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Netzwerk-Denkstau und bürokratische Erstarrung

(openPR) Facebook-Generation sollte die Wirtschaftswelt umkrempeln

München/Nürnberg, 5 August 2009, ne-na.de - Obwohl die Mehrzahl der Wirtschaftsexperten eine engere Vernetzung von Unternehmen fordern, damit sie zielgenauer auf die Wünsche ihrer Partner und Kunden eingehen können, effizienter entwickeln und ihre Waren und Dienstleistungen mit weniger Aufwand distribuieren können, vernetzen sich nach Erfahrungen von czyslansky-Blogger und Computerwoche-Herausgeber Christoph Witte czyslansky.net/?p=1646#more-1646 viele Firmen gar nicht oder nur sehr punktuell. „Dabei könnten vor allem Mittelständler so viel mehr erreichen, wenn sie mit anderen zusammenarbeiten würden. Allein sind sie nicht groß genug, um zum Beispiel genügend Einkaufsmacht zu entwickeln. Gemeinsam kämen sie dagegen schnell auf das Einkaufsvolumen eines Großunternehmens und könnten ausreichenden Preisdruck auf ihre Lieferanten ausüben. Wenn dieses Defizit an Kooperation beklagt wird, geißeln die gescholtenen Unternehmen sehr häufig Software, Netzwerke oder Schnittstellen, die eine engere Zusammenarbeit erschweren“, so Witte.

Nach Ansicht des Netzwerkspezialisten Karl-Heinz Gabler von der Nürnberger Firma Nash Technologies http://www.nashtech.com trifft das Argument der Mittelständler nur bedingt zu: „Ich stimme nicht zu, dass die technologischen Hürden ein gewichtiges Argument sind, das die Zusammenarbeit erschwert. Vielmehr halte ich die Blockade im Kopf für viel ausschlaggebender.“
Einigen Entscheidern fehle der Mut, zeitgemäße und neue Managementmethoden einzusetzen, um die Vorteile der Netzwerk-Ökonomie zu ernten. Die Wirtschaftswelt verlaufe nicht mehr in hierarchisch wohlgeordneten Bahnen, die man mit den überkommenen Methoden der Projektorganisation steuern kann. Die neue Arbeitswelt verlange nach Menschen mit Selbstorganisation. Man müsse sich von den eingeschliffenen Ritualen verabschieden, ansonsten sterben Firmen an bürokratischer Erstarrung. Mittelständler und Konzerne würden sich häufig von einer intensiveren Vernetzung nichts versprechen, meint Christoph Witte: „Sie glauben einfach nicht, dass ihnen andere Unternehmen etwas bieten könnten, das sie nicht schon haben oder sogar noch besser machen können. Jeder Fortschritt geht vom eigenen Unternehmen aus. Und wenn doch jemand anderer etwas besser macht, dann gilt es, diesen Vorsprung aufzuholen, den Konkurrenten zu überholen, anstatt seinen Wissensvorsprung durch Kooperation und intensive Vernetzung zum gemeinsamen Vorteil zu nutzen.“

Doch in einer Welt, die zumindest technisch umfassend vernetzt sei, in der Datenströme unermesslichen Ausmaßes um den Globus kreisen, in der praktisch alles mit jedem zusammenhängt, hat sich die Hoffnung überlebt, aus einem individuellen Vorsprung Kapital zu schlagen. Unternehmen müssten diesen Zusammenhängen endlich Rechnung tragen. „Wenn der Gedanke stimmt, dass vier Augen mehr sehen als zwei, mehr kluge Köpfe bessere Ideen ausbrüten als einer, warum machen sich das Unternehmen nicht stärker zunutze? Warum vernetzen sie sich nicht enger mit Partnern, Lieferanten und vor allem mit ihren Kunden? Die Technik ist nicht das entscheidende Hindernis. Die Hürden bauen die Unternehmen vor allem im Kopf auf. Vernetztes Denken ist leider noch Mangelware“, bedauert Witte.

Die Managementmodelle, die in den Köpfen der Unternehmer und Wirtschaftstheoretiker verankert sind, haben nichts mit der Epoche der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft zu tun, moniert Bernhard Steimel, Sprecher des Fachkongresses Voice Days plus http://www.voicedays.com in Nürnberg. „So langsam ist es überfällig, dass die Facebook-Generation herangezogen wird, um die Wirtschaftswelt umzukrempeln. Die traditionelle Industriewelt geht von der Vorstellung aus, Unternehmen würden noch wie ‚triviale Maschinen’ funktionieren. So wie ein Getränkeautomat. Man schmeißt Münzen rein, drückt auf die Taste und im Ausgabefach purzelt eine Getränkeflasche raus. Mit diesem simplen In- und Output-Schema kann man heute keinen Blumentopf mehr gewinnen“, warnt Steimel. Es sei an der Zeit, dass sich Manager nicht nur mit den neuen Technologien der Web 2.0-Ära vertraut machen, sondern Konsequenzen für die Unternehmensorganisation ziehen. Gefragt sei eine Architektur der Beteiligung mit frei kombinierbaren Datenquellen und Diensten. Es müsse die freie Zusammenarbeit von möglichst vielen Benutzern erreicht werden, ohne Schubladen-Denken, Abteilungsgrenzen und abgeschotteten Erbhöfen.

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