(openPR) 12.10.2009, Elsterwerda - Nach einem erfolgreichen Start mit Reisen in die Mongolei erweiterte Indytravel jetzt sein Tätigkeitsfeld. Im Programm wurden Reisen nach Kamtschatka aufgenommen. In den Jahren des Kalten Krieges war Kamtschatka, die große, östliche Halbinsel Russlands, eine Tabuzone für Interessenten. Erst die jüngere Zeit macht eine Reise in diese abgelegene Region auch für Ausländer möglich. Die drastischen Reiseeinschränkungen der vergangenen Zeit sind Grund dafür, dass auf dieser im Inneren kaum bewohnten Halbinsel die Natur in ihrem Ursprung erhalten blieb. Die zahlreichen Vulkane, die Abwechslungsreichen Vegetationszonen, die Fauna, aber besonders der Fischreichtum, stellen eine Einmaligkeit dar.
Mit einer Fläche von 370.000 km² ist Kamtschatka die größte Halbinsel Ostasiens.
Das besondere von Kamtschatka ist, dass von den vorhandenen 160 Vulkanen noch 28 aktiv sind. Kamtschatka ist erdgeschichtlich eine junge Halbinsel, die durch die pazifische Platte angehoben wird. Die dabei entstehenden Bruchstellen in der Lithosphäre sind Ursache für die vulkanischen Aktivitäten. Im Durchschnitt sind jährlich sechs Vulkanausbrüche zu verzeichnen.
Der Sredinny- Höhenzug verläuft ziemlich zentral auf der Hauptachse der Halbinsel. Parallel dazu in Richtung Küste zum Pazifik befindet sich der vorgelagerte Ostkamm, auf dessen Verlauf sich der Hauptanteil der aktiven Vulkane befindet.
Das Industrie- und Wirtschaftszentrum von Kamtschatka befindet sich in der Stadt Petropawlowsk im Südosten der Halbinsel, in der Awatschabucht. Mit ihren 250.000 Einwohnern ist sie mit Abstand die größte Stadt Kamtschatkas. Die verbleibenden 35 % der Bevölkerung teilt sich auf das übrige Land auf, wobei in erster Linie die Küstenbereiche besiedelt sind. Es ergibt sich damit im inneren Bereich der riesigen Halbinsel ein fast menschenleerer Raum. Nur 2,5 % der Einwohner stammen von der Urbevölkerung ab, die von Kojaken, Itelmenen, Ewenen und von Unangan gebildet wurde.
Die Stadt Petropawlowsk wurde nach den beiden Schiffen Sankt Peter und Sankt Paul benannt, die bei der zweiten Kamtschatkaexpedition von Vitus Bering hier zur Überwinterung im Jahr 1640 festgemacht hatten.
Das Wetter auf Kamtschatka hat seine Besonderheiten. Im Osten der Halbinsel ist eine relativ ozeanische Klimabeeinflussung zu verzeichnen. Im Verhältnis zu der vorhandenen Nordlage ist das Klima dort relativ mild und ausgeglichen. Im zentralen Teil und auf der Westseite wirkt sich der kontinentale Einfluss aus. Aber auch eine vertikale Klimastaffelung ist von den Küstenbereichen bis zu den Erhebungen der Gebirgskämme mit den hohen Vulkangipfeln kennzeichnend. So fällt in Petropawlowsk eine Niederschlagsmenge von 1.185 mm/a aber in Kljutschi von nur 642 mm/a. Die niedrigsten Temperaturen werden im Januar in Petropawlowsk mit –7 °C und in Kljutschi mit
–15 °C angegeben. Da die Winter allgemein sehr lang sind, fallen die Vegetationsphasen relativ kurz aus. Für den Sommer werden an der Ostküste nur ein bis sechs Tage angegeben, an denen eine Temperatur von 20 °C erreicht wird. Im Tal des Flusses Kamtschatka dagegen kann man mit 35 bis 55 Tage rechnen, an denen die Temperatur 20 °C überschritten wird..
Kamtschatka wurde durch seine Einmaligkeit zum Magneten für wissbegierige Forscher in den unterschiedlichsten Wissensgebieten, für Alpinisten, Wassersportler, Angler, Hundeschlittenfreunde, Wanderer und anderen Abenteueren. Für die, die es etwas bequemer wünschen, können aber auch ganz spezielle Touren individuell erstellt werden.













