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Wenn Rituale zum Zwang werden …

21.04.200911:17 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Wenn Rituale zum Zwang werden …
OCI-R zur Erfassung der Schwere von Zwangsstörungen
OCI-R zur Erfassung der Schwere von Zwangsstörungen

(openPR) Pearson Assessment veröffentlicht neues Verfahren zur Erfassung der Schwere von Zwangsstörungen

Jahrelang galt die Zwangserkrankung als eine psychische Störung, an der nur eine geringe Zahl von Menschen leiden. Tatsächlich geht man heute von 800.000 bis 1,6 Millionen Deutschen aus, die von Zwangsstörungen unterschiedlicher Schwere betroffen sind. Doch nicht jedes Ritual muss gleich zum Zwang werden. Jeder von uns kennt diesen Augenblick, wenn wir das Haus verlassen und uns in der Tür fragen: „Habe ich den Herd ausgemacht?“. Auch wenn wir wissen, dass wir den Herd immer ausmachen, lässt uns dieser Gedanke keine Ruhe, bis wir noch einmal zur Sicherheit überprüft haben, ob der Herd auch tatsächlich aus ist. Diese Verhaltensweise impliziert jedoch nicht gleich eine Zwangsproblematik. Der Unterschied besteht darin, dass im Falle einer Zwangsstörung ein zunächst harmloses Ritual beginnt, den gesamten Alltag zu beherrschen und ein normales Leben dadurch nahezu unmöglich macht. Oft treten Zwangssymptome in Zusammenhang mit depressiven Störungen – aber auch in Verbindung mit Ängsten, Alkoholmissbrauch oder Essstörungen auf. Pearson Assessment bringt mit dem OCI-R (Obsessive-Compulsive Inventory-Revised) ein neues Verfahren auf den Markt, mit dem die Schwere von Symptomen einer Zwangserkrankung valide diagnostiziert werden kann.



Zwangshandlungen und Zwangsgedanken erschweren normalen Alltag:
Auch wenn Zwangshandlungen und Zwangsgedanken von den Betroffenen selbst zeitweise durchaus als übertrieben, unsinnig oder hinderlich erkannt werden, können sie diese kaum unterdrücken – selbst dann, wenn die Symptome als quälend empfunden werden. Geben betroffene Personen dem Zwang nicht nach, stellt sich ein Gefühl des Unbehagens ein, sie bauen eine starke innere Spannung auf und erleiden Angstzustände.

Das Zwangsinventar OCI-R ist ein Selbstbeurteilungsinstrument, das die wichtigsten Symptombereiche der Zwangserkrankung abfragt. Dazu gehören der Wasch- und Kontrollzwang, der Ordnungszwang, das Horten, Mentales Neutralisieren und Zwangsgedanken (z. B. Zwangsbefürchtungen um die Gesundheit von Angehörigen oder die Furcht, sich beim Kontakt mit Objekten oder anderen Menschen zu beschmutzen).
Zwangsstörungen verlaufen meist chronisch mit einer unterschiedlichen Schwere der Ausprägung der Zwangssymptome. Häufig führen die Symptome langfristig zu einem sozialen Rückzug der betroffenen Personen. Sie fühlen sich isoliert. Hinzu kommen in bestimmten Formen der Zwangserkrankung auch körperliche Beeinträchtigungen, etwa im Falle des Waschzwangs. Hier kann sich beispielsweise aufgrund des ständigen Händewaschens die Haut nicht mehr regenerieren und reagiert auf den täglichen Stress mit Ekzemen. In besonders schweren Fällen kann die Zwangssymptomatik dazu führen, dass der Patient Suizid als letzten Ausweg sieht.
Auch wenn bis heute eine vollständige Heilung von den Zwangssymptomen eher selten ist, haben sich die Prognosen für Zwangsstörungen in den letzten Jahren durch den kombinierten Einsatz medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlungsmethoden stark verbessert. Meist gelingt es den Betroffenen die Symptome besser zu bewältigen und zu kontrollieren. Der latente Leidensdruck kann in vielen Fällen deutlich vermindert werden. Hierfür ist ein frühzeitiges Erkennen der Störung wichtig. Dies wird durch das OCI-R geleistet, dass die Schwere der einzelnen Symptome erfasst.

Frühzeitige Erkennung der Symptomatik:
Das Zwangsinventar OCI-R eignet sich für den Einsatz im Rahmen von Diagnostik, Differentialdiagnostik, Therapieplanung, Evaluation und Qualitätssicherung. Das OCI-R besteht aus 18 Items, die Zwangssymptome in Form von Selbstaussagen beschreiben und die danach beurteilt werden, wie stark die durch sie verursachte Beeinträchtigung/der Leidensdruck im vergangenen Monat war. Ein Gesamtwert und sechs Subskalenwerte (für jeden Hauptsymptombereich) können ermittelt werden.

Untersuchungen im Rahmen der Studie bestätigen die Güte des Instruments und zeigen, dass das OCI-R Zwangssymptome weitgehend unabhängig von Angst, Depression, pathologischer Besorgnis, Perfektionismus und zwanghaften Persönlichkeitsmerkmalen darstellt.

Es lassen sich Zwangspatienten mit unterschiedlichen Hauptsymptombereichen voneinander aber auch von Angst- und depressiven Patienten sowie Gesunden zuverlässig unterscheiden.

Das Zwangsinventar OCI-R kann als Papier-Bleistift-Test individuell oder in der Gruppe durchgeführt werden. Die Dauer der Testung liegt zwischen fünf und sieben Minuten.
Das OCI-R ist wesentlich kürzer und ökonomischer als das OCI, ohne dessen gute psychometrische Qualität einzubüßen.

Das Zwangsinventar OCI-R besteht aus einem Manual und einem Testbogen (Block à 50 Blatt). Das Verfahren ist exklusiv über den Verlag erhältlich.

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