(openPR) Die bundesweite Vereinigung „Cartoonlobby“ feiert ihren ersten Geburtstag
Königs Wusterhausen/ LDS. Ein Jahr ist keine lange Zeit, davon können die Mitglieder der “Cartoonlobby“ eine Vereinshymne singen. Besonders wenn es gilt, erst einmal alle wichtigen Institutionen, Stiftungen und Behörden mit dem notwendigen konzeptionellen Futter und bürokratischem Antragsmaterial zu versorgen. Da kann sogar Satirikern das Lachen vergehen. So tierisch Ernst hatten sie sich die Förderung von visuellem Humor und visueller Satire und deren Kunstschaffenden nicht vorgestellt. Im Landkreis Dahme-Spreewald und deren Kulturverantwortlichen haben die Lobbyisten aber inzwischen Unterstützter und Förderer ihrer hoch gesteckten Ziele gefunden.
Am 27. August 2008 von sieben Initiatoren gegründet, ist die Mitgliederzahl des Vereins auf 25 gewachsen. „Und dies ohne jede großen Anstrengungen“, beteuert der Geschäftsführer Andreas Nicolai, „... denn für eine Mitgliederwerbung ließen die vielen Projekte noch keine Zeit. Da gibt es noch große Reserven für unsere Arbeit!“ Zu den Mitstreitern gehören inzwischen so bekannte Zeichnerinnen und Zeichner wie Barbara Henniger, Petra Kaster, FW Bernstein, Reiner Schwalme, Harm Bengen, Rainer Hachfeld, Freimut Woessner, Rainer Ehrt, Kriki, Mathias Hühn, Polo, Matthias Kiefel, SOBE, Jan Tomaschoff und das Ausstellungsbüro WP Fahrenberg. Sie kommen aber nicht nur aus der Region Berlin/Brandenburg, wo inzwischen die meisten deutschen Karikaturisten und Cartoonisten beheimatet sind, sondern z.B. auch aus Wuppertal, Göttingen, Cuxhaven, Ulm, Mannheim. So ist es auch gewollt, denn Ziel der Cartoonlobbyisten ist eine bundesweite Vereinigung. Diese möchte jede abgebildete Form von Humor und Satire als Kunstgattung, gesellschaftliche Kommunikationsform und Art der künstlerisch kreativen Erwerbstätigkeit in Deutschland unterstützen. Also Karikatur, kritischer Grafik, Cartoon und Komische Kunst in all ihren Facetten. Dazu gehört für den Verein auch das Sammeln, Bewahren und Vermitteln des kulturellen Erbes dieser speziellen Genres. Schwerpunkt hierbei ist die traditionsreiche Region Berlin/Brandenburg mit einer Vielzahl von berühmten Karikaturisten und kritischen Künstlern, die hier wirkten oder auch heute noch leben und arbeiten. Dabei widmet man sich zur Zeit besonders den Klassikern der ostdeutschen Karikatur. Um deren Arbeiten und Nachlässe und die damit verbundene Reflexion eines Stückes deutscher Zeitgeschichte bemüht sich derzeit niemand intensiv. Ihre Werke sollen den Grundstock der Sammlung eines zukünftigen Museums für Humor und Satire bilden.
Die Grundlagen dafür wurden im vergangenen Jahr geschaffen. Die Bibliothek und das Archiv für Humor und Satire haben Räumlichkeiten am Vereinssitz in Königs Wusterhausen gefunden. Es wurde damit begonnen die Bestände für eine geplante öffentliche Einrichtung einzulagern und zielstrebig zu erweitern.
Im Jahr 2010 soll die Sammlung des Vereins „Cartoonlobby“ ein Domizil im Landkreis Dahme-Spreewald finden. Dazu werden derzeit intensive Gespräche zu den Örtlichkeiten geführt. Damit wird eine wichtige Voraussetzung geschaffen, dass die Arbeit und die Förderung der Aktivitäten des Vereins eine entsprechende Grundlage bekommen. Zum Einen können die Nachlässe und Arbeiten konservatorisch und versicherungstechnisch korrekt verwahrt werden und zum Anderen soll hier auch die Möglichkeit bestehen, die Werke bereits einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu präsentieren.
Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Unterstützter und Sympathisanten für die Vorhaben des Vereins sind jedenfalls gern gesehen.
Infos auch unter www.cartoonlobby.de !












