(openPR) Die deutschen Autohersteller leiden weiter unter einem äußerst schwachen Exportgeschäft, aber die Abwrackprämie hat zumindest dem inländischen Automarkt einen unerwartet kräftigen Schub gegeben. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband der Automobilindustrie dank der staatlichen Kaufanreize hier sogar mit einer Absatzsteigerung.
Mit 400 000 neu zugelassenen Autos stieg der Inlandsabsatz im März um 40 Prozent auf den höchsten Wert seit dem Wiedervereinigungsboom 1992. Aber auch im Zusammenhang mit der Abwrackprämie gibt es Sieger und Verlierer.
Die deutschen Hersteller von Mittelklasse- und Oberklasse-Autos profitieren allerdings von der Abwrackprämie so gut wie gar nicht. Während die Verkaufszahlen von Kleinwagen im März um drei Viertel kletterten, blieb der Absatz in den beiden oberen Klassen um ein Viertel hinter den Vorjahreswerten zurück. Während Fiat eine Steigerung zum Vorjahreszeitraum von über 200 Prozent erzielte, musste der Stuttgarter Premium-Hersteller Mercedes nach den Statistiken des Kraftfahrtbundesamtes eine Einbuße von fast 8 Prozent hinnehmen.
Auch von den Auslandsmärkten sind kurz- bis mittelfristig keinerlei Impulse mehr zu erwarten. Die Stabilisierung der heimischen und globalen Absatzmärkte hat somit die oberste Priorität für die Automobilindustrie. Dafür sind jedoch weitere Strategien über die Abwrackprämien hinaus zwingend erforderlich. Und endlich wird in dem Zusammenhang auch der Bau von Automobilen für die Generation 50 plus verstärkt in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt. Die Diskussionen werden vor dem Hintergrund des enormen demographischen Wandels geführt und eine oft gestellte Frage lautet: Ist eine schrumpfende Bevölkerung mit einem höheren Anteil von älteren Menschen gleichbedeutend mit einem Rückgang des PKW-Verkehrs. Die Wissenschaft hat hierzu eine eindeutige Antwort geliefert. Und diese lautet nein. Nicht nur die Frauen werden beim Autofahren kräftig aufholen, auch die Senioren werden ihr Auto wesentlich mehr und länger nutzen als die heutigen Senioren dies machen.
Die Überlegungen hinsichtlich eines Autos für die Generation 50 plus sind
auch ohne aktuelle Krisensituation längst überfällig, wenn man bedenkt, welche Bedeutung die ältere Bevölkerungsschicht in unserer Gesellschaft inzwischen einnimmt und dies nicht nur unter dem Gesichtspunkt der teilweise hohen Kaufkraft der älteren Bevölkerung.
Die Käufer von Neuwagen sind inzwischen im Durchschnitt über 50 Jahre alt. Und da gilt es, sich den speziellen Bedürfnissen dieser Gruppe stärker anzupassen. Eine besondere Beachtung schenken die älteren Käufer der Bedienungsfreundlichkeit, dem Komfort und nicht zuletzt der Sicherheit. Die Experten der Automobilbranche sind sich jedoch hinsichtlich der Vorgehensweise nicht immer einig.
Ingenieurin Angelika J. Engel (Ford), der Manager Dr. J.W. Gromer und Dr. Stubert von bbw Marketing in Neuss, Experte in Sachen Seniorenmarkt, diskutierten die Massnahmen im Zusammenhang mit einem Auto 50 plus.
„Bei aller Sicherheit und Bequemlichkeit darf das Auto nicht nach einem Seniorenfahrzeug aussehen“ (A.J. Engel). „Die Industrie muss sich darum kümmern, dass die Autos benutzerfreundlich werden. Aber die Innovationen müssen über die Neuwagen kommen“ (Dr. Gromer). „Der fahrende Rollstuhl ist bei Senioren unerwünscht. Auch die Best-Ager wollen durchaus noch dynamisch und agil wirken“.
Die meisten Automobilhersteller haben erkannt, dass Best Ager bereits heute und erst recht morgen ihre umsatz- und gewinnträchtigste Zielgruppe sind. Der Anteil der Best Ager an der Gesamtbevölkerung steigt kontinuierlich. Und sie verfügen im Gegensatz zu ihren Eltern zumindest im Schnitt über ein beträchtliches Kapital. Die Best Ager müssen im Gegensatz zu anderen Bevölkerungsschichten weder um ihr Einkommen, noch um ihren Arbeitplatz fürchten. Für die Generation 50 plus ist „Angstsparen“ eher ein Fremdwort.
Es bleibt die Frage nach dem Wachstumspotential und den Anforderungen der Autokäufer 50 plus. Eine Annäherung an diese Frage liefert möglicherweise der Forschungsansatz „Semiometrie“, der die psychografische Struktur der Best Ager aufdeckt und dabei drei recht unterschiedliche Segmente feststellt: die passiven Älteren, die kulturell Aktiven und die erlebnisorientierten Aktiven.
Die bbw-Studie behandelt ausgewählte ausgewählte Strategien und Maßnahmen der Autohersteller im Zusammenhang mit einem Auto 50plus. Es spricht sehr viel für Autokonzepte 50plus. Die Frage lautet nur, wie spreche ich Ältere mit den richtigen Produkten an, ohne ihr Alter direkt anzusprechen? Sicher ist allerdings: Ein wesentliches Potential für Wachstum schlummert bei den Golden Agern.
Die Studie Automobile 2015 – 50 plus mit zukunftsgerichteten Inhalten zum Markt, zum Verbraucher und zu den Zielgruppen kann bei bbw-Marketing, Liebigstraße 23, 41464 Neuss, Fax 02131/2989721 bestellt werden. Informationen unter www.bbwmarketing.de.












