(openPR) Zum 13. Mal lädt das BundesSchulMusikOrchester Schulmusikstudierende aus ganz Deutschland zu einer einwöchigen Arbeitsphase zu Beginn des Wintersemesters 2009/2010 ein. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr die Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Vom 25.09. bis zum 4.10.2009 werden dort unter der Leitung von Prof. Lorenz Nordmeyer Debussys Prélude à l'après-midi d'un faune, Liszts Symphonische Dichtung Nr. 7 Festklänge und die 5. Sinfonie von Schostakowitsch einstudiert. Eingeladen sind alle Schulmusikstudierenden deutscher Hochschulen, die ein Orchesterinstrument spielen. Besondere Ensembleerfahrung wird nicht vorausgesetzt. Interessierte können sich bis zum 15.06.2009 unter www.bsmo2009.de anmelden.
Das BundesSchulMusikOrchester dient dazu, den Studierenden Orchesterpraxis zu vermitteln, wie es an den meisten Hochschulen in Deutschland nicht möglich ist. Instrumentale Fähigkeiten und Erfahrungen im Ensemblespiel werden für Schulmusiker in dem Maße immer wichtiger, in dem Bläser- und Streicherklassen oder Initiativen wie „JeKi“ in den Schulen Einzug halten und Kindern und Jugendlichen das Erlernen von Instrumenten ermöglichen. Daneben ist das BundesSchulMusik-Orchester ein einmaliges Forum zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch von Schulmusikstudierenden aus ganz Deutschland.
In diesem Jahr ist der Gedanke der bundesweiten Vernetzung besonders präsent: Nach der Gründung des BSMO 1995 in Weimar kommt das Orchester nach Arbeitsphasen an unterschiedlichen Hochschulen, zuletzt in Karlsruhe, erstmals nach Hamburg. Die Projektphase endet mit einem Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober im Forum der HfMT Hamburg. Hamburgs Erster Bürgermeister, Ole von Beust, hat die Schirmherrschaft über die Arbeitsphase übernommen.
BundesSchulMusikOrchester
c/o Simon Kannenberg
Eilbeker Weg 192
22089 Hamburg
Tel.: 040 / 85 10 19 75
Mobil: 0177 / 886 18 48
E-Mail:
www.bsmo2009.de
Über das Unternehmen
Das BundesSchulMusikOrchester wurde 1995 von Schulmusikstudenten in Weimar gegründet. Kerngedanken der Initiative waren damals zum einen die bundesweite Vernetzung der Studierenden, zum anderen das Bedürfnis nach gemeinsamer Aneignung von Orchesterliteratur und der Wunsch, einzelnen Studierenden an einem vollständigen Klangkörper das Erlangen von Dirigierpraxis zu ermöglichen.
Nach wie vor führen die Schulmusiker an vielen deutschen Musikhochschulen ein Schattendasein. Sie sind diejenigen, die „von allem ein bisschen, aber nichts richtig können“. Dass aber auch unter den Schulmusikern beachtliche künstlerische Leistungen hervorgebracht werden können, haben die Projektphasen der letzten 13 Jahre eindrücklich bewiesen. Und da es immer noch an den wenigsten Hochschulen Orchester gibt, die auch den Schulmusikern offen stehen oder gar gänzlich von ihnen getragen werden, ist das Bedürfnis nach der Möglichkeit, orchesterpraktische Erfahrungen zu erlangen, nach wie vor groß.
Zugleich steigt der aktuelle Bedarf an Musiklehrern mit instrumentaler Praxis enorm. Schon vor langer Zeit haben wissenschaftliche Studien das vielseitig fördernde Potential vom Erlernen eines Instruments und vom instrumentalen Zusammenspiel für Heranwachsende festgestellt und hervorgehoben, die sich positiv auf Sozialverhalten, Teamgeist, Sinneswahrnehmung, Konzentrationsvermögen, Ausdrucksfähigkeit, Abstraktionsvermögen etc. auswirken.
Langsam erwachen in Deutschland unterschiedliche Bewegungen und Initiativen, um dieser Kenntnis Rechnung zu tragen. Seien es „JeKi“, Bläser- oder Streicherklassen oder disziplinübergreifende Projekte für bildungsferne Kinder: Die Schulen und die Schüler brauchen Lehrer, die dazu geeignet sind, nicht nur instrumentale Fähigkeiten weiterzugeben, sondern gerade das Zusammenspielen zu fördern. Doch wer will das vermitteln ohne den eigenen entsprechenden Erfahrungshorizont? Allein vom Klavier oder Gesang herkommend sind die Schulmusiker der nächsten Generation ihrer Aufgabe nicht mehr gewachsen.
Das BundesSchulMusikOrchester traf seit 1995 fast jedes Jahr zu Beginn eines Wintersemesters zu einer einwöchigen Arbeitsphase an einer deutschen Musikhochschule zusammen. Die Organisation war von Anfang an dezentral. Zum Ende eines jeden Projektes bewerben sich Studierende um die Ausrichtung der nächsten Arbeitsphase an ihrer Hochschule im folgenden Jahr.
So werden sich nach einer überaus produktiven und für alle Beteiligten bereichernden Arbeitsphase in diesem Jahr Schulmusikstudierende aus ganz Deutschland vom 25.09. bis 04.10.2009 in Hamburg zum BSMO zusammenfinden. Im Vordergrund der Projektphase steht die intensive Probenarbeit an dem noch zu bestimmenden Konzertprogramm. Daneben wird ein Dirigierworkshop für fortgeschrittene Studierende angeboten. Ein bescheidenes Freizeit- und Begegnungsprogramm wird die wenigen Lücken zwischen den Arbeitseinheiten füllen.
Höhepunkt der Arbeitsphase sind die Abschlusskonzerte. Die erste Aufführung wird am 02.10. in Lübeck in Zusammenarbeit mit Studierenden der dortigen Musikhochschule stattfinden. In Hamburg wird mit einem Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit am 03.10. im Forum der HfMT Hamburg der gesamtdeutsche Charakter des Orchesters und seine Funktion als Vernetzung von Studierenden aus allen deutschen Landesteilen unterstrichen.