(openPR) „Unternehmen, die grüne Inhalte kommunizieren wollen, sollten sich vom konventionellen Marketing schnell verabschieden“. Neue Ansätze in der Kommunikation forderte die LCC-Sprecherin und Geschäftsführerin von messagepool, Martina Hoffhaus jetzt in einem Workshop, der im Rahmen des weltweit größten, von Studenten organisierten, Wirtschaftkongresses stattfand. 600 Teilnehmer aus 40 Nationen, auf dem schon prominente Redner wie Bill Gates aufgetreten sind, widmeten sich an der Universität Köln dem Thema Ethik in der Wirtschaft. In dem Workshop: „Sustainable Marketing - the new hidden power for change“ machte die Kommunikationsexpertin deutlich, wie sich das neue Marketing vom konventionellen unterscheidet, welche Prinzipien im Green Marketing gelten und wie Unternehmen in ihrer grünen Werbung Fehler vermeiden können.
Die Schirmherrschaft für den Wirtschaftskongress übernahm in diesem Jahr Bundesaußenminister Dr. Frank Walter Steinmeier. 80 Top Referenten wie Franz Fehrenbach (Robert Bosch GmbH), Hartmut Mehdorn (Deutsche Bahn) und Philipp Schindler (Google) referierten. Darunter auch das LOHAS CompetenceCenter (LCC).
Paradigmenwechsel im Marketing
Green Marketing stelle die bisher im konventionellen Marketing gültigen Prinzipien auf den Kopf, argumentierte die Sprecherin des LCC. “Konventionelles Marketing ist unpolitisch, agiert losgelöst von Werten und verführt’ die Verbraucher gerne mit suggestiven Bildern und verheißungsvollen Botschaften – unabhängig von realen Fakten. Die Absicht dahinter ist klar: Es geht ausschließlich um Absatzerhöhungen und um Image-Washing. Nachhaltiges Marketing hingegen hat das Potenzial, unsere Lebensqualität zu verbessern ohne die von zukünftigen Generationen zu ignorieren. Es basiert auf Respekt und Werten wie Gerechtigkeit, Solidarität oder Fairness. Es gründet außerdem auf Authentizität, Nachvollziehbarkeit, Vergleichbarkeit, Transparenz und Dialogfähigkeit. Green Marketing übernimmt Verantwortung.“ Statt um „return on invest“ ginge es künftig um „return on involvement“, prophezeite die Kommunikationsexpertin.
Sustainability Marketing in der Praxis
Wie gelungenes Sustainability Marketing im praktischen Alltag aussieht – z. B. in der Werbung, PR oder im Design - und wie Greenwashing vermieden werden kann, machte Frau Hoffhaus anhand internationaler Best- und Bad-Practice-Beispielen deutlich. „In der Praxis werden viele schwerwiegende Fehler gemacht. Unternehmen fehlt das Verständnis für die Komplexität der Zusammenhänge. Außerdem nehmen sie klassische Mainstream-Beratung in Anspruch. Wer hingegen erfolgreiche Kommunikationsstrategien entwickeln will, brauche aber neben dem Handwerk tiefe Einblicke in die Nachhaltigkeitsdebatte – nicht nur in Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse -, sondern auch in Psychologie, Konsumverhalten und Changemanagement, gepaart mit Kreativität und Innovationskraft“, so Hoffhaus. Um all dies aus einer Hand anbieten zu können, wurde das LOHAS CompetenceCenter gegründet. Das Kompetenznetzwerk – ein Zusammenschluss von Nachhaltigkeitsexperten - bemüht sich in derartigen Workshops, Diskussionsrunden und Vorträgen, die noch junge Disziplin voranzutreiben, denn, davon ist Sprecherin Martina Hoffhaus überzeugt: „Nachhaltigkeit ist Megatrend und zweite industrielle Revolution, aber Sustainable Marketing steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Es wird Zeit, dass die Diskussion eröffnet wird“.










