entfallen gut 80% aller Weinklimaschränke, auf HORECA (Hotel/Restaurant/Café-Gastronomie) nur 20%. Bisher ist es zudem eher die gehobene Gastronomie oder Spitzengastronomie, die sich für diese Elektroprodukte interessiert. Bei den Endverbrauchern fühlen sich Weinkenner und -genießer, die sich zudem durch einen statusorientierten Konsumstil auszeichnen, von den Weinschränken angesprochen. In der Regel besteht diese Zielgruppe aus Männern.
Anfang der 80er Jahre machte die Hamburger Firma Chambrair den Anfang und begann, Weinklima- und Temperierschränke in Deutschland zu vertreiben. Zuerst nur in der Gastronomie, dann wurden die Endverbraucher als Zielgruppe entdeckt und beworben. Marktvolumen der kompletten Branche betrug im Jahr 2004 knapp 24 Mio. Euro. Gerechnet auf das Inlandsmarktvolumen für Elektrogroßgeräte ergab sich jedoch ein Anteil von gerade einmal 0,3%.
Die in Deutschland vertriebenen Weinklima-/Temperierschränke werden zum Großteil auf Basis von Haushaltskühlschränken produziert, Spezialanfertigungen sind selten und wenn, nur im gehobenen HORECA-Segment zu finden. Über 50% des deutschen Marktes teilen sich die Markenfirmen untereinander auf, sowohl Firmen mit einem Spezialistenimage (z.B. die Firma Liebherr, die in der Gastronomie der führende Anbieter ist), wie auch Firmen, die sich im Bereich Elektro-Hausgeräte einen Namen gemacht haben (z.B. Siemens oder Bosch). Doch mittlerweile drängen auch hier Billiganbieter auf den Markt und verzeichnen gute Zuwächse.
Die stärksten Distributionskanäle sind der Elektrofachhandel, der Direktvertrieb und der Vertrieb über Einrichtungs- und Küchenstudios. Ursache der hohen Bedeutung des Direktvertriebs ist, dass ein erklärungsbedürftiges und hochpreisiges Produkt wie ein Weinklimaschrank traditionell leichter über direkten Außendienstkontakt absetzbar ist. Der Cash&Carry-Bereich zeichnet sich durch preisaggressive Anbieter wie Siltal, Carrier und Bomann aus. Dem Internethandel, der bislang keine große Rolle spielte, wird ein Bedeutungszuwachs prognostiziert und mit ihm möglicherweise den Marken Renus und Skandilux.
Größtes Wachstum zeigt das Preissegment zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Doch auch hier findet ein Trading-down statt, in deren Verlauf das Segment zwischen 500 und 1.000 Euro Zuwachs verzeichnen wird.
Das Marktpotential in der Gastronomie ist differenziert: Während sich in der gehobenen Gastronomie ein weitesgehend gesättigter Markt findet, gibt es in anderen Bereichen der Gastronomie durchaus noch genügend Potential. Hier ist jedoch zu bedenken, dass nicht jeder Betrieb über Weinkompetenz verfügt und sich in dieser Richtung weiterbilden möchte.
Somit zeichnen sich Endverbraucher, die zu den Top-Küchenkäufern und Weinkennern zählen, als Zielgruppe mit dem größten Potential aus - Potential, das durch den aktuellen Weintrend und durch das steigende Interesse an Produkten rund um den Wein verstärkt wird.
English summary: In 2004, Macrom analyzed the German market for wine cabinets. There are two sorts of them: Wine storage cabinets or wine coolers are ideal for storing wine for a longer time whereas multitemperature wine cabinets are able to establish several temperature zones where you can cool different wines at the same time. In the 1980s the German company Chambrair began to sell wine cabinets – first to the gastronomy, later to consumers. About 50 % of the German market are now controlled by few trade mark companies like Liebherr, Siemens or Bosch. Macrom points out in its survey how the German market is segmented and where you can find the biggest sales potential.












