(openPR) EIAA-Report „Media Multi-Tasking 2009“zeigt
• Nutzung des Internets parallel zum Fernsehen gewinnt in Europa zunehmend an Beliebtheit – seit 2006 plus 38 Prozent
• Knapp jeder fünfte Deutsche schaut fern und surft gleichzeitig im Web
• Besonders beliebt bei deutschen TV- und Internet-Parallelnutzern: Online-Netzwerke und Instant-Messaging-Dienste
• Fernsehschauende Internetnutzer kaufen häufiger im Web ein und geben dabei mehr Geld aus als der durchschnittliche Onliner
London, 4. Juni 2009 – Immer mehr Europäer surfen beim Fernsehen gleichzeitig im Internet. 22 Prozent von ihnen nutzen Web und TV bereits regelmäßig parallel. Gegenüber 2006 ist die Anzahl der so genannten „Media Multi-Tasker“ damit europaweit um deutliche 38 Prozent gestiegen. Dies hat der aktuelle „Media Multi-Tasking 2009“-Report ergeben, der von der EIAA (European Interactive Advertising Association), dem Branchenverband der pan-europäischen Online-Vermarkter und -Technologiedienstleister, im Rahmen der „Mediascope Europe“ Studie herausgegeben wurde. Für Deutschland zeigen die Ergebnisse, dass die Anzahl der Media Multi-Tasker seit 2006 um 12 Prozent gestiegen ist. So surft knapp jeder Fünfte in Deutschland bereits beim Fernsehschauen gleichzeitig im Internet (19 Prozent). Im Vergleich zu den Nicht-Multi-Taskern, also den ausschließlichen Onlinern, nutzen die Multi-Tasker das Netz dabei deutlich aktiver. Besonders Online-Netzwerke (45 Prozent, Europa: 53 Prozent) und Instant-Messaging- Dienste (41 Prozent, Europa: 51 Prozent) sind bei ihnen sehr beliebt. Und das auch unterwegs: Nahezu ein Viertel der deutschen Parallelnutzer (22 Prozent) surft bereits regelmäßig über das Handy im Internet (Europa: 29 Prozent).
Multi-Tasker kaufen häufiger im Netz ein
Die parallele Nutzung von TV und Internet hat laut EIAA-Report „Media Multi-Tasking 2009“ auch Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten der deutschen Multi-Tasker. Diese kaufen beinahe doppelt so häufig im Internet ein als Nutzer, die nicht zur Parallelnutzung von TV und Internet neigen (12 vs. 8 Einkäufe), und geben dabei 10 Prozent mehr Geld aus. Im europäischen Vergleich fällt dieses aktive Einkaufsverhalten noch deutlicher auf (12 vs. 7 Einkäufe). Durchschnittlich geben die europäischen Parallelnutzer 26 Prozent mehr Geld für Einkäufe im Netz aus als die Nicht-Multi-Tasker.
16- bis 24-jährige Deutsche sind die Multi-Tasking-Kings
Die Mehrheit der deutschen Parallelnutzer ist wie in ganz Europa unter 35 Jahre alt. Unter den deutschen Multi-Taskern befinden sich 30 Prozent in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen und 22 Prozent sind zwischen 25 und 34 Jahren alt. Die Zahlen für Europa zeigen für die 16- bis 24-jährigen Media Multi-Tasker seit 2006 ein Wachstum von 33 Prozent. Bei den 25- bis 34-Jährigen ist sogar ein Plus von 39 Prozent zu verzeichnen. In Europa nutzen demnach 44 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 39 Prozent der 25- bis 34-Jährigen gleichzeitig TV und Internet. Aber auch die als Silver Surfer bekannten über 55-Jährigen konsumieren im europäischen Durchschnitt Fernsehen und Internet zunehmend parallel, was sich in einem Zuwachs an Parallelnutzern von 75 Prozent seit 2006 zeigt.
Alison Fennah, Executive Director der EIAA zu den Ergebnissen der aktuellen Studie: „Immer mehr Europäer nutzen Fernsehen und Internet parallel. Für Werbetreibende ist es wichtig, diesen Trend, diese Zielgruppe und deren Verhaltensweisen zu verstehen, um hier mit geeigneten Werbekampagnen zu agieren. Der EIAA-Report `Media Multi-Tasking 2009´ bietet zu diesem Trend genaue Ergebnisse und betont die notwendige Einsicht für Werbetreibende, dass Medien nicht isoliert funktionieren und nicht länger getrennt voneinander betrachtet werden dürfen. Um hier eine Vorreiterrolle einzunehmen, müssen Markenhersteller verstehen, wie unterschiedliche Medien am effektivsten zusammenwirken können. Als technisch versierte und sehr aktive User sind die Parallelnutzer eine anspruchsvolle Zielgruppe. Bei zukünftigen Crossmedia-Kampagnen sollten Werbetreibende dies und die Unterschiede zwischen den Altersgruppen im Auge behalten.“
Methodik
Die Studie umfasst insgesamt 9.095 Interviews. Im September 2008 wurden in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien und den Niederlanden hierfür 6.000 CATI Interviews und zusätzlich 3.000 Onlinebefragungen in Skandinavien durchgeführt. Auch die Ergebnisse von 3.000 Interviews einer Omnibus Untersuchung wurden miteinbezogen.













