(openPR) SPD - Lauterbach zu Besuch bei Sägewerk Heggenstaller in Lauterbach-Reuters - Vogelsbergkreis/Hessen.
(red-wb/24. Mai 2009 ). Ortsvereinsvorstand und Stadtverordnetenfraktion der Lauterbacher SPD kamen beim Ortstermin auf dem Gelände des schon sehr weit im Bau fortgeschrittenen Großsägewerkes der Firma Heggenstaller Lauterbach GmbH aus dem Staunen nicht heraus. Projektleiter Roger Fränkel wartete bei der Führung über das riesige Werksgelände und durch die gigantischen Produktionshallen mit Zahlen und Fakten auf, die zwar zum Teil schon bekannt waren, aber beim Anblick des Werkes – das eigentlich aus mehreren Werken besteht – erst so richtig die Emotionen weckte.
Gleich am Anfang der Führung wurde das Rinden-Biomassekraftwerk in Augenschein genommen . Es hat eine Feuerungswärmeleistung von 42 Megawatt, davon bis zu 9 Megawatt als Strom. Das entspricht einer Stromproduktion von über 60 Mio. kWh pro Jahr – das ist mehr, als die Stadtwerke Lauterbach jährlich absetzen. Mit der Leistung dieses Heizkraftwerkes könnten vergleichsweise etwa 15.000 Haushalte mit Wärme und 20.000 Haushalte mit Strom versorgt werden, doch für den Betrieb des Großsägewerkes reicht der selbst gewonnene Strom laut Fränkel nicht aus. Durch die im eigenen Kraftwerk produzierte Wärme kann neben dem Schnittholz auch das anfallende Sägerestholz getrocknet und am Standort weiter verarbeitet werden. Aus den Hackschnitzeln und Sägespänen werden Pressspanklötzchen für Europaletten produziert und später dann auch Pellets.
SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Bundestagskandidatin Claudia Blum bezeichnete das Biomassekraftwerk von Heggenstaller als ein gutes Beispiel für die positiven Effekte des unter rot-grün entstandenen Energie-Einspeise-Gesetzes, das die Nutzung der regenerativen Energien vorangetrieben habe.
Die SPD-Besucherinnen und Besucher mussten bei der Besichtigung von Kraftwerk, dem Holzanlieferungsbereich – täglich kommen 90 bis 100 Lkw mit Fichte- und Kieferrundholz – der Rundholzsortieranlage, dem riesigen Sägewerk mit anschließender 15 Etagen hoher Brettersortieranlage, daran anschließend der Trocknungsanlage und schließlich bei der Besichtigung des Klotzwerkes einen nicht unerheblichen Fußmarsch zurücklegen.
Gegen Ende der Führung äußerte Fraktionsführer Berthold Habermehl die Bitte, später einmal das Werk in Funktion besichtigen zu können. Das wird aber erst in der zweiten Jahreshälfte möglich sein, wenn die Inbetriebnahme aller Teile vollständig abgeschlossen ist und die Alltagsroutine im Werk einkehrt. Erst im nächsten Jahr soll das Pelletwerk errichtet werden und voraussichtlich am Jahresende in Betrieb gehen. Dann erst – so Projektleiter Fränkel – läuft das Werk richtig rund und alle Zahnräder greifen ineinander.
Was dann jedoch noch fehlt und dessen Fertigstellung wegen erhobener Einsprüche von Bürgern aus Reuters noch mit Fragezeichen behaftet ist, ist der geplante Gleisanschluss über den Wallenröder Bahnhof und die Reuterser Gemarkung. Das Thema Gleisanschluss interessierte insbesondere die beiden Eisenbahnfans in der SPD, Dieter Weinberger und Werner Filzinger. Morgens ganz früh und abends, also in den Zeitfenstern außerhalb des Personenverkehrs, werden dann bis zu 500 Meter lange Güterzüge mit Rundholz bzw. Züge mit Heggenstaller-Produkten auf der Strecke Fulda – Wallenrod und umgekehrt verkehren. Dies bedeutet eine Verlagerung von 25 Prozent des Transportes von der Straße auf die Schiene. Stark beeindruckt von dem, was sie zu sehen bekamen, bedankten sich die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Claudia Blum und Fraktionsführer Berthold Habermehl bei Projektleiter Fränkel für die interessante Führung.









