(openPR) Schweizer Hochschule für Kunst und Gestaltung integriert zusammen mit Ubisense Echtzeit-Ortungssystem und biometrische Sensoren, um die Erfahrung Museumsbesuch experimentell zu erforschen
Die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel hat auf einzigartige Weise im Kunstmuseum St. Gallen ein Lösungskonzept implementiert, in dem Daten von teilnehmenden Museumsbesuchern aufgenommen werden, während sie durch die Ausstellung gehen. Ziel ist es, neue Einblicke in die emotionalen und kognitiven Reaktionen der Besucher auf die Kunstobjekte zu erhalten.
Dortmund, St. Gallen, 22. Juli 2009 - eMotion ist ein Forschungs- und Medienkunstprojekt in den Bereichen Kultursoziologie und Kulturmanagement, Kunstvermittlung und Kunstrezeption, kuratorische Praxis und Museumsforschung, Medienkunst und Performance.
“Untersucht wird die kognitive, emotionale und körperliche Wirkung des Kraftfeldes Museum und dessen Einfluss auf das implizite Entscheidungsverhalten der Besucher”, erklärt Dr. Martin Tröndle, eMotion Projektentwickler und -leiter. “Dabei werden wissenschaftliche und künstlerische Forschungs- und Darstellungsmethoden zu einem transdisziplinären Vorgehen integriert.”
Bei der Anmeldung im Museumseingang erhalten die Besucher einen speziellen Handschuh, der mit biometrischen Sensoren und einem aktiven Ortungstag der Firma Ubisense ausgestattet ist. Die Besucher beantworten einen Fragenkatalog bezüglich ihrer Vertrautheit mit und Erwartungen an die Ausstellung sowie zu biometrisch relevanten Daten, z.B. ob sie rauchen oder vor dem Besuch eine Tasse Kaffee getrunken haben. Die Kunstausstellung ist mit 20 Ubisense Sensoren ausgestattet, die viermal pro Sekunde die Positionen der Besucher mit einer Genauigkeit von 15 cm erfassen, während sie durch die Ausstellung gehen. Parallel hierzu werden die Herzfrequenz und die elektrische Hautleitfähigkeit der Besucher gemessen und zu einem zentralen Server übermittelt, der die Ergebnisse aufnimmt und analysiert. Am Ende der Ausstellung kann sich der Besucher die Ergebnisse auf einem Plasma-Bildschirm ansehen. Die statistischen Daten der am meisten betrachteten Objekte und die aggregierten Bewegungsbilder der Besucher werden auf verschiedene innovative Wege audio-visuell präsentiert.
“Wir sind von der Performance des Ubisense Ortungssystem sehr beeindruckt”, sagt Roland Wäspe, Direktor des Kunstmuseum St. Gallen. “Unser Museumsgebäude stellt eine Reihe von architektonischen Herausforderungen an radiobasierte Systeme und wir sind fasziniert von der Zuverlässigkeit und Präzision des Systems in dieser Umgebung.”
eMotion ist ein Forschungsprojekt des Instituts für Design- und Kunstforschung der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW. Es wird durch den Schweizer Nationalfonds und Ubisense gesponsert. “Wir danken Ubisense für die finanzielle Unterstützung und das Engagement des professionellen Teams, das dazu beigetragen hat, dass dieses Projekt ein voller Erfolg wird”, erklärt Tröndle weiter.
Mehr Informationen finden Sie unter www.mapping-museum-experience.com.









