(openPR) Die Geschichte des Färbens begann bereits in der Steinzeit und durchlief während der folgenden Jahrhunderte verschiedene Entwicklungen. Die Germanen waren z. B. bekannt dafür ihre Festbekleidungen mit Pflanzenfarben zu färben, während die Alltagskleidung ungefärbt blieb. Altgermanische Färbepflanzen waren zumeist Flechten, Rinden, Kräuter und Wurzeln. Im Mittelalter wurden zunehmend auch mediterrane Pflanzen in speziellen Färbegärten der Klöster und Färber angebaut. Aber auch mit einheimischen Pflanzen lassen sich wunderschöne natürliche, warme Farbtöne erzeugen, die durch besondere Transparenz und Leuchtkraft verzaubern. Viele dieser Kräuter findet man vom Frühjahr bis Herbst am Wegesrand oder in Wiesen stehend. Die daraus entstehenden Pflanzenfarben sind im Allgemeinen wasch- und lichtecht. Dies alles ohne chemische Zusätze, so dass diese Techniken sehr gut mit Kindern oder auch im Kindergarten umsetzbar sind. Als Beizmittel wird ein seit dem Mittelalter verwendetes Salz genommen.
Seit einigen Jahren gehen viele Menschen wieder zur Hausfärberei über. Geschätzt wird die Tätigkeit des Färbens mit natürlichen, pflanzlichen Farbstoffen. Zum einen entlockt man der Natur mit all ihren Schönheiten jahrhundertelang tradierte Geheimnisse. Zum anderen erzielt man mit dem Hineinschnuppern in die Pflanzenfärbekunde prächtige Farbnuancen, die Werkstücken – vom Kleidungsstück bis zum textilen Kunstwerk – eine einzigartige, unverkennbare persönliche Note verleihen.
Am 22.04.2009 veranstaltet das Naturerlebnisbüro Bicker in Kooperation mit der Ländlichen Erwachsenenbildung Wallenhorst in deren Räumen einen Workshop zu diesem Thema. Teilnehmer haben die Gelegenheit Wissenswertes über die Färbeeigenschaften der Pflanzen am Wegesrand zu erfahren und diese bei der anschließende Färbung zu erproben. Anmeldungen unter Tel.: 0541-7707215 und ![]()









