(openPR) Hamburg - In deutschen Krankenhäusern werden jährlich ca. 400.000 Kniegelenk-Prothesen eingesetzt. Durch den Einsatz moderner Navigationsverfahren in der Hüft- und Knieendoprothetik können die Kunstgelenke präzise eingebaut werden. Doch nach etwa 10 bis 15 Jahren muss ein künstliches Kniegelenk ausgetauscht werden. Hier konnte bisher die Navigation dem Operateur nicht helfen.
Im Zentrum für Endoprothetik der Schön Klinik Hamburg-Eilbek hat weltweit erstmals der "Kollege Computer" bei einem Knie-Wechsel dem Operateur die millimetergenaue Positionierung des künstlichen Gelenkersatzes gezeigt.
"Bislang konnten wir dieses Verfahren der Computernavigation nur bei einem ersten Knie anwenden - also nur dann, wenn ein Patient das erste Mal ein künstliches Knie erhalten hat," so Chefoperateur und Mit-Entwickler Dr. Frank Lampe, Chefarzt im Hamburger Zentrum für Endoprothetik. "Die Kombination von minimalinvasiver und computergestützter Technik führt zu optimalen Ergebnissen, was uns vor allem die zufriedenen Patienten bestätigen. Unsere Patienten sind durch diese schonenden Operationsverfahren üblicherweise schnell und fast schmerzfrei wieder auf den Beinen, und die exakte Platzierung garantiert eine optimale Langlebigkeit der Endoprothesen.“
Das Verfahren erinnert ein wenig an die Navigationshilfe in der Luftfahrt: Eine Art "künstlicher Horizont" zeigt dem Operateur den millimetergenauen Sitz des neuen Kniegelenkes. Hierzu erhält der Patient während der Operation Infrarotsensoren an Ober- und Unterschenkel. Zwei Empfänger nehmen diese Signale auf. Dann wird das Bein mit einem weiteren Sender vermessen und ein Computer ermittelt die exakte Position. Dr. Lampe betont: "Hierbei operiert der Computer nicht selbst, sondern er hilft mir genauer als mein Auge zu arbeiten." Nun kann mit der navigierten Wechsel-OP mit der gleichen Präzision implantiert werden, wie es bislang nur beim „Erst-Knie“ möglich war. Die Entwickler versprechen sich zum einen deutlich bessere klinische Ergebnisse und zum anderen deutlich verlängerte Standzeiten der Implantate. Die Navigation wird minimal-invasiv durchgeführt.
Als einzige Gesamtorthopädie in Hamburg bietet die Schön Klinik Hamburg-Eilbek die komplette Bandbreite des Gelenkersatzes am gesamten Bewegungsapparat inklusive Rheumaorthopädie. Hierzu gehören sämtliche Gelenke wie Hüft-, Knie-, Schulter-, Ellenbogen- und Sprunggelenke sowie die kleinen Gelenke an Hand und Fuß. Darüber hinaus ist das Zentrum für Endoprothetik Referenzzentrum für moderne Verfahren wie Kappen- und Kurzschaftendoprothetik. Informationen unter (0 40) 20 92 - 73 00, Zentrum für Endoprothetik, Schön Klinik Hamburg-Eilbek.
Im Internet:
www.schoen-kliniken.de/ptp/kkh/eil/faz/endo/













