(openPR) Himmelsmaler mit Leib und Seele:
Pyrotechniker Paolo Mezzullo setzt auf eine Choreographie des Staunens!
Wenn an Silvester die Raketen steigen und Böller krachen, ist das bunt und laut – mit der Kunst der Pyrotechnik hat es wenig zu tun. Pyrotechniker wie Paolo Mezzullo von der Firma „Mezzullo Bodenseefeuerwerk“ hingegen, der seinen Sitz in Radolfzell hat, sehen den Himmel wie eine Art Leinwand und bemalen ihn mit Gemälden aus Feuer.
Seine Faszination für Feuer und Feuerwerke ist ihm quasi in die Wiege gelegt worden. Sein Onkel der unter den Firmennamen "Ditta Costa Vito & Figli" Pyrotechnik in dritter Generation produziert, vertreibt und natürlich auch selbst durchführt hat schon unzählige Nationale und Internationale Siege feiern können. Sein größter Erfolg war der Feuerwerks-Weltmeister Titel 1998 in San Remo (Fiori di Fuoco) an dem Paolo Mezzullo unter anderem auch mitgewirkt hat. Welch tolle Schule für Paolo Mezzullo, der inzwischen auf langjährige Erfahrung und mehrjährige Mitarbeit zurückblicken kann! Schon von klein an war er oft mit dem Onkel unterwegs und hat an Feuerwerken und in der Produktion mitgewirkt. Neben dem Beruf machte er dann später in Deutschland eine Ausbildung zum staatlich geprüften Pyrotechniker. „Damit man überhaupt zu den Seminaren zugelassen wird, muss man schon bei 26 Feuerwerken als Praktikant mitgemacht haben“, schildert er. Was für ihn als Mitglied einer Feuerwerker-Familie kein Problem war, ist für alle anderen eine große Hürde. „Wer ist schon bereit einen Praktikanten zu nehmen, der später vielleicht zum Konkurrenten wird?“
Für Paolo Mezzullo liegt die Kunst der Pyrotechnik darin, „das Bild am Himmel schon vor dem Abschuss der Feuerwerkskörper einschätzen zu können“. Einfluss auf die Beschaffenheit der "Bomben" selbst hat man nicht, denn die fertige Ware wird in großen Mengen meist aus Asien geliefert. Er persönlich mag’s naturgemäß mediterran- bunt und rasant mit vielen Effekten hintereinander, wie es die italienischen Zylinderbomben ermöglichen, die sich größer und explosiver in der Luft entfalten als die chinesischen Kugelbomben, allerdings aber um einiges teurer sind. Das Konzept des Zusammenspiels der unterschiedlichen Farben und Formen zu entwickeln - dass ist es, worauf es in der "Kunst des Feuers" ankommt. „Man muss jeden Effekt kennen und einfach geschickt miteinander kombinieren“, erklärt Paolo Mezzullo, der oftmals auch mit Musikuntermalung arbeitet. Dabei überlässt der Profi nichts dem Zufall. Witterungsbedingungen müssen genauso berücksichtigt werden wie die physikalische und chemische Beschaffenheit der Ware.
Was da in Minuten am Nachthimmel verpufft, ist je nach Größe und Typ das Ergebnis tagelanger Planung.
„Feuerwerke sind naturgemäß vergänglich“, beschreibt er den Aspekt. „Bilder zu schaffen, die das Publikum in Erstaunen versetzen und eine Weile in den Köpfen bleiben, das ist die ganz große Herausforderung für mich“, macht er deutlich. Trotz des Aufwands sei jedes Feuerwerk für ihn ein einzigartiges Erlebnis, dem er voller Vorfreude entgegen fiebere.
Marina Kupferschmid/ Singener Wochenblatt











