(openPR) Tierrechtsorganisation kritisiert erhebliche Tierhaltungsmängel
München/Berlin, 4. September 2009 – Der geplante Umzug von drei Münchner Eisbären nach Berlin muss laut Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. sofort gestoppt werden. Die Eisbären Yoghi und Lisa sollen in den Tierpark, Gianna in den Zoo wechseln. Doch nach Meinung der Tierschützer seien beide Anlagen für zusätzliche Eisbären ungeeignet. PETA fordert die zuständigen Veterinärbehörden zum Übernahmestopp und zur Einhaltung des Tierschutzgesetzes auf.
„Das größte wandernde Landraubtier so sehr in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken, ist extremste Tierquälerei“, kritisiert Frank Albrecht, Zooexperte von PETA. Laut Säugetiergutachten muss einem Eisbär durchgängig ein Außengehege von mindestens 200m2 zur Verfügung stehen. Das lasse sich auf den veralteten Anlagen im Tierpark und Zoo Berlin nicht einrichten, so Albrecht. Laut dem Experten werden sich die Eisbären Yoghi, Lisa und Gianna ihre Außengehege zudem im Wechsel mit den bereits vorhandenen Eisbären teilen müssen. Dies bedeute eine zusätzliche Bewegungseinschränkung. Gianna würde im Zoo Berlin mit Knut zusammenziehen; in der langen Eingewöhnungsphase stünden ihnen nach Messungen von Albrecht in den Innenboxen nur ca. 30m2 zur Verfügung. Im Tierpark Berlin wären Yoghi, Lisa und die bereits vorhandenen Bären Troll und Aika auf jeweils ca. 49m2 nutzbarem Freiraum in den Innenboxen eingeschränkt. Eisbären durchstreifen in Freiheit Gebiete, die 1 Millionen Mal größer sind als ein Zoogehege. Albrecht weist darauf hin, dass Yoghi und Lisa schon in München sehr ausgeprägte Verhaltensstörungen gezeigt hätten: „Wie oft und wie lange noch mutet man Tieren in beiden Berliner Zoos solche tierquälerischen Haltungsbedingungen zu?“
Interviewkontakt:
Frank Albrecht, Tel. 07156 / 17828-35,
Weitere Informationen: http://www.peta.de/web/kleines_gehege.1820.html












