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Autoren unter Strom

10.09.200917:30 UhrKunst & Kultur

(openPR) Oldenburg, September 2009. Literatur auf Verpackungen, diese ungewöhnliche Kulturförderung etabliert sich leise, aber nachhaltig abseits der ausgetretenen Kulturpfade. Junge, noch eher unbekannte Schriftstellerinnen und Schriftsteller schreiben themenbezogene Texte für Papiertüten. Als originelle Verpackung für Brötchen, Reformhausprodukte und Bücher wandern ihre Gedichte oder Kurzgeschichten direkt auf den Küchentisch potenzieller Leser. Ab dem 14. September geht es in den Städten Düsseldorf, Köln, Bonn, Koblenz, Heidelberg, Frankfurt und Nürnberg wieder los: Knapp 400.000 „Lesefuttertüten“ warten auf Kundschaft. Die Mission lautet diesmal: Literarisch kreativ Veränderungsimpulse wecken.



Partner: NaturWatt und der Verlag Lesefutter
Für das Projekt engagieren sich zwei Partner aus dem norddeutschen Raum: der Ökostromanbieter NaturWatt und der Verlag Lesefutter. Lesefutter hat zusammen mit NaturWatt die geeigneten Texte zum Themenfeld ausgewählt, gestaltet die Auflage und verteilt die Tüten an die teilnehmenden Läden. NaturWatt sichert den finanziellen Rahmen und wirbt auf den Tüten für einen Umstieg auf erneuerbare Energien. Vier Autoren profitieren ebenfalls von der Aktion – sie werden bekannt und erhalten ein Texthonorar. Ein Novum, denn oft müssen sie selbst zahlen, um Texte zu veröffentlichen. „Wir schätzen es, wenn unser Anliegen verknüpft ist mit der kulturellen Förderung junger Literaten“, sagt Imke Allendorf, Projektleiterin bei NaturWatt. „Dies ist eine sehr angenehme und niveauvolle Art, die Öffentlichkeit zu erreichen. Klimaschutz ist für uns nicht nur ein politisches oder wirtschaftliches, sondern gerade auch ein kulturelles Thema. Wir möchten die Menschen ermutigen, sich damit kreativ auseinanderzusetzen – und schließlich zu handeln.“

NaturWatt steht für „grünen Strom“ aus ausschließlich regenerativen Quellen wie Wind, Wasser und Sonne. Das Unternehmen will mit dem Literaturprojekt Menschen „einen Anstoß geben, auch den Bezug von Strom und die Wahl des Anbieters als eine bewusste Entscheidung zu sehen, die aber erst getroffen und umgesetzt werden muss“, so Allendorf.

Thema für die neuen Lesefuttertüten
Die Texte auf den Tüten sind entsprechend ausgewählt. Das Thema „Manchmal fehlt ja nur der Ansatz für Veränderung“ hat die Kreativität der Autoren herausgefordert. Die Zeit zum Schreiben war knapp bemessen, die Konkurrenz groß. „Trotzdem haben wir viele reizvolle und ganz unterschiedliche Ergebnisse erhalten“, sagt Jens W. Gantzel, Lektor und einer der beiden Gründer von Lesefutter. Er legt Wert auf literarische Qualität. „Mit Kalender- oder Werbetexten hat die Aktion nichts zu tun. Hier liegt Literatur junger Autoren vor“, unterstreicht Gantzel.

Autoren: Andreas Noga, Renate Schoof, Armin Bings, Sven-André Dreyer
Einer der vier Autoren ist Andreas Noga mit seinem Gedicht „Wechselwirkung“. Der 41-jährige Lyrikredakteur der Zeitschrift „Federwelt“ ist in Koblenz aufgewachsen und lebt in Alsbach (Westerwald). „Mich hat die Doppeldeutigkeit der Formulierung `grüner Strom´ im Ausschreibungstext inspiriert“, berichtet er. Entstanden sind daraus zwölf Zeilen über einen ungewöhnlichen Angeltag. Nogas Lyrik und Kurzprosa erscheinen normalerweise in Gedichtbänden und Anthologien. „Als Lyriker ist man in der heutigen Zeit nicht gerade verwöhnt, was Breitenwirkung angeht“, sagt er und freut sich daher auf die neue Lesefuttertüte. „So kann man ganz unaufdringlich Leser erreichen, die sich nie einen Gedichtband kaufen würden.“

Die anderen drei Autoren sind im Ballungsgebiet Köln/Düsseldorf zuhause. Darunter ist die gelernte Lehrerin Renate Schoof, die als freie Schriftstellerin in Köln lebt. Sie beteiligt sich mit dem Gedicht „Aufruf“. Es stammt aus dem Manuskript zu ihrem neuen Gedichtband. „Neue Gedichte müssen bei mir nach der Entstehung meist längere Zeit liegen und werden immer wieder bearbeitet – so lange, bis ich sie als stimmig erlebe“, so Schoof. „Gedichte sind Lebensmittel, Nahrung für Geist und Seele“, sagt sie, „die Tüten-Texte sind eine gute Idee, Menschen Gedichte in die Hand zu geben, unaufdringlich, selbstverständlich, eben wie Brötchen.“ Renate Schoof ist mit 58 Jahren die Älteste unter den Autoren und veröffentlicht Lyrik, Kurzgeschichten und Romane in Büchern, als Hörspiele und auf CDs.

Aus Köln ist ein weiterer Autor mit von der Partie – Armin Bings, Logopäde und Autor. Auch er freut sich über die großflächige Verbreitung seiner Texte. Hinzu komme der Aspekt der Überraschung, sagt der 37-Jährige: „Leute, die mit der Tüte nach Hause gehen, rechnen ja gar nicht damit, Literatur vorzufinden. Und schöne Dinge, die einem zufällig in die Hände fallen, machen doch häufig am meisten Spaß.“ Mit seinem Gedicht „Die Hütte auf dem Land“ kam der Autor schnell voran. Die Grundidee: der innere Schweinehund. „Er ist häufig leider ein Dobermann und kein Pinscher“, so Bings. „Und das führt dazu, dass man eher endlos über Vorhaben schwafelt, als dass man in die Hände spuckt und einfach loslegt.“ Das sprachliche Sinnbild entstand zügig: eine absurde Hütte auf dem Land, die mithilfe dreier ungebetener Gäste endlich Form annimmt. Bings schreibt Kurzprosa, Lyrik und Songtexte, die in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften zu finden sind.

Sven-André Dreyer aus Düsseldorf ist der dritte Literat zwischen Rhein und Ruhr. Der 35-jährige Germanist arbeitet als Onlineredakteur und freier Autor. Er bevorzugt Lyrik und Kurzprosa, die in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht werden. Dreyer steuert das Gedicht „Vorratskammer“ bei. Er trug das ausgeschriebene Thema einige Tage mit sich herum, bevor die Idee entstand, „dass jemand loszieht, um etwas zu verändern, sich jedoch vorher mit für Veränderung relevantem `Zubehör´ wie Rückgrat, Verantwortung, Gewissen und Mut wappnet“, sagt Dreyer. Er mag die Idee, „dass Käuferinnen und Käufer zum Produkt zusätzlich und kostenlos mit Literatur auf einer Tüte beliefert werden.“ „Ich finde es wunderbar, wenn man morgens gemütlich am gedeckten Frühstückstisch sitzt und zum frischen Brötchen auch noch einen kleinen literarischen Bissen`verspeist´“, so der Autor.

Die Idee: „Verbindung zwischen Kultur und Geldgeber anders denken“
Wie vertragen sich Kultur und Werbepartnerschaft? Die Autoren sind zufrieden mit den Kooperationen, die der Verlag Lesefutter seit fast fünf Jahren eingeht. „Ich habe den Eindruck, dass Lesefutter die Partner sorgfältig auswählt“, sagt Andreas Noga.

Ein Statement, das Frank Riepe als Mitbegründer des Unternehmens freut. Kinderpatenschaften, Kunstfilme, Ausstellungen und diesmal Strom aus erneuerbaren Energiequellen – für karitative, kulturelle und ökologische Marktsegmente haben sich die beiden Unternehmensgründer bewusst entschieden. „Es geht immer um werthaltige Produkte und Dienstleistungen“, sagt Riepe, „auch Lesefutter möchte dazu beitragen, den Weg zu nachhaltigen Kaufentscheidungen zu ebnen.“


Ansprechpartner für die Redaktionen:

NaturWatt:
Imke Allendorf, Tel. 0441/ 350910-20, www.naturwatt.de

Lesefutter:
Frank Riepe, Tel. 0421/ 7943030, www.lesefutter.org

Autoren:
Andreas Noga, Tel. 0261/ 4043127
Renate Schoof, Tel. 0221/ 812034
Armin Bings, Tel. 0179/ 1158997
Sven-André Dreyer, Tel. 0177/ 2355594

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