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Rundum-Sorglos - Netzwerk hilft Diabetikerfüßen

21.07.200915:17 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Rundum-Sorglos - Netzwerk hilft Diabetikerfüßen
Dr. Anna Trocha koordiniert im Diabetes-Zentrum des Essener Elisabeth-Krankenhauses das Behandlungsprogramm
Dr. Anna Trocha koordiniert im Diabetes-Zentrum des Essener Elisabeth-Krankenhauses das Behandlungsprogramm

(openPR) Mit einem Begriff wie ‚Integrierte Versorgung’ können die meisten Menschen immer noch nichts anfangen. Doch bereits bei der Gesundheitsreform 2004 wurde dieses Versorgungsmodell im Fünften Sozialgesetzbuch geregelt: Eine Krankenkasse oder ein Zusammenschluss von Kassen kann danach mit einzelnen medizinischen Einrichtungen, Ärzten und nichtärztlichen Gesundheitsberufen direkte Verträge abschließen. Das Ziel dabei ist, mehr Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Qualitätsorientierung im Gesundheitswesen zu schaffen. Dies ist für den Otto-Normal-Krankenversicherten zunächst nicht sonderlich spannend, und die meisten werden denken, dass sie in der Praxis damit nie etwas zu tun haben werden. Aber gerade für Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern kann die ‚Integrierte Versorgung’ heute ein echter Pluspunkt sein: So etwa jetzt für Diabetiker in der Region Mittleres Ruhrgebiet.



Amputationen verhindern

Im Juli 2009 tritt das Elisabeth-Krankenhaus Essen, ein Haus der Contilia Guppe, als direkter Partner nahezu aller Krankenkassen dem Vertrag ‚Integrierte Versorgung zur Behandlung des diabetischen Fußsyndroms’ bei. Beim diabetischen Fußsyndrom handelt es sich um eine komplexe Störung infolge einer Zuckererkrankung. Aufgrund von Durchblutungsstörungen und Nervenschädigungen kann es zu schlecht heilenden Wunden an den Füßen kommen, die sich rasch weiter ausbreiten und letztendlich sogar zum Verlust der Gliedmaßen führen können. „Diabetiker sind in Deutschland leider immer noch etwa 40 mal häufiger von Fußamputationen betroffen als Nichtdiabetiker“, erklärt Dr. Birgit Tillenburg, ärztliche Leiterin des Diabetes-Zentrums im Elisabeth-Krankenhaus. „Um dies zu ändern ist gerade beim diabetischen Fußsyndrom eine klar strukturierte Behandlung, bei der verschiedene Spezialisten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und Berufsgruppen zusammenarbeiten, unabdingbar. All dies gewährleistet die ‚Integrierte Versorgung’.“

Das 2002 ins Leben gerufene ‚Netzwerk Diabetischer Fuß in Köln und Umgebung’ belegt die Erfolge des Versorgungsmodells: Ärzte aus Kliniken und Praxen hatten sich mit dem Ziel der besseren Behandlung und Prophylaxe des diabetischen Fußsyndroms zusammengeschlossen. Die Therapie wurde nach gemeinsamen Leitlinien ausrichtet. In den Jahren 2003 und 2004 wurden insgesamt 516 Behandlungsfälle dokumentiert. Das Ergebnis: Laut der von dem Kölner Mediziner Dr. Dirk Hochlenert veröffentlichen Zahlen lag die Amputationsrate (oberhalb des Sprunggelenks) bei den teilnehmenden Diabetikern im Untersuchungszeitraum bei 2,1 Prozent. Im Vergleich: Im Bundesdurchschnitt liegt sie etwa bei fünf bis zehn Prozent. In Köln wurde aber nicht nur aufgezeigt, dass eine enge Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten zu deutlich weniger Amputationen führt, auch die stationären Aufenthalte der Patienten konnten hier häufig vermieden oder deutlich verkürzt werden.

Strukturierte Behandlung

Mit dem neu geschaffenen Netzwerk für Essen und Umgebung will man zukünftig möglichst viele Patienten im Ruhrgebiet erreichen. Dem Zusammenschluss werden deshalb verschiedene diabetologische Schwerpunktpraxen und auf die Zuckererkrankung spezialisierte Krankenhäuser angehören. Die Krankenkassen holen die erfahrensten Behandler und engagiertesten Leistungserbringer der Region ins Boot. So hat sich beispielsweise das interdisziplinäre Diabetes-Zentrum im Elisabeth-Krankenhaus seit Jahrzehnten etabliert und wurde bereits durch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft als ambulante und stationäre Fußbehandlungseinrichtung zertifiziert.

Das neue Netzwerk arbeitet eng mit den Hausärzten zusammen – sie sind entscheidend für den Erfolg des Projekts. Als Primärärzte überweisen sie im Regelfall ihre Patienten mit einem Risiko-Fuß in eine der beteiligten Schwerpunktpraxen. Der Patient entscheidet nun selbst, ob er die Vorteile der Integrierten Versorgung nutzen möchte. Wenn er sich für das Projekt einschreibt, wird er zukünftig in dem fachübergreifenden Verbund – dem Diabetologen, Orthopäden, Gefäßchirurgen, Podologen und auch orthopädische Schuhmacher angehören – versorgt. Da das Netzwerk eng verzahnt ist und über gute Kommunikationsstrukturen verfügt, muss der Patient auch nicht bei jedem der Ärzte sein Problem erneut schildern. Der Vertrag, den er abschließt, umfasst überdies die für ihn notwendige Versorgung mit Arznei- und Verbandmittel sowie die Verordnung von Hilfsmitteln. „Um die Behandlungsqualität ständig überprüfen zu können, wurden speziell für die Integrierte Versorgung geeignete Indikatoren entwickelt“, erläutert Dr. Anna Trocha, die im Diabetes-Zentrum im Elisabeth-Krankenhaus das Behandlungsprogramm koordiniert. „Sie werden in jeder beteiligten Praxis oder Fußambulanz per EDV erfasst, statistisch ausgewertet, den Kollegen nach dem Benchmark-Prinzip zurückgespiegelt und in einem eigenen Qualitätszirkel diskutiert.“ Für den gesamten Behandlungszeitraum – also bis die Wunde tatsächlich abgeheilt ist – ist der Patient an den Arzt gebunden, dem als ambulanter Hauptbehandler die Koordination und die Dokumentation der Behandlung obliegt. „Die Behandlung eines diabetischen Fußes gehört in die Hände eines Diabetologen oder einer Diabetes-Fußambulanz“, unterstreicht Dr. Trocha. „Hier gibt es besonders geschulte Spezialisten, die sich mit den vielfältigen Therapiemöglichkeiten dieser Folgeerkrankung bestens auskennen. Ein Großteil der Amputationen ließen sich durch richtige Vorbeugung oder eine frühzeitige Behandlung verhindern. Die Integrierte Versorgung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancen von Menschen mit diabetischem Fußsyndrom.“

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