(openPR) 200 Jahre Feinkosthaus Gaiser in Göppingen bei Stuttgart. Wer das Geschäft in der Hauptstraße betritt, bei dem mischt sich der Duft von frisch geröstetem Kaffee mit dem Geschmack von erlesenen Pralinen. Trüffelsalami auf krossen Baguettescheiben vermengen sich im Mund mit exquisiten Weinen. Und das nicht erst seit gestern, sondern seit 73000 Tagen - und zählt man die Schaltjahre dazu, werden es sogar noch ein paar mehr. Hier verbindet sich Tradition in historischen Gemäuern mit modernem Service und Angebot.
Das Familienunternehmen, mittlerweile in der siebten (!) Generation von Peter und Christoph Weirich geführt, hat auch Verbindungen in die Schweiz. Als Hermann Gaiser um die Jahrhundertwende nach Turgi auswanderte, wo er im März 1874 verstarb, hinterließ er fünf Kinder, die alle in der Schweiz ihren Weg gingen. Manche der daraus hervorgegangenen Kusinen und Kusins waren noch nie in Göppingen. Anlässlich des Firmenjubiläums wurde für eine große Ausstellung im Stadtmuseum Storchen in den Koffern und Schränken auf dem Dachboden gekramt. Dabei traten neben zahlreichen Fotos, Briefen und interessanten Gegenständen wie alten Persilpackungen oder Jutesäcken auch immer wieder Schweizer Adressen und Dokumente zu Tage. Anstoß genug, alle noch lebenden Schweizer Verwandten nach Göppingen zum Gaiser-Jubiläum einzuladen! Und dem Ruf folgten rund zwanzig Personen aus den Kantonen Zürich, Basel und Aargau gerne. Sie trafen sich am 23. Oktober im Feinkosthaus Gaiser, sozusagen an der geschäftlichen „Wiege“ ihrer Ahnen. Das unterhaltsame Programm beinhaltete neben vielen Gesprächen, auch den Besuch der Ausstellung über Gaiser im Göppinger Museum Storchen sowie ein Gespräch mit Julie Schmohl, geb. Gaiser, die mittlerweile 102 Jahre alt ist und in der Göppinger Wilhelmshilfe lebt. Die Gäste waren beeindruckt. „Dass es noch Verwandtschaft in Deutschland gibt, war mir schon bekannt“, so Daniel Gaiser, Berufsmusiker aus Zürich, „aber mit diesem Besuch ist alles lebendig und greifbar geworden. Wir werden die Kontakte sicher weiterpflegen“. Beim Eingedeckt mit zahlreichen essbaren Erinnerungen an das Wiedersehen, reisten die Schweizer Gäste am Sonntagnachmittag wieder ab. „So ein Geschäft gibt es in der ganzen Schweiz nicht mehr“, meinten Thury Scherler-Gaiser und Heinz Engler-Gaiser etwas bedauernd. „Das würde ich am liebsten auch einpacken“.
Kontakt unter www.gaiser-gp.de









