(openPR) OFFIS entwickelt intelligente Informations- und Kommunikationstechnologien für Lebensqualität und Gesundheit bis ins hohe Alter
Ob assistierende Techniken für altersgerechtes Wohnen, moderne Audioverarbeitungssysteme oder ärztliche Frühwarnsysteme – der medizintechnische Fortschritt basiert auf intelligenten Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien). Am Oldenburger Informatikinstitut OFFIS forscht und arbeitet man an der ständigen Optimierung von IuK-Technologien unter anderem für die Bereiche Gesundheit und Medizintechnik. Um die Erkenntnisse möglichst schnell in die medizinische Praxis zu überführen, engagiert sich OFFIS in der German Medical Technology Alliance (GMTA), ein Zusammenschluss von sechs Kompetenzzentren im Bereich der Medizintechnik.
Der demografische Wandel der Gesellschaft – immer mehr Menschen werden immer älter – stellt die Medizintechnik vor neue Herausforderungen. Der medizintechnische Fortschritt dient nicht mehr nur der Bekämpfung von Krankheit, sondern zunehmend auch dem Erhalt und der Unterstützung der Lebensqualität bis ins hohe Alter. Um das körperliche, geistige und soziale Wohlergehen älterer und gesundheitlich beeinträchtigter Menschen auch im häuslichen Umfeld zu erleichtern, forschen und arbeiten bei OFFIS Wissenschaftler und Industrievertreter gemeinsam an innovativen Lösungen im so genannten Technologiefeld des „Ambient Assisted Living“ (AAL). Hierbei handelt es sich um die Entwicklung alltagsunterstützender intelligenter Assis-tenzsyteme zur Gestaltung barrierefreier Lebenswelten. „Die Ergebnisse unserer Arbeit finden sich in ‚Persönlichen Aktivitäts- und Haushaltsassistenten’ ebenso wieder wie in multifunktionalen Audiosystemen und sensorgestützten Informationssystemen zum frühzeitigen Erkennen von Stürzen in der Wohnung“, erklärt Dr. Wilfried Thoben, Leiter des Forschungs- und Entwicklungsbereichs Gesundheit bei OFFIS.
Assistenzsysteme im häuslichen Umfeld können den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen und zudem älteren Menschen ein länger selbständiges Leben im häus-lichen Umfeld ermöglichen sowie Lebensqualität und Sicherheitsgefühl verbessern.
Das IDEAAL-Senioren-Appartement für ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter
Ein Fernseher, der das Hörgerät ersetzt, ein Ergometer, das die Rehabilitation nach Herzinfarkten überwacht, ein Elektroanschluss, der weiß, welche Geräte der Bewohner gerade benutzt. – dass so die Zukunft einer altersgerechten Lebenswelt im häuslichen Umfeld aussehen könnte, zeigt ein von OFFIS entwickeltes Modellprojekt. Das IDEAAL-Senioren-Appartement ist eine voll funktionstüchtige 2-Zimmerwohnung mit eigenständiger Küche und Badezimmer auf 48m². Die Wohnung bildet alle Bereiche des normalen, alltäglichen Lebens ab. Das Senioren-Apartment demonstriert nicht nur Gebäudeautomation, sondern vor allen Dingen durch anspruchsvolle und realistische Szenarien getriebene Forschungs- und Entwicklungsergebnisse verschiedener Projekte, die das Potenzial zu einer echten Steigerung von Unabhängigkeit und Lebensqualität im Alter sowie einer Steigerung der Effizienz in der Pflege zeigen.
OFFIS generiert praxisnahe Lösungen, bei denen nicht die Technik sondern viel mehr der Bewohner im Fokus der Entwicklung steht. Zur Lösung der Komplexität und Interdisziplinarität des Themas vernetzt OFFIS seine technologischen Kompetenzen mit weiteren Fachdisziplinen, die von der Gerontologie und Geriatrie über die Pflege und Medizin bis hin zu den Sozialwissenschaften und zur Ökonomie reichen. Auf diese Weise gelingt es, eine ganzheitliche Lösung insbesondere für die alternde Bevölkerung zu schaffen.
Netzwerk von Kompetenzzentren unterstützt Einführung neuster Ergebnisse in die Praxis
Um die hervorragenden Forschungs- und Entwicklungsleistungen von OFFIS in moderne medizintechnische Produkte und in altersgerechte Lebenswelten zu integrieren und diese Innovationen möglichst schnell in die Praxis zu überführen, arbeiten bei OFFIS Wissenschaftler und Wirtschaftsunternehmen eng miteinander. Unter dem Dach der German Medical Technology Alliance e. V. (GMTA) hat es sich OFFIS gemeinsam mit fünf weiteren Kompetenzzentren aus unterschiedlichen Technologiefeldern zur Aufgabe gemacht, die gebündelten Erfahrungen im Technologietransfer und bei der Entwicklung von Medizinprodukten im Sinne einer Dienstleistung auch an andere Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Unternehmen der Medizintechnik weiterzugeben. Die GMTA vermittelt kompetente Partner aus Industrie, Forschung und Medizin und begleitet den Informations- und Technologiefluss entlang der gesamten Wertschöpfungskette beratend und operativ. Darüber hinaus hilft die GMTA bei der Suche nach finanziellen Fördermöglichkeiten von Produkt- und Projektideen, prüft mit Markt- und Technologieanalysen sowie Zukunftsstudien deren Erfolgschancen im Markt und unterstützt die Zertifizierung, Verwertung und den Vertrieb von Medizinprodukten.
Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne auch Bildmaterial zur Verfügung.
Redaktioneller Hinweis:
Als An-Institut der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg setzt das Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und Systeme OFFIS seit seiner Gründung 1991 wissenschaftliches Know-how aus der Informatik in Prototypen um, die dann von Wirtschaftspartnern zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt werden können. Damit leistet OFFIS für Unternehmen und Institutionen Forschung und prototypische Entwicklungsarbeit – und das auf höchstem internationalem Niveau. Energie, Gesundheit und Verkehr bilden die drei anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsbereiche von OFFIS. Durchzogen werden diese Bereiche von dem Wissen aus verschiedenen Technologiefeldern. Das Ergebnis dieser Arbeit wirkt auf zwei Ebenen: Zum einen hat sich OFFIS national wie international als Center of Excellence für ausgewählte Anwendungsgebiete der Informatik einen Namen gemacht und OFFIS-Entwicklungen werden von Industrien und Institutionen auf der ganzen Welt genutzt. Zum anderen versteht sich OFFIS regionalpolitisch als Innovationsmotor, durch den Wissen vor Ort bleibt und neue zukunftsfähige Arbeitsplätze für den Nordwesten geschaffen werden. Darüber hinaus fördert OFFIS über die Neuansiedlung von Start-Ups und die Unterstützung von Spin-Offs den Prozess an der Schnittstelle zwischen Forschung und Produktentwicklung. In gleicher Richtung wirkt das starke Engagement von OFFIS bei der Aus- und Weiterbildung als Veranstalter von Fachtagungen und Schulungen sowie auf institutioneller Basis mit der „Berufsakademie für IT und Wirtschaft Oldenburg“. Weitere Informationen unter www.offis.de www.ideaal.de
Die German Medical Technology Alliance e. V. (GMTA) ist der Zusammenschluss von Kompetenzzentren für Medizintechnik, die aus einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2000 hervorgegangen sind. Zur GMTA gehören derzeit das Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik AKM, das Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik HörTech in Oldenburg, das Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin & Technik Tübingen Tuttlingen MITT, das Kompetenzzentrum Miniaturisierte Monitoring- und Interventionssysteme MOTIV in Sulzbach/Saar, das Kompetenzzentrum für Medizintechnik medways in Jena sowie das Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und Systeme OFFIS. Ziel der GMTA ist es, die in den Zentren erbrachten Forschungsergebnisse in die Praxis zu überführen, in Ergänzung zu den Aktivitäten jedes einzelnen Zentrums die gemeinsamen Interessen aller Mitglieder wahrzunehmen und darüber hinaus das in der Allianz gebündelte Transformations-Know-how in Form konkreter Dienstleistungen zu vermarkten. Die GMTA hat ihren Sitz in Oldenburg. Weitere Informationen unter www.gmta.de









