(openPR) Die Formula Student Germany wurde 2006 vom Verein Deutscher Ingenieure nach amerikanischem Vorbild ins Leben gerufen. Seitdem treffen sich jährlich Studenten-Teams aus aller Welt für 4 Tage am Hockenheimring, um ihre selbstentwickelten Rennwagen in den verschiedensten Disziplinen zu messen. Erstmals mit dabei war im August 2009 ein Team der Universität Siegen, die „Speeding Scientists Siegen e.V.“ (s3-Racing).
Die Geschichte dieser „rasenden Studenten“ (www.s3racing.de) beginnt im Januar 2008, als sich eine Gruppe Studierender zum Ziel setzte, einen konkurrenzfähigen Formula Student Rennwagen für das Jahr 2009 zu konstruieren und zu fertigen. Mittlerweile umfasst das s3-Racing Team mehr als 30 Studenten aus 9 Studiengängen und 4 Fachbereichen – angesichts der vielfältigen Herausforderungen, die der Wettbewerb mit sich bringt, eine sinnvolle Mischung. Schließlich kommt es nicht allein auf Chassis, Fahrwerk, Antrieb und Elektronik des Boliden an. Vielmehr müssen die Studenten auch die Planung, Finanzierung und das Marketing für das Projekt in Eigenregie durchführen, wobei dem Werben um finanzielle und technische Unterstützung und dem Aufbau industrieller Partnerschaften eine besondere Bedeutung zukommt.
Schon seit Jahren arbeitet Tracto-Technik auf verschiedenen Gebieten mit der Universität Siegen zusammen und so war man natürlich gern bereit, auch das Formula Student Projekt mit Rat und Tat zu unterstützen. Ansatzpunkt war die Gitterrohrrahmen-Konstruktion des Rennwagen-Chassis, die aus Stahlrohren (Durchmesser 20 mm und 25 mm, unterschiedliche Wandstärken) verschweißt wird. Sie enthält außer den geraden Elementen auch einige sicherheitsrelevante Rohrbiegeteile, z.B. Längsträger und Überrollbügel, die es aus dem CAD in reale Bauteile umzusetzen galt.
Zu diesem Zweck fanden sich Anfang 2009 Mitglieder der Gruppe „Chassis“ des s3-Racing Teams im Werk 2 der Tracto-Technik in Lennestadt-Oedingen ein. In einem ersten Schritt wurden aus den CAD-Daten der Biegeteile mit Hilfe der PIPEFAB Software die Isometriedaten der Rohre generiert und hieraus dann die entsprechenden Rohrbiegedaten berechnet. Nachdem auch die Überprüfung auf Biegbarkeit positiv ausgefallen war, stand dem Biegen der Komponenten auf der TUBOMAT Rohrbiegemaschine nichts mehr im Wege.
Übrigens konnte das Team der Uni Siegen bei der diesjährigen Formula Student Germany den Titel „Bester Newcomer 2009“ für sich verbuchen. Wir gratulieren zu diesem schönen Erfolg!











