(openPR) Agile Methoden in der Softwareentwickung
Augsburg, 30. April 2009 – "Schneller und effizienter durch den optimalen Einsatz von Agilen Methoden in der Softwareentwicklung und mehr leisten als der Kunde es gewöhnt ist", so lautet das Fazit des Referenten Matthias Marschall bei der ausgebuchten Kooperationsveranstaltung von kit e.V. und der EU-geförderten IT-Offensive Bayerisch-Schwaben. In den aiti-park kamen rund 30 interessierte IT-Fachleute, die viele Fragen stellten und rege Diskussionen entfachten. Auch beim anschließenden Get-Together war der Vortrag das Hauptthema.
Welche Vorteile habe ich durch den Einsatz Agiler Methoden?
Matthias Marschall, CTO des Holtzbrink-eLab Ventures autoplenum.de, der auch an der Uni Augsburg zu diesem Thema lehrt, erläuterte in knapp zwei Stunden wie man schneller, besser und billiger als mit personellen Prozessen seine Softwareentwicklung vorantreiben kann. "Beim klassischen Vorgehen hat man mit sieben Störfaktoren zu kämpfen", so Marschall. Sehr viel Know-how geht bei Übergaben an das nächste Team verloren (Hand-Off). Zudem muss fehlerfrei gearbeitet werden, ansonsten verliert man wertvolle Zeit. Auch Verzögerungen im Projektablauf und unnötige Features sind Verschwendung. „An das Inventar einer Softwareentwicklung denkt man am wenigsten: Halbfertige Features und Listen zur Dokumentation sollte man vermeiden, denn hier ist der Verwaltungsaufwand sehr hoch,“ sagte Marschall. „Agile Prozesse eliminieren dies: Schneller heißt nicht schlampiger!“
Mehr Geschwindigkeit durch Konzentration auf das Wesentliche
Was ist nun anders bei den Agilen Methoden? Auf welche Tools greift man hier zurück? Auf all diese Fragen hatte der Referent gleich die passende Antwort parat. Wartezeiten auf Testings können durch so genannte Wert-schöpfungsketten eliminiert werden können. „Kann man beispielsweise ein Release nicht sofort freischalten und testen, sollte man auf automatisierte Tests zurückgreifen oder auf kürzere Releasezyklen bauen“, so Marschall.
Small Batches: Schnelles Feedback, schneller Return on Invest
Marschall betonte immer wieder, dass man unbedingt in Small Batches arbeiten soll. Man erhält dadurch viel schneller Feedback vom Kunden und hat weniger Risiko. Außerdem sollte man bei den Agilen Methoden nur so viel wie nötig auf Listen dokumentieren. Wie komme ich aber auf Small Batches? Dies war das Hauptthema des äußerst spannenden Vortrages. „Kontinuierlich arbeiten und zwischendurch immer wieder automatisierte Tests machen. Damit bleibt man flexibel und baut keine Schulden auf“, so Marschall. Auch das Vertrauen ins eigene Team ist für ihn ebenso wichtig wie gute und saubere Qualität. Auf dem richtigen Weg ist man in seinem Projekt immer dann, wenn Features öfters in kurzen zeitlichen Abständen freischaltet werden, wie zum Beispiel einmal in der Woche. Und um agil zu sein, ist ein automatisierter Ablauf in jedem Softwareprozess unerlässlich. Bitte gehen Sie keine manuellen Schritte“, warnte der IT-Fachmann am Ende seines spannenden Vortrages. „It’s not easy! But it’s worth it!”
Der nächste Vortrag der kitExpert-Reihe findet statt am 25. Juni 2009 von 14 Uhr bis 18 Uhr. Zum Thema „Synergieeffekte innovativer Schätzmethoden und Prozessmodelle in IT-Anwendungen“ referieren im aiti-park Joachim Gielnik, Cost Xpert AG, und Klaus Kilvinger, Sogeti Deutschland. Unter www.kit-network.de/events können Sie sich zu diesen kostenfreien Vorträgen anmelden.










