(openPR) (Dortmund, den 02. 06. 2009) Eltern wissen es intuitiv: Je besser ihr Kind und die gewählte Tanzrichtung zueinander passen, desto mehr Spaß macht das Training, desto größer sind die Erfolge. „Was soll mein Kind tanzen“ ist daher zur zentralen Frage für alle Eltern tanzwütiger Kinder geworden. Viele Jahre war es einfacher, denn mit der Entscheidung, tanzen zu wollen, war auch die Entscheidung fürs Ballett gefallen, weil es die heutige Vielfalt der Tanzrichtungen noch nicht gab. Mittlerweile gilt es abzuwägen: Ist meine Tochter eine motivierte Balletttänzerin, liegt ihr der individuelle Ausdruck des Modern Dance oder ist sie eher eine feurige Jazz-Tänzerin? Eine Antwort haben selbst erfahrene Dozenten nicht auf den ersten Blick parat. Denn die Wahl der Tanzrichtung soll die individuellen Eigenschaften eines Kindes umfassend berücksichtigen.
Da ist die Sicht der Mutter, welche ihre Eindrücke aus dem Familien- und Alltagsleben schildert. Und da ist die Sicht der Dozentinnen, die während der ersten Orientierungsphase im Studio die tänzerischen Fähigkeiten beobachten. Um aus all diesen Punkten ein verwertbares Resultat ableiten zu können, hat Berry Doddema, künstlerischer Leiter des Modern Dance Center in Dortmund, ein Verfahren entwickelt, das Eltern wie Tanzdozenten die Gewichtung der vielen subjektiven wie objektiven Eindrücke erleichtert. Der Grundgedanke: Light my Fire – die natürlichen Eigenschaften des Kindes unterstützen.
Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser – das sind fünf Elemente, die in fernöstlichen Prinzipien stark verankert sind. „Sie können sich unterstützen, zerstören oder hemmen“, schildert Doddema. Die Tanzrichtungen Ballett, Modern Dance und Jazz Dance mit ihren diversen Ausprägungen können diesen Elementen zugeordnet werden. Wobei jede der Tanzrichtungen ein Hauptcharakteristikum hat, Modern Dance etwa das Wasser, das Ballett die Erde und Jazz Dance das Feuer. Die anderen Elemente kommen mehr oder weniger stark ausgeprägt hinzu. So ist Jazz Dance nicht nur das reine Feuer, sondern hat auch viel mit Holz gemein, das vor allem für Kreativität steht. Hinzu kommt das Element Erde – Sinnbild für Techniktraining.
Auf der anderen Seite können auch Charakter, Temperament, Talent und Fähigkeiten eines Kindes, die sich aus einer Befragung der Eltern und der Dozenten herauskristallisieren, den fünf Elementen zugeordnet werden. Im Ergebnis lässt sich dann ableiten, von welchem dieser Elemente das Kind geprägt wird und wie es bestmöglich unterstützt werden kann.
Paula zum Beispiel ist neun Jahre alt, hat die Orientierungsphase durchlaufen und steht vor der Frage, welche Tanzrichtung sie einschlagen soll. Paula ist durch und durch vom Feuer geprägt, sie ist sehr offen und neugierig, hat Power und viele Freunde, eckt aber auch an. „Neben ihrem Feuer, ihrer Explosivität braucht sie vor allem die Kreativität und weniger die Technik, um sich ausgeglichen entwickeln zu können“, erläutert Doddema, „eine Konstellation, die sich am ehesten im Jazz Dance wiederfindet.“ Schon bei den Kindern sind hier kleine darstellerische Fähigkeiten gefragt. Genau das Richtige also für ein Mädchen, das Mutter und Dozentinnen zufolge gerne im Vordergrund steht, sich mit Freude präsentiert und das selbst Solistin sein möchte. Und nicht zuletzt kommt Paula beim Jazz Dance die sehr ausgeprägte Improvisation zugute, weil sie beim Training ihre Ideen mit einbringen kann.
Infos: www.moderndancecenter.de











