(openPR) Nun ist es endgültig, vom heutigen Tage an müssen wir uns von der 100 Watt Glühbirne verabschieden und dies ist erst der Anfang. Ab September 2010 quittiert auch das 60 Watt Glühlicht seinen Dienst.
Laut EU-Bestimmung dürfen seit dem 1. September 2009 keine 100W Kolben mehr vermarktet oder verkauft werden. Sukzessive reduziert die EU, gestützt auf die EuP-Rahmenrichtlinie, das Angebot der Energieschleudern bis 2016. Denn nur 5% der investierten Energie wird von der künstlichen Lichtquelle in sichtbares Licht umgewandelt. Die restlichen 95% verpuffen als nicht sichtbare Infrarotstrahlung, welche die Räume aufheizen kann. Die EU spart mit dem Glühlampenverbot bis 2020 jährlich rund 40 Milliarden Kilowattstunden Strom, dies entspricht in etwa der Leistung von vier Kernkraftwerken. Auch die weniger verbreiteten Halogenleuchten sind nicht mehr erwünscht und erleiden ab 2016 dasselbe Schicksal wie nun die Glühlichter. Welche Alternativen bleiben uns dann?
Energiesparen (ESL) brauchen deutlich weniger Strom und sind somit effizienter als die Glühlampen. Mit Sparlampen Energie zu sparen klingt einleuchtend, doch bei genauerem hinsehen birgt diese Alternative etliche Nachteile. Wie zum Beispiel die Zeitschrift Ökotest herausfand, bekommt den Leuchten das An- und Ausknipsen überhaupt nicht gut. Nach rund 3000 Schaltzyklen waren viele Birnen unbrauchbar. Dies bedeutet, dass man das Badezimmer jedes Jahr neu mit den teuren Energiesparlampen ausrüsten müsste. Desweiteren enthalten die sogenannten ESL Quecksilber. Laut Experten soll dies im Haushalt kein Problem sein, da Sie nicht in Kontakt mit der Umgebungsluft kommen, allerdings ist die Entsorgung des auch mit anderen Schwermetallen belasteten Leuchtkörpers ungleich aufwändiger. Im wahrsten Sinne des Wortes bereitet vielen Experten, neben dem fahlen Licht, die ausgesandte elektromagnetische Strahlung Kopfzerbrechen. Viele Umweltmediziner fordern eine Einführung von Strahlungswerten, wie sie für PC-Monitore schon bestehen, für die hochfrequenten Leuchtmittel. Die Stiftung Warentest hat schon früh in Ihrem Magazin (1/2006) darauf hingewiesen, dass alle getesteten Lampen im Abstand von 30 Zentimeter (Nachttisch- oder Schreibtischlampe) über dem TCO-Grenzwert für Monitore lag. Laut österreichischem Konsumentenmagazin wurden die Grenzwerte um das 2,5 – 6,5 fache überschritten. Der Konsument steckt also ganz einfach in einem Dilemma.
„Tageslichtsysteme sind die einfachste und zugleich die beste Alternative“, betont Stefan Rohrhirs von der Lumena AG, welche sich auf natürliche Beleuchtungskonzepte spezialisiert hat. „Wir nutzen das Licht der Sonne und lenken das natürliche Licht, je nach Bedarf mit unterschiedlichen Tageslichtsystemen, in die gewünschten Räume.“
Die einfachen und ebenso genialen Lumitube Tageslichtsysteme fangen das Licht auf dem Dach ein und leiten es mit einem mit Reinstsilber verspiegelten Rohr in die gefangenen oder schlecht beleuchteten Räume. Dort geniesst der Benutzer dann seine eigene Sonne ohne den Lichtschalter zu betätigen. Technischer ist die Parans Glasfasersolarbeleuchtung. Dieses System beleuchtet Räume um 20 Quadratmetern und durch die Glasfasern benötigt es weniger bauliche Massnahmen für die Inbetriebnahme. 2008 erhielt es den WWF Carl Mannerfelt Preis. Für grosse Anwendungen empfiehlt sich die Installation eines Heliostaten. Die Heliostaten der Firma Lumena sind wartungs- und störungsfrei. Dies zeigt sich am Besten am Potsdamerplatz in Berlin. Diese Heliostaten folgen nun seit neun Jahren unentwegt und ohne weiteres menschliches Zutun dem Lauf der Sonne und lenken das Tageslicht in den sich darunter befindlichen U-Bahnhof.
Tageslichtsysteme sind eine hervorragende Alternative den Zielen der EU und einer ressourcenschonenden Zukunft gerecht zu werden.











