(openPR) Topfotograf Markus Hofmann lässt sich beim Fotografieren neuer Produkte oft von der Natur inspirieren. Nur selten hat er allerdings die Möglichkeit, seine drei Lieblingsarbeitsgebiete – Mode, Natur und Technik – bei einem Shooting miteinander zu verbinden.
Als er das Race Bike von BMW Motorrad, die S 1000 RR aus Carbon, zum ersten Mal sah, schoss ihm sofort der Gedanke an einen Geparden durch den Kopf, der als einziges lebendes Säugetier in weniger als 3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen kann und damit schneller ist als die meisten Sportwagen und fast so schnell wie das neue Superbike von BMW Motorrad.
„Dieser Vergleich drängte sich auf, denn der Gepard verkörpert ebenso wie die BMW S 1000 RR Schnelligkeit, Eleganz, Schönheit und natürlich die angeborene Leidenschaft für das Rennen. Was beim Geparden die Jagd nach der täglichen Nahrung ist, ist bei der S 1000 RR die Jagd nach einem guten Ranking bei der Superbike-Weltmeisterschaft 2009,“ sagte Markus.
Markus’ Idee, Mode, Natur und Technik bei einem Shooting zu kombinieren, brachte ihn mit den Designern Talbot Runhof, dem Supermodel Bonka Steinhauser und Vertretern von BMW Motorrad in Kontakt. Die Realisierung dieser Idee war allerdings alles andere als einfach, da sie laut Markus viele Gefahren barg:
„Ich hatte zwei Geparden kommen lassen, die die „ungebändigte Natur“ repräsentieren sollten. Uns war von Anfang an klar, dass dies keine alltägliche Situation war und wir gegen alle möglichen Eventualitäten gewappnet sein mussten,“ sagte er. „Die exklusiven Kreationen des Designerduos Talbot Runhof und die verführerischen Dessous der Marke Wolford sollten als Basis für das geplante Shooting dienen. Außerdem benötigte ich ein Model, das mit beiden Labels eine gute Figur machte. Bei einem Casting wurde ich auf Bonnie aufmerksam. Ich fühlte mich von ihren Augen sofort magisch angezogen und wollte daher, dass sie beim Shooting eine wichtige Rolle spielten und mit den Tieren am Set harmonierten.“
„Ich hatte einige technische Probleme zu überwinden. So brauchte ich beispielsweise ein Objekt, das zur Mode genauso gut passte wie zu den Tieren. Ich entschied mich für ein BMW Motorrad, das S 1000 RR Race Bike aus Carbon. Schließlich hat diese Maschine alle Eigenschaften, die ich für meine Arbeit benötigte: die Schnelligkeit der Geparden, die Schönheit des Models und die Eleganz der Mode.“
Stellen Sie sich einmal kurz das Szenario vor: die künstliche Atmosphäre eines Fotoateliers mit dem hellen Licht und den Blitzgeräten, zwei Raubtiere in fremder Umgebung, ein verständlicherweise nervöses Model, dessen Kapital sein makelloses Aussehen ist, Stylisten mit maßgeschneiderten Haute-Couture-Kleidern, die die Geparden mit ihren scharfen Krallen im Nu zerfetzen konnten, und ein BMW Motorrad – das hier ausnahmsweise das Sicherste im Studio war.
Am Tag des Shootings war das Licht im Studio bereits aufgebaut. Die Maskenbildnerin legte dem Model das Make-up auf. Das BMW Motorrad wurde angeliefert und auch gleich am Set positioniert. Die beiden Geparden, Kanyu und Bongo, trafen erst eine halbe Stunde später ein. Da die Sicherheit oberste Priorität hatte, wurden sie zunächst von drei Trainern in einen separaten Raum geführt, wo sie mit Futter und Wasser versorgt wurden und sich langsam an die neue Umgebung gewöhnen konnten.
Nach 30 Minuten nahm Bonnie - das Model - den ersten Kontakt mit den Geparden, ein Gebrüderpaar , auf. Zum Glück verlief alles entspannt und ohne Zwischenfall. Eine Stunde später wurden die Tiere in das Studio geführt. Es herrschte Totenstille, als sie zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Set machten. Ihre majestätische Präsenz, ihre eleganten Bewegungen und natürlich ein Riesenrespekt vor den Wundern der Natur verschlugen allen Anwesenden die Sprache.
Die Katzen wurden erst einmal herumgeführt, um die fremde Umgebung näher kennen zu lernen. Dann konnten wir endlich die ersten Aufnahmen mit den Tieren machen. Jeder, der nicht direkt am Set benötigt wurde, hielt sich im Nachbarraum auf, um die Tiere nicht abzulenken oder durch falsche Bewegungen in Stress zu versetzen. Für den Fotografen Markus bestand die Herausforderung darin, möglichst einzigartige Fotos zu schießen, ohne die Tiere an ihre Grenzen zu bringen.
„Die ersten Bilder waren nicht zu gebrauchen, denn das Model war zunächst noch ziemlich ängstlich,“ erzählte er. „Nachdem sich Bonnie aber an die Situation gewöhnt hatte, bewies sie als echter Profi viel Mut. Die Tiertrainer hielten sich am Set ständig in der Nähe des Models auf, damit sie im Notfall schnell eingreifen konnten. Die Tiere konnten alle 10 Minuten eine Pause machen. Plötzlich zeigte sich deutlich, wie wohl sie sich in ihrer neuen Umgebung fühlten. Ich konnte sogar einige Aufnahmen machen, bei denen die beiden Geparden entspannt neben dem Motorrad lagen.“
Obwohl Markus’ Team mit Tieraufnahmen sehr viel Erfahrung hat, war die Zusammenarbeit mit den drei Tiertrainern für den Erfolg dieses besonderen Projekts sehr wichtig, wie Dr. Nils Ismer vom Naturtierpark Ströhen erklärte. Die beiden Geparden Kanyu und Bongo hatten sich ihre Milch an diesem Tag ganz bestimmt verdient und darüber hinaus in Bonnie eine neue Freundin gefunden.
„Unsere beiden Gepardenmännchen hatten schon an vielen Film- und Fototerminen teilgenommen; deshalb waren wir sicher, dass dieses Projekt gelingen würde. Die Logistik stellte uns vor die größte Herausforderung. Immerhin hatten wir eine 700 Kilometer lange An- und Abreise mit den Geparden zu bewältigen. Da die Katzen an Fahrten mit dem Pferdeanhänger bestens gewöhnt waren, mussten wir nur noch genug Futter einpacken und dann konnte es auch schon losgehen“, so Dr. Nils Ismer.
Nach anfänglicher Scheu – verständlicherweise vor allem des Models – waren alle schnell von dem ausgeglichenen, freundlichen Charakter der beiden ‚Stars’ fasziniert. Bonnie hat ganz sicher eine Tapferkeitsmedaille verdient, denn sie wurde zunehmend lockerer und mutiger. Wir halten es für alles andere als selbstverständlich, so hochkonzentriert Auge in Auge mit zwei Raubtieren zu arbeiten. Dank der hervorragenden Vorbereitung und einem guten Gespür für die besonderen Anforderungen, die eine Arbeit mit Raubtieren stellt, war dieses Fotoshooting aus unserer Sicht ein voller Erfolg.“
Das letzte Wort hatte das Model Bonnie Steinhauser, das dieses Abenteuer unbeschadet überstand und dank katzenhafter Qualitäten Markus zu aufregenden, unvergesslichen Fotos verhalf:
„Zuerst fand ich alles sehr Furcht einflößend, weil ich vorher noch nie einen so engen Kontakt mit Raubtieren hatte. Der Tierpfleger konnte mich jedoch sehr schnell beruhigen. Er erklärte mir, dass die Katzen ausgesprochen gut erzogen seien. Nachdem ich den ersten Geparden vorsichtig streicheln durfte, legte ich meine Scheu ganz ab und konnte mit den Tieren posen – und mich sogar neben und auf sie legen! Das Shooting war wirklich toll und ich bin sehr dankbar für dieses Erlebnis.“











