(openPR) Auch wenn die Dame Chidi nicht lange an ihrem hier vorliegendem Debut gefeilt und die Details einstudiert hat, so lassen sich doch die spontan sich einstellenden Hör-Eindrücke nicht vollends ausräumen. „Unrehearsed“ bietet sich als Blaupause eines marktkonformen Middle-Of-The-Road Produkts unvermittelt an – mit allen positiven und negativen Begleiterscheinungen. Wichtig: Chidi gibt sich in jedem Takt und auf jeder ihrer musikalischen Wanderschaften akzeptabel, teilweise gar höheren Ansprüchen genügend, denen ansonsten nur der hipste Untergrund-Artist ein Interesse abringen kann.
Doch davon ist die Engländerin weit entfernt – „Unrehearsed“ ist in seiner Basis-Tendenz ein typisch britisches Sound-Erzeugnis. Klassischer US-Soul der 60ziger und 70ziger bietet eine solide Grundlage, auf der Chidi und ihr Team allgemein zugängliche Zutaten aus den Bereichen Rock, Pop oder Reggae einfließen lassen. Das Resultat erinnert nicht von ungefähr an Tina Turner, Mica Paris oder an die erst kürzlich mit ähnlichem Konzept aufgetretene Corinne Bailey-Rae. Die Hooks sind in allen Lebenslagen verwendbar, fügen sich angenehm dezent an die Gehörgänge und verhalten sich auch bei wichtigen Verrichtungen eher unauffällig (aber eben dennoch wirksam…).
Dafür sorgt unter anderem eben auch Chidis Stimmlage, die alle Ingredenzien der klassischen Soul-Schule mit sich bringt und durch einen kraftvoll-rauen Ton eine tiefgreifende Herzlichkeit verströmt. Aus echtem Schrot und Korn sind dazu auch die zum Einsatz gebrachten Musikanten, die in kompetent zurückhaltender Manier ihre Frontfrau begleiten. Und wenn die Sterne günstig stehen, dann entstehen aus derartigen Kombinationen eben auch Sternstunden, wie „Wrong Again“ oder „So Naturally“ in denen der Groove, die Beatz und die Hooks eine gleichgewichtete Einheit bilden.













