(openPR) Der Aufsichtsrat der Mainova AG hat am heutigen Montag (28.9.) der Beteiligung der Mainova am Kauf der Thüga AG zugestimmt.
Die Mainova plant, gemeinsam mit den Partnern enercity (Stadtwerke Hannover AG) und N-ERGIE (Nürnberg) jeweils rund 20,75 Prozent der Thüga-Anteile zu übernehmen. Die Stadtwerkegruppe "KOM9" erwirbt rund 37,75 Prozent der Stadtwerke-Holding. In der KOM9 haben sich mehr als 45 kommunale Versorgungsunternehmen aus ganz Deutschland - von Aue bis Wiesbaden - zusammengeschlossen. Die Aufsichtsgremien von enercity und N-ERGIE haben dem Kauf bereits zugestimmt.
Der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG, Dr. Constantin H. Alsheimer, hob hervor: "Durch den Kauf der Thüga AG wird die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen gestärkt. Über die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten in der Gruppe werden sich große unternehmerische Chancen ergeben." Denkbar seien beispielsweise der gemeinsame Einkauf von Energie, eine Zusammenarbeit bei großen Erzeugungsprojekten wie etwa Off-Shore-Windparks oder die Kooperation bei bundesweit vertriebenen Strom- und Erdgastarifen, sagte Dr. Alsheimer weiter.
E.ON hatte sich im August sich mit dem kommunalen Erwerberkonsortium Integra/KOM9 über die wirtschaftlichen Grundzüge eines Verkaufs der Thüga AG geeinigt. Die Verhandlungspartner verständigten sich im Rahmen des Verkaufs insbesondere darauf, dass die Thüga-Beteiligungen an der GASAG Berliner Gaswerke AG (37 Prozent), an der HEAG Südhessische Energie AG (40 Prozent), an den Stadtwerken Duisburg (20 Prozent) sowie an den Stadtwerken Karlsruhe (10 Prozent) an die E.ON Ruhrgas übertragen werden. Diese Beteiligungen sollen unmittelbar nach Abschluss der Transaktion separat veräußert werden. Für die so verkleinerte Thüga wurde ein Bar-Kaufpreis von rund 2,9 Mrd. Euro vereinbart. Die Transaktion bedarf noch der Freigabe durch das Bundeskartellamt.
Über Thüga:
Die Thüga AG ist eine 100 Prozent Tochtergesellschaft der E.ON-Ruhrgas und mit mehr als 90 Minderheitsbeteiligungen das größte Netzwerk kommunaler Energieversorger in Deutschland. Die Mehrheitseigentümer sind zumeist die jeweiligen Städte und Gemeinden. Inklusive aller Beteiligungen versorgte die Thüga-Gruppe im Jahr 2008 bei einem Absatz von 158 TWh Gas rund 2,9 Millionen Gaskunden, bei einem Absatz von 38 TWh Strom rund 3,5 Millionen Stromkunden und rund eine Million Kunden mit Trinkwasser. Daneben versorgt Thüga im so genannten Eigengeschäft Gas- und Stromkunden vornehmlich in Süddeutschland sowie über die vollkonsolidierte Tochtergesellschaft Harz Energie GmbH & Co. KG (Thüga-Anteil 53 Prozent) in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die Thüga-Anteile der E.ON Ruhrgas werden mittel- und unmittelbar über die Holdinggesellschaft E.ON Ruhrgas Thüga Holding GmbH ("ERTH") gehalten, die im Rahmen der Transaktion mitveräußert wird. Im Jahr 2008 erwirtschaftete die Thüga AG einen konsolidierten Umsatz von rund 630 Mio. Euro und einen bereinigten Jahresüberschuss von rund 270 Mio. Euro. Inklusive aller Minderheitsbeteiligungen (Thüga-Anteil mindestens 20 Prozent) erzielte die Thüga-Gruppe 2008 einen Gesamtumsatz von 16,4 Mrd. Euro.










