(openPR) Unter dem Titel „Der Havelberger Dombau und seine Ausstrahlung“ findet vom 23. bis 25. Oktober 2009 im Prignitz-Museum am Dom Havelberg erstmals eine wissenschaftliche Tagung über den Havelberger Dombau statt. Anlass ist das Themenjahr des Landes Sachsen-Anhalt „800 Jahre Magdeburger Dom/Jahr der Dome 2009“.
Der 1170 als romanische Basilika geweihte Dom St. Marien in Havelberg gehört zu den ältesten Kirchenbauten östlich der Elbe. Durch seinen gotischen Umbau nach dem Brand 1279 vereinigt er die beiden mittelalterlichen Baustile der Romanik und Gotik auf eindrucksvolle Weise. Die Klosteranlage aus dem 12. bis 14. Jahrhundert ergänzt das imposant auf einer Anhöhe über der Havel gelegene Bauwerk.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bemühen sich Kunstwissenschaftler, Historiker, Geistliche und Denkmalpfleger um die geschichtliche Erforschung und den Erhalt der Bauwerks. Durch die Aufnahme in die Straße der Romanik und Übernahme in die Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt rückte der Dom in den letzten 15 Jahren in das Blickfeld der Forscher. So wurden wegen umfangreicher Sanierungen begleitende Untersuchungen durchgeführt, die überraschende neue Ergebnisse hervorbrachten, andererseits neue Fragen aufwarfen.
Zu den wichtigsten Ergebnissen, die im Rahmen der Tagung vorgestellt werden, gehört die 2007 durch Joachim Hoffmann der Universität Trier vorgelegte Dissertation zur mittelalterlichen Baugeschichte des Domes Havelberg. Die Themen der zwölf Vorträge umfassen historische, kunstgeschichtliche und denkmalpflegerische Fragestellungen. Geschichte, Architektur und Ausstattung des Havelberger Domes werden in ihrer Wechselbeziehung und Ausstrahlung auf die Region erstmals beleuchtet und auf überregionaler wissenschaftlicher Ebene diskutiert.
Die vom Land Sachsen-Anhalt geförderte Tagung findet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunstgeschichte und Archäologie Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt.



















