(openPR) Ende 2007 trat NLP-Deutschland mit dem "NLP-Studentenpractitioner" an, einer international zertifizierten Ausbildung zum NLP-Practitioner für 490 Euro. Geplant als einmalige Veranstaltung in Köln ... was ist daraus geworden?
Der Markt hat reagiert, auf vielen Ebenen. Nahezu zeitgleich veröffentlichte Kikidan seinen "Volkspractitioner" für 250 Euro, jedoch ohne Zertifikat, mit der stolzen Teilnehmergröße von 600 Personen, ein Trainer des DVNLP in Freiburg kopiert die Preise des Studentenpractitioners und bietet sein Konzept in fast jeder Deutschen Universitätsstadt an.
"Reaktionen" von "Über-Reaktionen" zu unterscheiden ist eine Kunst. Der Freiburger Trainer hat als erstes das zeitliche gesegnet, nichts findet sich mehr auf seiner Seite. Der Volkspractitioner von Kikidan (Chris Mulzer) hat stattgefunden und kaum so viel Krach gemacht wie die Werbung vorab. Für 2009 ist der nächste Volkspractitioner angesetzt, jedoch 40% teurer. Und NLP-Deutschland hat inzwischen schon vier "Studentenpractitioner" veranstaltet und geht weiter auf Tour: Bereits fest stehen München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Berlin und Wien.
Dabei war der Weg nicht so einfach, nach dem ersten großen Erfolg in Köln ging es trotz großer Begeisterung mit den Teilnehmerzahlen erst einmal runter: Nach 75 Teilnehmern in Köln 2008 waren es in München nur noch knapp 60. Die große Flaute war dann 2008 in Berlin ... das Trainer-Angebot und die Organisation hat mehr gekostet als die Veranstaltung eingebracht hat. Die Wende kam erst mit dem zweiten Kölner Studentenpractitioner Ende 2008: Über 80 Anmeldungen, Ausgebucht!
Der Studentenpractitioner im Mai 2009 in München ist bereits jetzt fast ausgebucht und die Trainer für die kommenden Veranstaltungen bestätigt, hier geht es also in die richtige Richtung.
Interessanterweise versucht der Markt der alteingesessenen NLP-Trainer diesen Trend zu ignorieren: Trotz schwindender Teilnehmerzahlen und immer schwierigeren Märkten sind die meisten Trainer eben Wortprofis und schaffen es stets, selbst hochpreisige Seminare mit immer weniger Teilnehmern als "Erfolgskonzepte" zu bezeichnen und dabei zu ignorieren, daß der Markt heute ganz andere Strategien fordert. Bloß nicht raus aus dem eigenen Trott, das hätte ja was mit Veränderung zu tun.
Eine der schönsten Stilblüten findet sich in der Pressemeldung der Firma "egbringseminare": Petra Egbring kündigt "den preiswerteste NLP-Practitioner in ganz Deutschland" an. Sie geht also noch unter die bisherige Schallgrenze von 250 Euro? Wow, Respekt! Doch auf der Website dann verwirrung: 950 Euro soll die Ausbildung kostet, nicht 250. Das ist fast der vierfache Preis. Wo war der Fehler?
Vielleicht eben genau der, daß der Markt sich ändert. Die Liga der preisgünstigen NLP-Seminare wird ganz klar beherrscht von den beiden großen: Julian Wolf, NLP Master-Trainer und Chris Mulzer, NLP-Trainer. Früher ein Herz und eine Seele, heute erbitterte Konkurrenten. Und die Konzepte sind wohl so unterschiedlich, daß sie nicht vergleichbar sind. Frau Egbring macht es offenbar so wie viele andere: So tun, als gäbe es diesen Trend nicht in der Hoffnung, daß er auch einfach wieder vorbeigeht.
Vertraut mit: Herausforderungen gehen nicht vorbei. Das liegt ja schon im Namen: Herausforderungen fordern einen Heraus. Heraus aus den alten Denkmustern, was für Seminare gilt, das gilt auch für Ihr Leben. Die Welt wandelt sich und es ist schön, Teil davon zu sein. Genießen Sie es!
Wir tun das, wir genießen den Wandel, wir genießen die Herausforderung und wir genießen die Konkurrenz, die uns stets zu Höchstleistungen motiviert. Das Leben ist ein wundervolles Spiel, und wir alle spielen mit.











