(openPR) Mannheim, 10. Juni 2009. Vor knapp 128 Jahre kam Arthur Sullivan (1842-1900), der bedeutendste englische Komponist des 19. Jahrhunderts, erstmals nach Bad Schwalbach und besuchte in dem damals neuen Kursaal ein Konzert. Jetzt ist er in den Taunus zurückgekehrt: Anlass war am 6. Juni 2009 die Gründung der Deutschen Sullivan-Gesellschaft in den Räumlichkeiten der Opernakademie. Neben dreizehn Wissenschaftlern und Musikfreunden aus ganz Deutschland waren mit Stephen Turnbull und Dr. Ian Bradley auch zwei Vorstandsmitglieder der englischen „Sir Arthur Sullivan Society“ angereist.
Mit der Ortswahl knüpfte man bewusst an die traditionellen Verbindungen des Taunus zu Großbritannien im 19. Jahrhundert an. Zum Auftakt sang am Nachmittag die Sopranistin Jessica Fründ, am Klavier begleitet von Rhodri Britton, zwei Lieder, die Sullivan während seines Studiums am Leipziger Konservatorium auf deutsche Texte von Corrodi und Eichendorff komponiert hatte. Die Künstler hatten die Eichendorff-Vertonung „Lied, mit Thränen halb geschrieben“ dafür eigens anhand einer Kopie des Originalmanuskripts rekonstruiert, da das vorhandene Notenmaterial für eine Aufführung ungeeignet war.
Ehrenpräsident der Deutschen Sullivan-Gesellschaft ist Sir Roger Norrington, der Chefdirigent des Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, mit dem er bereits Orchesterwerke von Sullivan aufgeführt hat. Den Vorstand bilden Professor Dr. Albert Gier (1. Vorsitzender), Meinhard Saremba (Geschäftsführender Vorsitzender), Margit Brendl (Schatzmeisterin) und Beate Koltzenburg (Schriftführerin).
Nach der Gründungsversammlung präsentierte am Abend das engagierte Ensemble der Internationalen Opernakademie der L'Opera Piccola Bad Schwalbach im Kurhaus ein Konzert ausschließlich mit Auszügen aus Sullivans Opern. Geboten wurden halb-szenisch Arien und Szenen aus The Emerald Isle, The Mikado, The Beauty Stone und The Yeomen of the Guard.
Ziel der Deutschen Sullivan-Gesellschaft ist die Förderung aller Bestrebungen, welche der Verbreitung und dem Verständnis des Gesamtwerks von Arthur Sullivan (1842-1900) dienen, insbesondere im deutschen Sprachraum. Dazu gehören sein Wirken als Komponist (Oper, Chor- und Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder, Part Songs, Schauspielmusik usw.) sowie als Dirigent, Musikforscher und -förderer.
Zur Gründung erschien auch die erste Ausgabe des „Sullivan-Journal“ mit Informationen über den Komponisten sowie Quellentexten und Analysen, die teilweise zum ersten Mal in die deutsche Sprache übersetzt wurden. Zu den ersten Projekten der Gesellschaft gehören weitere Publikationen, Konzerte, die kritische Edition von Notenmaterial und Projekte im Bereich der Jugendarbeit.
Mitglieder erhalten die erste Ausgabe des „Sullivan-Journal“ (Magazin der Deutschen Sullivan-Gesellschaft), 20 % Ermäßigung für den neuen Cambridge Companion to Gilbert and Sullivan (hrsg. von David Eden und Meinhard Saremba), einen regelmäßig erscheinenden Newsletter und Einladungen zu Vereinsaktivitäten.










