(openPR) Doppelter Erfolg für Kudrass: Mit einem großen Sprung von Platz 17 auf 12 der Rangliste sowie dem Klassensieg ging am vergangenen Wochenende für Langstrecken-Experte Wolfgang Kudrass das 6-Stunden-Ruhr-Pokalrennen auf dem Nürburgring zu Ende. Der Lohmarer pilotierte beim sechsten Lauf der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring im Wechsel mit dem Saarländer Hubert Nacken und dem Bayern Christopher Haase 36 Runden in 6.09:34.347 Stunden.
„Jetzt zählt nur noch ankommen“, zeigte sich der Lohmarer beim letzten Fahrerwechsel zuversichtlich – sechs Minuten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten hatte entspannte Gelassenheit im Cockpit des BMW M3 von Lingmann-Motorsport auch bei zahlreichen Wetterkapriolen möglich gemacht. Starke Nerven hatte der Altmeister von der Agger dabei gezeigt; denn anders als zahlreiche Konkurrenten entschied er sich gegen den Boxenstopp und damit– mit profillosen Reifen (Sliks) – für den „Ritt auf der Rasierklinge“ auf der teils nassen und teils feuchten Fahrbahn weiter zu fahren.
Für das erfolgreiche Gesamtergebnis aber zeichne sich eine neue Strategie verantwortlich. „Das ging voll auf“, analysiert Kudrass, der sich auch über den 19. Platz der Gesamtwertung in einem mehr als 196 Fahrzeuge starken Feld freuen kann. Der Langstreckenmeister hatte sich für einen Start in der Spezialtourenwagenklasse (SP5) entschieden und diesmal auf 360 PS bei 1080 Kilogramm Gesamtgewicht und 3000 ccm Hubraum gesetzt.
Nürburgring-Routinier und Vizemeister Hubert Nacken kennt den Lingmann-Boliden gut. Grund genug für ihn, in den ersten Runden und bei einsetzenden Starkregen lange auf den Reifenwechsel zu verzichten. Am Ende aber steht auch er auf der Spielwiese der möglichen Titelträger: Platz 11 vor Teamkollege Kudrass. Christopher Haase (21) kommt aus dem Phoenix-Lager am Nürburgring, „er toller Fahrer mit außergewöhnlichem Fahrstil“, attestiert der Lohmarer dem jungen Kollegen.
Der hatte übrigens schon vor Jahren einen Beweis für die europaweite Beliebtheit der Langstreckenserie in der Eifel mitgebracht: Unter anderem engagiert sich das in Köln ansässige Dienstleistungsunternehmen idh Habers aus ideellem Antrieb als Sponsor, „dafür bedanken wir uns natürlich herzlich“, so Kudrass. Freundschaft verbindet den Geschäftsführer Rainer Habers und Wolfgang Kudrass, und - ganz nebenbei - auch noch der Sinn für Humor. Immerhin war Habers an seinem Wohnort Overath schon einmal Bauer im Dreigestirn.
Nach der Sommerpause soll es weiter gehen, auch im siebten Lauf, beim 32. RCM DMV Grenzlandrennen am 29. August will Kudrass wieder im Erfolgauto starten. Sein erklärtes Ziel: Erneuter Klassensieg sowie in der VLN-Gesamtwertung ein Platz unter den ersten zehn. In einem der noch anstehenden vier Rennen sei zudem ein Doppelstart geplant. „Unter anderem in einem Porsche“, verrät der Betreiber eines bekannten Autohauses in Lohmar-Kreuznaaf. Bei welchem Rennen das genau sein werde, stehe derzeit aber noch nicht fest. Es bleibt spannend.











